3:2-Heimsieg gegen Zeltweg: Zwei Tore in den Schlussminuten drehen das Derby!

Genauso: Der DSV Leoben dreht das Derby gegen den FC Zeltweg und siegt noch mit 3:2 – im Bild Otti, Torschütze zum 1:1!

Landesliga, 21. Runde, FR 15.04.16, 19:00 Stadion Donawitz, 320. DSV Leoben – FC Zeltweg 3:2 (1:1). Torfolge: 0:1 Fischer (6.), 1:1 Otti (30.), 1:2 Fischer (67.), 2:2 Partl (89.), 3:2 Hofer (92.). Schiedsrichterteam: Brunner, Mag. Schenke, Dienstleder.

So stellt man sich ein Derby vor: Harte, nie unfaire, Zweikämpfe, viele Torchancen auf beiden Seiten, Rückschläge und eine erfolgreiche Aufholjagd mit zwei Toren in den Schlussminuten, die noch mit dem Sieg belohnt wird! Es war wieder einmal nichts für schwache Nerven, was Auffingers Jungs den 320 Zusehern boten, aber was zählt ist, dass sich nach dem Schlusspfiff die Donawitzer in den Armen lagen! Zeltweg erweist sich als der erwartet schwere Gegner, der durch einen Fehler früh in Führung geht: Geschenke an Fischer werden angenommen, der Zeltweg-Bomber eröffnet bereits nach sechs Minuten den Torreigen! Mitte der ersten Hälfte erfängt sich unsere Mannschaft, bekommt die generischen Angreifer besser in den Griff und kommt selbst zu Torchancen. Nach einem Petkov-Freistoß, den Tormann Pripfl nicht bändigen kann, ist Otti zur Stelle und schiebt den Ball zum 1:1 über die Linie. Nach der Pause ist es wieder Fischer, der nach einem Eckball sträflich alleine zum Kopfball gelangen kann, wieder bringt er seine Mannschaft in Führung. Dann das Finish. Leoben wirft alles nach vorne, will unbedingt das Glück erzwingen und wird belohnt: Partl wird zentral angespielt, am Tormann vorbei gleicht er in der 89. Minute zum 2:2 aus! Das war es aber noch nicht – Heinemann bringt einen hohen Ball zur Mitte, Hofer hebt ab und über Pripfl hinweg passt der Kopfball ins Eck. Die Donawitzer siegen in letzter Sekunde gegen Zeltweger, die letztlich doch noch mit leeren Händen heimfahren müssen. So schön oder schrecklich – je nach Vereinsfarben – kann Fußball sein!

So muss ein Derby sein: Harte, aber faire Duelle!

In der Anfangsphase gelingt den Donawitzern gar nichts. Der Ball kann in den eigenen Reihen nicht gehalten werden, Zweikämpfe gehen verloren oder entstehen erst gar nicht (zu weit weg vom Gegner), dazu passieren teils grobe Schnitzer. Das erste Mal richtig gefährlich wird es, als im Mittelfeld der Ball in der Vorwärtsbewegung verloren wird, der hohe Ball auf Fischer kommt gut an, doch der weit vor dem Tor stehende Reinwald kann den unplatzierten Heber-Versuch herunterpflücken. Nur eine Minute später fällt ein Heidinger-Querpass vor dem eigenen Strafraum zu schwach aus. Ein Goalgetter wie Fischer lauert  natürlich auf so etwas, er schnappt sich den Ball, zieht an Rinner und Maier vorbei und hämmert den Ball zum 0:1 unter die Latte. Auch die dritte Großchance gehört Zeltweg. Ein weiter Pass, den Rinner eigentlich schon sicher am Bein hat – Klicnik setzt nach, luchst dem Innenverteidiger den Ball ab und der Weg zum Tor ist frei. Klicniks Schuss geht zum Glück knapp links am Tor vorbei, nach 18 Minuten hätte bei konsequenter Chancenauswertung die Geschichte für Zeltweg schon erledigt sein können.

Nun endlich wachen die Donawitzer auf, Vollmann spielt den Wechselpass auf Partl, der kurz auf Petkov ablegt – den Schuss des Kapitäns kann Pripfl über die Querlatte drehen. Kurz darauf setzt sich Partl auf der rechten Seite durch, den guten Stanglpass erreicht Vollmann nur knapp nicht. Es folgen zwei Freistöße von Petkov und Pagger aus guten Positionen, die nicht zum Erfolg führen, beim dritten Versuch klappt es aber. Wieder zirkelt Petkov den Ball aufs Tor, Pripfl holt den Aufsitzer zwar aus der Ecke, doch kann er den Ball nur vor das Tor abwehren – Otti setzt am Schnellsten nach und schießt das Leder aus kurzer Distanz zum 1:1 über die Linie. Bis zur Pause haben beide Teams durch gefährliche Weitschüsse noch die Möglichkeit in Führung zu gehen, aber sowohl Früstük für Zeltweg als auch Vollmann für den DSV scheiten knapp.

Nach der Pause setzt sich Pagger auf seiner linken Seite durch, seinen Pass vors Tor erreicht Otti knapp nicht. Danach versucht es der aufgerückte Heidinger mit einem Schuss im Strafraum (trifft den Ball nicht richtig), er scheitert aber ebenso wie Petkov mit einem Fernschuss. Der DSV ist nun aggressiver mit mehr Spielanteilen, das Mittelfeld wird nun schneller überwunden und dennoch – Zeltweg ist im Konter brandgefährlich. Zmugg wird vom eingewechselten Schlager mit einem hohen Pass ideal angespielt, wieder kann sich Reinwald mit einer tollen Parade auszeichnen, irgendwie lenkt er den Ball in den Corner. Und genau nach diesem Eckball geht Zeltweg neuerlich in Führung. Marc Klicnik zirkelt den Ball zur Mitte, Fischer steigt hoch und köpfelt den Ball zum 1:2 in die Maschen – den Mann, der nun bei 16 Toren hält, darf man im Strafraum einfach nicht so alleine lassen.

Endlich, kurz vor Spielende gelingt Partl der erlösende Ausgleich zum 2:2!

Die Aufholjagd beginnt von vorne. Trainer Auffinger stellt um, bringt Hanich für Füzfa, dann noch Heinemann für Heidinger riskiert natürlich, um das Spiel zu Drehen. Es ist aber vorerst Zeltweg, das durch Marc Klicnik zur Riesenchance gelangt. Nach einem Einwurf gelangt der Ball zu ihm, aus der Drehung schießt er nur knapp rechts am Tor vorbei. In der Schlussphase wirft der DSV alles nach vorne, Zeltweg kann die Bälle nur mehr hoch wegschlagen, doch der entscheidende, öffnende Pass will (vorläufig) nicht gelingen. Schüsse von Petkov und Hofer (Fallrückzieher) bringen nichts ein, im Konter vergeben Fischer und Klicnik die Matchbälle. In der 89. Minute ist es aber doch so weit. Der Ball läuft über mehrere Stationen, Otti spielt den entscheidenden Pass für Partl, der aufs Tor zieht und an Pripfl vorbei den 2:2- Ausgleichtreffer erzielt. Jetzt will es der DSV wissen. Zeltweg stehend k.o., lässt in der Nachspielzeit den Freistoß in Strafraumnähe zu. Pagger zirkelt zur Mitte, Pripfl faustet zwar weg, doch der Ball wird von Heinemann zurück in den Strafraum befördert. Dort steht Hofer goldrichtig und von seinem Kopf geht der Ball über den Tormann hinweg zum 3:2 ins Tor.

Unglaublich diese Schlussphase, in der der DSV Leoben das Spiel komplett dreht und doch noch als Sieger am Platz steht. Zeltweg hat über weite Strecken alles richtig gemacht, das wird sie aber nach dem Endergebnis nicht trösten. So fair muss man sein, obwohl die Donawitzer Moral bewiesen haben und sich gegen Ende des Spieles noch steigern konnten – da war schon auch Glück dabei. Wir freuen uns trotzdem, nehmen das gerne auch so mit, der DSV bleibt im Frühjahr weiter ungeschlagen und hat nach dem zweiten Sieg in Serie jetzt schon 30 Punkte am Konto. Gratulation an die Mannschaft, der es gelungen ist, sich nach schwachem Auftakt  zu steigern und im entscheidenden Moment zuzuschlagen! Nächste Woche geht es nach Heiligenkreuz am Waasen, Spielbeginn am Samstag, 23.04. ist 18:00 Uhr!

3:2 – zur Freude des Trainers köpfelt Hofer den DSV zum Sieg!

Links: StFV, ligaportal, fanreport, Zeltweg

Der DSV Leoben spielte mit: Reinwald, Füzfa (68. Hanich, G), Rinner, Vollmann, Otti (T,G), Heidinger (72. Heinemann), Hofer (T), Pagger, Maier, Partl (T), Petkov. Ersatz: Nömayer, Horvat, Pachner R.

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