5:0 Kantersieg: Der DSV Leoben macht in Pöllauer Regenschlacht alles richtig!

Landesliga, 2. Runde, FR 05.08.16, 19:25, Sparkassen Stadion Pöllau, 200. TSV Pöllau : DSV Leoben 0:5 (0:2). Torfolge: 0:1 Briza (14.), 0:2 Heinemann (44.), 0:3 Wohlmuth (52.), 0:4 Giermair (76.), 0:5 Gligor (90.). Schiedsrichterteam: Hartner, Spörk, Cetin.

Fünf verschiedene Donawitzer Torschützen beim klaren 5:0-Auswärtssieg, der DSV Leoben bleibt nach zwei Spielen ohne Gegentreffer und ist saisonübergreifend bereits sechs Spiele ungeschlagen. Dabei war lange Zeit nicht sicher, ob überhaupt gespielt werden kann. Der starke Regen wäre beinahe zum Spielverderber geworden, Schiedsrichter Hartner entschied etwas zuzuwarten und tatsächlich, zu Spielbeginn um 19:25, war ein faires Meisterschaftsspiel möglich. Zwei sehr ähnliche Tore vor der Pause, beide zum richtigen Zeitpunkt erzielt, brachte den DSV Leoben auf die Siegerstraße: Markus Briza und Tim Heinemann begannen den Torreigen, der in der zweiten Hälfte durch die Neuerwerbungen fortgesetzt wurde. Nach dem 3:0 in der 52. Minute durch Oliver Wohlmuth war der Widerstand des Aufsteigers gebrochen, aus einer Vielzahl von guten Konterangriffen erhöhten Mario Giermair und in der Schlußminute noch Andreas Gligor auf ein letztlich deutliches 5:0. Mit dem höchsten Auswärtssieg seit vergangenem Oktober (7:0 in Kindberg) setzt sich der DSV Leoben (zumindest kurzfristig) an die zweite Stelle der Tabelle – Gratulation an Mannschaft und Betreuer, ein besonderes Lob geht an Oliver Wohlmuth, der an der Entstehung von vier Treffern entscheidend beteiligt war!

Er war von Pöllau kaum zu Halten – drei Tore vorbereitet, eines selber erzielt – Oliver Wohlmuth ist beim DSV Leoben angekommen!

Es hätte auch anders kommen können: Der TSV Pöllau präsentierte sich in der Anfangsphase so wie man einen Aufsteiger vor Heimpublikum erwarten durfte: Motiviert und druckvoll – die erste Möglichkeit bereits in der zweiten Minute. Der auffälligste Pöllauer, Israel, legt ab für Wiesenhofer und schon ist Reinwald gefordert, der zum Glück den Schuss parieren kann. Auch in den Minuten danach müssen sich die Donawitzer Abwehrspieler mit rutschigem Boden und Gegner mehr beschäftigen als ihnen lieb ist. Viele Eckbälle (die allesamt nichts einbringen) und ausschließlich ungefährliche Weitschüsse sind die Folge. Bei einem Angriff über Israel und Bauernhofer zögert Wiesenhofer in der Mitte zu lange und verstolpert dadurch eine vielversprechende Torchance.

Die Donawitzer steigern sich aber mit Fortdauer des Spieles. Erste Konter werden zu Ende gespielt (Briza-Distanzschuss links am Tor vorbei), einen Hubmann-Freistoß erreicht Wohlmuth an der zweiten Stange knapp nicht und bei einem weiteren Schuss vom starken Briza (übers Tor, nach Gruber-Eckball) ist es plötzlich soweit: Der DSV geht durch eine wunderschöne Aktion in Führung! Briza spielt links auf Heinemann, der mit einer guten Flanke Wohlmuth sucht und findet. Wohlmuth beweist Übersicht und versucht nicht selbst den Abschluss, sondern legt zurück auf den herangepirschten Briza, der vom Elfer auch gleich abzieht und neben der rechten Stange flach auf 1:0 stellt!

Ganz stark: Der 36jährige Markus Briza, der den Torreigen eröffnet!

Die Donawitzer sind in weiterer Folge bedacht, die Abwehr, vor allem die linke Seite, über die Pöllau zu leicht nach vorne kommt, zu stabilisieren, was aber nicht immer gelingt. Im Konterspiel bleiben die Leobener zwar unangenehm, aber in dieser Phase zu wenig focussiert: Hubmann und Heinemann finden im Strafraum den richtigen Zeitpunkt zum Abschluss nicht, Wohlmuth, der stets zwei Gegner bindet, bekommt (noch) zu wenig verwertbare Bälle. Da aber Pöllau mit den vielen Eckbällen und Distanzschüssen uneffizient bleibt, scheint es mit einer knappen Führung in die Pause zu gehen. Ein letzter Angriff noch – Giermair spielt nach rechts zu Gruber, der den Ball hoch zur Mitte auf Wohlmuth spielt. Wieder legt der Vollstrecker mannschaftsdienlich kurz ab, diesmal haut Heinemann einfach drauf, auch dieser Ball passt zwischen Schweighofer und rechter Stange, knapp vor der Pause steht es 2:0!

In der zweiten Hälfte setzt sich die Donawitzer Routine gegen ratlos anlaufende Pöllauer deutlich durch. Zwei Halbchancen durch Heinemann und Briza werden ausgelassen, der dritte Angriff bringt das 0:3. Diesmal macht´s der Bomber persönlich. Hubmann erkämpft sich zentral den Ball, spielt den idealen Lochpass auf den rechts enteilenden Gruber. Gruber passt zur Mitte, dort setzt sich Wohlmuth gegen seine Gegenspieler durch und stellt aus kurzer Distanz auf 0:3. Pöllau versucht durch Einwechslungen noch einmal das Ruder herum zu reissen, am Spiel ändert das aber gar nichts: Pöllau agiert zu berechenbar, im entscheidenden Moment setzt sich immer ein Donawitzer durch.

Zuletzt beim 7:0 in Kindberg getroffen, diesmal das 2:0 erzielt: Wenn Heinemann trifft wird der Gegner überrollt!

Auch Jürgen Auffinger bringt frische Kräfte (Grasser, Gligor, Makotschnig) für die Schlussphase des Spieles, das in Wahrheit längst gelaufen ist. Wie schon beim dritten, ist auch beim vierten Tor Hubmann Ausgangspunkt der Aktion. Hubmann sieht rechts den eingewechselten Grasser, der in den Strafraum eindringen kann. Statt der Flanke spielt er flach etwas zurück auf Giermair, der sich die Schusschance nicht entgehen lässt und auf 0:4 stellt. Bis zum nächsten Donawitzer Treffer werden einige hochkarätige Konterchancen, fast fahrlässig, ausgelassen, alleine in der Schlussphase hätten die Donawitzer gegen sich im Auflösen befindliche Pöllauer zwei bis drei weitere Tore erzielen können (müssen).

Den Schlusspunkt setzt der eingewechselte Gligor, nachdem zuvor Reinwald bei einer Attacke an der Strafraumgrenze Gelb sieht (den Freistoß dreht er mit den Fingern über die Stange). Makotschnig spielt auf Wohlmuth, der sich nicht stoppen lässt. Über halblinks zieht er davon, lässt einen Veteidiger ins Leere fahren, spielt den Querpass, den Gligor ohne Probleme zum 5:0-Endstand verwerten kann.

Gratulation zum 5:0-Auswärtssieg!

Nach zwei Spielen, vier Punkten und einer 5:0 Tordifferenz, kann sich das durchaus sehen lassen, der Meisterschaftsstart ist zweifellos geglückt! Aber darauf ausruhen oder in irgend einer Form abzuheben, wird es nicht spielen, das wissen Alle.  So schön der klare Sieg auch ist und so verdient er auch war, es gibt schon noch einige Felder, in denen Steigerungspotential möglich sein muss. Kurze Freude über den überraschend klaren Sieg ist allemal zulässig, nächste Woche geht es aber mit dem schweren Heimspiel gegen den SC Liezen wieder weiter…

Links: StFV, Pöllau, Ligaportal, Fanreport

Der DSV Leoben spielte mit: Reinwald (G), Füzfa, Rinner, Gruber (64. Gligor , T), Hubmann (80. Makotschnig), Heinemann (T, 72. Grasser), Wohlmuth (T), Hofer, Giermair (T), Maier, Briza (T). Ersatz: Nömayer, Jankov.

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