Nächste Pleite in Liezen: Nach Führung durch Pagger mit 1:4 (1:2) untergegangen!

… und schon wieder ein Nuller. Der DSV Leoben (im Bild Heidinger) verliert in Liezen 1:4!

Landesliga, 26. Runde, FR 20.05.16, 19:00 SC Stadion Liezen, 400. SC Liezen : DSV Leoben 4:1 (2:1). Torfolge: 0:1 Pagger (9.), 1:1 Knefz (10.), 2:1 Muleci (42.), 3:1 Blazevic (78., Elfer), 4:1 Knefz (81., Elfer). Schiedsrichterteam: Dr. Paier, Pock, Liebisch.

Schlimmer geht es kaum noch. Man darf verlieren, auch in dieser Höhe, aber: Die dritte Niederlage in Serie ist für den DSV Leoben besonders bitter, weil sie einfach so nicht nötig war. Über weite Strecken wurde das Spiel bestimmt, ohne dabei aber konsequent und konzentriert (im Abschluss aber auch in der Defensive) zu sein. Der Auftakt beginnt verheißungsvoll: Pagger bringt die Donawitzer nach einem schönen Solo früh in Führung, aber wie schon in der letzten Runde gegen Voitsberg, bekommt man nur eine Minute später das eher billige Gegentor. Danach gestaltet sich das Spiel offen, mit Chancen auf beiden Seiten – für den DSV vergibt Vollmann die beste – beide Mannschaften können aber lange Zeit von den Fehlern des anderen Teams nicht profitieren. Das ändert sich zum ungünstigsten Zeitpunkt. Kurz vor der Pause, bringt Muleci Liezen in Führung, die Donawitzer müssen wieder einem Rückstand nachlaufen. Das sieht nach der Pause auch nicht so schlecht aus, man erarbeitet sich Möglichkeiten, wenn aber die besten Chancen einfach nicht abgeschlossen werden, darf man sich auch nicht wundern, wenn man verliert. Im Finish gehen die Donawitzer durch zwei Elfmetertore endgültig unter, zu allem Überdruss erhalten sämtliche Spieler, die gefährdet waren, ihre Gelben Karten. Das heisst, neben Petkov (verletzt) fehlen gegen Gleisdorf noch Füzfa, Hofer und Heidinger – leicht wird das nicht gegen den Spitzenreiter…

Er kann einem schon leid tun: Zwei Tore in den letzten beiden Spielen, doch beide 1:4 verloren – Matthias Pagger!

Die erste schlechte Nachricht erfolgte bereits vor Spielbeginn. Kapitän Martin Petkov wird in dieser Saison nicht mehr für den DSV spielen können, seine lange Zeit verschleppte Schambeinentzündung muss auskuriert werden, die bisherigen Therapieversuche führten nicht zum gewünschten Erfolg, die Pause ist daher unbedingt notwendig. Vor den Augen, des zum Zuschauen verdammten Kapitäns, starten seine Kollegen recht forsch in dieses Obersteirerderby. Nach einem Einwurf kommt der Ball im zweiten Anlauf zu Pagger, der zieht im Strafraum gleich ab, der Ball steigt aber hoch über das Tor. Nach neun Minuten gehen die Donawitzer in Führung. Im Mittelfeld rutscht der Liezener Gruber aus, dahinter schnappt sich Pagger den Ball in der eigenen Hälfte und marschiert nach vorne. Nur begleitet, aber nicht attackiert kommt er bis zum Strafraum, diesmal trifft er besser – neben der rechten Stange senkt sich der Ball zum 0:1 ins Netz.

Alles richtig gemacht, dennoch wird sich Matthias Pagger über seinen zweiten Saisontreffer (den ersten erzielte er beim 1:4 gegen Voitsberg) wieder nicht wirklich freuen können. Nicht einmal zwei Minuten später. Vollmann verliert in der Vorwärtsbewegung den Ball, dann geht es ganz schnell. Mit wenigen Ballberührungen wird Muleci auf der linken Seite angespielt, Heidinger kann die Flanke nicht verhindern, in der Mitte sind Maier und Briza zu weit weg vom Mann – auch Reinwald kommt nicht heraus – und schon steht es durch einen Kopfball von Knefz 1:1. In jeder Phase dieses Angriffes konnten sich die Liezener freilaufen, das Gegentor ist so natürlich nicht zu verhindern. Liezen kommt dann durch einen guten Freistoß von Blazevic einem zweiten Tor nahe, doch Reinwald ist in der Ecke und kann den Ball seitlich in den Corner befördern. In dieser Phase des Spieles ist keine der beiden Mannschaften wirklich effektiv. Ballverluste auf beiden Seiten ermöglichen Offensivaktionen, die aber vor dem Abschluss irgendwie gestoppt werden können.

Auch er machte (wenn auch aus einem Elfmeter) wieder sein Tor: Liezens Blazevic im Bild mit Markus Briza!

Für den DSV zieht vom Sechzehner Briza nach einem Pagger-Eckball ab (übers Tor), richtig gefährlich wird es in der 29. Minute. Nach einer Pagger-Flanke von links erreicht Vollmann den Ball an der ersten Stange, er schießt aus spitzem Winkel Tormann Bartosch an, bekommt die zweite Chance, dieser Versuch fällt aus kurzer Distanz dann zu schwach aus, Bartosch kann den Gegentreffer verhindern. Das war sie die größte Chance, um wieder in Führung zu gehen! Nach einem Schussversuch von Vollmann und einem schnell aber schlecht abgespielten Liezen-Freistoß (gute Distanz) scheint das Spiel unentschieden in die Pause zu gehen. Ein guter Angriff von Liezen geht noch, wie schon beim Ausgleich läuft der Ball wie am Schnürchen. Links zieht Muleci auf, er bekommt auch den Idealpass, Partl ist dabei um den Schritt zu langsam. Muleci stürmt in den Strafraum und bezwingt Reinwald zum zweiten Mal. Zum Verzweifeln. Außer dem Freistoß von Blazevic war jeder Liezen-Angriff ein Treffer, so ist es natürlich schwierig, zu punkten.

Zur Pause ersetzt Otti den weitgehend glücklosen Hanich, die erste Riesenchance findet Liezen vor. Freistoß von etwa 20 Meter Entfernung, Muleci tritt an und zirkelt den Ball über die Mauer ins rechte Eck. Vollmann hat die Gefahr aber irgendwie kommen gesehen, startet noch vor dem Schuss zurück ins eigene Tor und kann den Ball der exakt in seine Richtung fliegt (Reinwald wäre chancenlos gewesen) per Kopf über die Stange drehen. Superaktion von Vollmann, er hat das schnelle 1:3 verhindert! Danach passiert aber offensiv bei Liezen eigentlich lange nichts mehr, abgesehen von ungefährlichen Distanzschüssen, ist nun der DSV im Vorwärtsgang. Ein schön erlaufener Heidinger-Ball führt zu einer Flanke zur Mitte, Otti ist mit dem Kopf dran, der Ball geht aber über das Tor. Die Flanken in den Strafraum mehren sich, nach einer Briza-Flanke hätte es 2:2 stehen müssen. Der Ball kommt hoch zur Mitte, dieses eine Mal sind Rinner und Füzfa zentral völlig frei – der eine erreicht den Kopfball nicht, der andere kann das Leder aus zwei Metern Entfernung nicht über die Linie drücken – beide fahren daneben. Solche Chancen muss man einfach in Tore ummünzen, besser werden die Gelegenheiten einfach nicht.

Am Ende wurde es bitter: Liezen jubelt über einen 4:1-Sieg!

Nach einem Handspiel von Akande hat Vollmann die Freistoß-Chance. Aus etwa 23 Metern zirkelt er den Ball über die Mauer, aber auch knapp über das Tor – Bartosch hätte sich vergeblich gestreckt. Je länger das Spiel dauert und je mehr Chancen vergeben werden, umso müder werden die Donawitzer. Es passieren wieder verstärkt Zuordnungs- und Abspielfehler, Liezen hat es nun leichter auf der eigenen Anlage ihre Konter auszuführen. Nach einem Fehler beim Herausspielen gerät eine Flanke von rechts für den völlig freien Auer knapp zu hoch, der Ball landet neben dem Tor. Die Donawitzer haben noch zwei Mal die Chance auf den Ausgleich. Hofer setzt sich in der Mitte durch, spielt auf Vollmann, der abzieht – der Ball streift über das Tor. Und einmal noch darf Pagger abziehen, sein Schuss geht aber auch am Tor vorbei.

In der Schlussphase gehen die Donawitzer unter. Eine Muleci-Flanke von der linken Seite gerät zum Lattenschuss (Reinwald hätte sich überraschen lassen), kurz darauf fällt die Vorentscheidung. Akande setzt sich rechts mühelos durch, bringt die Flanke zur Mitte. Dort starten Füzfa und Blazevic gleichzeitig hin, der Ball wird abermals an die Latte abgelenkt. Von dort springt der Ball zu den beiden nun am Boden liegenden zurück, Füzfa verhindert dass Blazevic zum Ball gelangt, sein theatralisches Umfallen verfehlt seine Wirkung nicht – Schiedsrichter Paier gibt den Elfmeter. Blazevic verwandelt sicher, Liezen führt 3:1.

Nach einem Otti-Vorstoß in den Strafraum samt Schuss aus spitzem Winkel (der Ball landet letztlich im Torout), kommt es zum nächsten Elfer. Diesmal ist Heidinger der Übeltäter, er rutscht in den Ball, den sich Knefz schussbereit herrichten will. Ob er wirklich die Beine erwischt oder ob Knefz diese Einladung gerne annimmt ist letztlich egal, Dr. Paier entscheidet wieder auf Strafstoß. Diesmal trifft Knefz, das 4:1 bedeutet schließlich auch den Endstand.

Der DSV Leoben ist natürlich am Boden zerstört, mit der schon wieder hohen Niederlage hat man nicht gerechnet, vor allem war sie nicht zwingend notwendig. Die Leistung passt momentan aber einfach nicht über die volle Distanz. Zum Siegen braucht man vorne Tore (die werden auch bei guten Möglichkeiten nicht ausreichend erzielt) und das man nicht verliert, sollte man keine bekommen (das wiederum geht momentan zu einfach). Es wird am Dienstag (24.5., 19:00 Stadion Donawitz) schwierig zu verhindern, dass der dritten Niederlage in Serie nicht auch die vierte folgt. Gleisdorf spielt stark, der DSV nicht, obendrein fehlen vier Stammspieler. Die Mannschaft ist gefordert…

Alle Gute Peti! Der DSV muss auf seinen Kapitän bis Saisonende verzichten.

Links: Liezen, StFV, Ligaportal, Fanreport

Der DSV Leoben spielte mit: Reinwald, Füzfa (G), Rinner (G), Vollmann (82. Gruber), Heidinger (G), Hofer (G), Pagger (T, 73. Heinemann), Maier, Partl, Hanich (46. Otti), Briza. Ersatz: Nömayer, Asandului.

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