Abgebrühte Voitsberger fügen dem DSV Leoben eine empfindliche Heimniederlage zu!

Das war zu wenig: Der DSV Leoben (im Bild Gery Füzfa) verliert klar gegen Voitsberg!

Landesliga, 25. Runde, FR 13.05.16, 19:00 Stadion Donawitz, 180, DSV Leoben : ASK Voitsberg 1:4 (1:2). Torfolge: 0:1 Jelic (1.), 1:1 Pagger (12.), 1:2 Suppan (12.), 1:3 Starchl (68.), 1:4 Jelic (74.). Schiedsrichter Hofgartner, Schenke, Dambo.

Am Freitag dem 13. verliert der DSV Leoben sein erstes Heimspiel im Frühjahr. Und mit dem Ergebnis 1:4 auch recht deutlich. Voitsberg startet das Spiel mit 1:0, da Jelic bereits in der ersten Minute die erste Chance zur Führung nützt. Hoffnung keimt auf, als Matthias Pagger mit seinem ersten Saisontor aus einem Freistoß ausgleichen kann, doch noch in der selben Minute (!) knallt Suppan einen „Tausendguldenschuss“ zum 1:2 in die Maschen. Die Donawitzer versuchten alles, um über den Kampf und Einsatz ins Spiel zurückzufinden, doch Voitsberg erwies sich als abgeklärter, gut organisierter Gegner. Nach dem 1:3 durch Starchl vergibt Pagger die Riesenchance auf das 2:3, kurz darauf folgte mit dem 1:4 durch Jelic der endgültige Todesstoß. Selbst bei dem Zwischenstand gaben die Donawitzer nicht auf und kamen abermals durch Pagger zu einer „100-Prozentigen“, abermals scheiterte er aus kurzer Distanz. Der Sieg von Voitsberg, wenn gleich auch viel zu hoch ausgefallen, ist verdient, spielerisch gelang an diesem verregneten Abend einfach viel zu wenig, zu viele individuelle Fehler und Leerläufe machten einen Donawitzer Punktegewinn einfach nicht möglich. Nach der zweiten Niederlage in Folge rutscht der DSV auf den siebten Tabellenplatz zurück und ist in den nächsten beiden, schweren Spielen (Freitag in Liezen, Dienstag gegen Gleisdorf) gefordert!

Trotz seines Tores, der Pechvogel aus Donawitzer Sicht: Zwei Großchancen konnte er nicht nützen (Matthias Pagger)!

Die Donawitzer verschlafen den Auftakt und schon geht Voitsberg in Führung. Zu weit weg vom Mann kombiniert Voitsberg über Brauneis und Rieger, der schließlich den zentralen Idealpass auf Jelic anbringt. Ein Teil der Abwehr schiebt raus, ein anderer bleibt stehen (somit kein Abseits) und schon läuft Jelic auf Reinwald zu – beim Schuss ins lange Eck lässt er dem Tormann keine Chance. Nicht einmal eine Minute gespielt und schon laufen die Donawitzer einem Rückstand nach, schlechter kann ein Spiel gar nicht beginnen. Die Donawitzer kommen aber gleich in Strafraumnähe, eine gute Petkov-Flanke kann vor Vollmann in den Corner gerettet werden, Partl scheitert im Strafraum in einer 1:1 Situation (könnte die Hand dabei gewesen sein, aber zu wenig für einen Elfer) und eine knappe Abseitsentscheidung gegen Pagger bringen nichts ein.

Dann die elfte Minute. Brauneis legt Otti, aus ca. 25 Meter tritt Pagger zum Freistoß an. Der Ball steigt im hohen Bogen Richtung langes Eck, kein Spieler kann den Ball berühren und schon ist das Ding neben Hiebler zum 1:1 im Kasten. Alles wieder offen, könnte man meinen. Der Platzsprecher ist noch nicht einmal mit dem Durchsagen fertig, schon liegt Voitsberg neuerlich in Führung. Gezählte sieben Ballberührungen vom Anstoß weg, die letzte davon von Suppan, der mit rechts aus etwa 25 Metern einfach abzieht und schon landet der Ball über Reinwald hinweg im rechten Kreuzeck. Da kann man niemand einen Vorwurf machen, gegen so einen Schuss ist man einfach machtlos.

Für einen kurzen Augenblick schien sich das Blatt zu wenden: Im Bild der 1:1-Ausgleichtreffer!

Das Aufholen beginnt wieder von neuem, ein Freistoß an der Strafraumgrenze scheint die ideale Möglichkeit, diesmal scheitert aber Pagger. Gefährlich wird es plötzlich, als einmal ein weiter Pass (die meisten geraten zu lange) ankommt. Pagger auf Partl, der zieht zur Mitte und schießt. Hiebler ist aufmerksam und kann den flach, links angetragenen Schuss aus der Ecke holen und im Nachfassen vor Vollmann sichern. Eine weitere hohe Flanke, diesmal von Vollmann Richtung Füzfa kommt nicht perfekt, überdies wird der Ungar beim Hochgehen entscheidend behindert, er trifft dadurch den Ball auf Fünfer-Höhe nicht richtig. Trotz der redlichen Donawitzer Bemühungen bleibt Voitsberg in Summe bestimmend. Bestimmend deshalb, weil es Jelic, Brauneis & Co gelingt, das Tempo nach Lust und Laune zu erhöhen und drosseln. Schnelle Vorstöße mit Einmal-Berühren bringen den gewünschten Raumgewinn, bei einem Schuss von Jelic, der über links im Strafraum auftaucht, fehlt nicht viel. Der DSV Leoben wiederum kommt in Strafraumnähe zu guten Freistoßmöglichkeiten, die aber entweder in der Mauer landen (Petkov), durch einen misslungenen Trick oder durch Faustabwehr des Tormannes (Pagger) letztlich erfolglos bleiben.

Nach dem Seitenwechsel ändert sich nichts Wesentliches am Spiel. Die Donawitzer bleiben weiter im Vorwärtsgang, gleichen technische Mängel (Ballannahme auf schwierigem Boden, Abspielungenauigkeit) durch Einsatz beinahe aus und kommen zu Torszenen. Vollmann setzt sich auf der linken Seite gut durch, legt ab auf Partl, dessen Schussversuch im letzten Moment geblockt wird. In der 53. Minute setzt Rinner einen Kopfball (nach Pagger-Eckball) nur um wenige Zentimeter neben die linke Stange, kurz darauf versucht er es mit einem Distanzschuss (warum nicht auf dem nassen Boden!). Und genau in diese Phase hinein, in der zwar Voitsberg stets auf die Konterchance lauernd, aber letztlich von Maier und Rinner gut im Griff gebracht wurde, fällt das unnötige 1:3. Eine kurze Unentschlossenheit – Rinner hätte den Ball wegpfeffern können, Briza will per Kopf den Ball zu Reinwald zurück befördern, der aber zu weit entfernt steht. Das geht schief. Jelic lauert richtig auf diese Rückgabe, kann Reinwald den Ball mit viel Körpereinsatz irgendwie entreißen, Starchl hebt den nun freien Ball ins rechte Kreuzeck.

Auch sein tag war der Freitag, der 13. nicht unbedingt: martin Petkov!

Ganz bitter, die Niederlage scheint nun konkrete Formen anzunehmen. Und dennoch, es hätte noch einmal spannend werden können. Nicht so wegen eines Petkov-Kopfballes (70.), sondern viel mehr wegen der folgenden Pagger-Gelegenheit: Hanich erkämpft sich rechts einen Ball, spielt auf Otti, der wiederum an Abwehr und Petkov vorbei den idealen Wechselpass anbringt. Dahinter startet Pagger im richtigen Moment und taucht völlig alleine vor dem Tormann auf. Nun, der Schuss verfehlt links das Ziel, die Riesenchance somit vertan. Es kommt noch schlimmer. Ein schneller Konter, plötzlich sprintet auf der linken Seite ein Voitsberger die Linie entlang, in der Mitte lauert Jelic auf den Pass, der auch perfekt kommt. Gegen die Laufrichtung erhöht er auf 4:1 für seine Mannschaft, die Donawitzer sind am Boden.

Bis zum Schlusspfiff vergibt Pagger eine weiter Großchance – sein Kopfball (Otti-Flanke) aus kürzester Distanz steigt über das Tor, auch ein weiterer Kopfball, diesmal von Hanich, landet nicht dort, wo er hin sollte. Es bleibt dabei, Voitsberg siegt unerwartet klar in Donawitz – diesmal wollte es einfach nicht sein. Nicht alles war schlecht, doch die Summe der kleineren und größeren Fehler war gegen abgebrühte Voitsberger einfach zu hoch, so kann man nicht punkten. Nächste Woche geht es zum nächsten, starken Gegner – am FR 20.05. fahren die Donawitzer nach Liezen!

Abhaken, nach vorne blicken!

Links: StFV, Voitsberg, Ligaportal, Fanreport

Der DSV Leoben spielte mit: Reinwald, Füzfa, Rinner, Vollmann (63. Hanich), Otti, Heidinger (80. Leodolter), Pagger (T), Maier, Partl, Petkov, Briza. Ersatz: Nömayer, Horvat, Gruber.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Auracher
steinkellner logo
Skamander
Skamander
ASKÖ
Beyer_logo
Brandls Bauernladen
Buchis GmbH
Buchis GmbH
pachner
erlebnisleoben
climacraft
eisen_neumueller
hornbach
kelag
OOEVLogo
opel_fior
auto-pichler-Logo
sefra
sekotil_logo_oben
steiermaerkische-sparkasse
stiwog
svsschuster
Swietelsky_logo
trachten kalander
WILKE

Facebook