Sieg in letzter Sekunde verschenkt: Der DSV Leoben erreicht gegen zehn Angerer nur ein 2:2 (1:1)!

Eine Krampf und Kampfpartie: Am Ende ist es nur ein 2:2- gegen den SV Anger (im Bild Hofer)!

Landesliga, 18. Runde, FR 25.03.16, 18:30 Stadion Donawitz, 220. DSV Leoben – SV Anger 2:2 (1:1). Torfolge: 0:1 Pinnitsch (8.), 1:1 Petkov (45.), 2:1 Rinner (76.), 2:2 Pinnitsch (94.). Schiedsrichterteam: Müller, Schuiki, Rauch.

Mit dem 2:2-Ausgleich in der 94. Minute durch Doppeltorschützen Pinnitsch nimmt Anger dem DSV Leoben in allerletzter Sekunde noch zwei Punkte weg. Und das durchaus nicht unverdient. Obwohl die Donawitzer einen frühen Rückstand durch einen Petkov- Treffer unmittelbar vor der Pause und einem Rinner-Kopfball drehen konnten, war in diesem Spiel in weiten Phasen einfach der Wurm drin. Die Gäste waren entschlossener in den Zweikämpfen, der Spielaufbau wurde immer wieder früh unterbunden, Verunsicherung breitete sich bei unseren Spieler aus. Anger steckte in Unterzahl (Magdic wurde bereits nach 20 Minuten mit Gelbrot vom Platz geschickt) nicht auf und drückte in den Schlussminuten gehörig auf den Ausgleich. Minutenlang brachten die Donawitzer den Ball nicht kontrolliert aus dem Gefahrenbereich und schließlich passierte der bittere Gegentreffer. Kein sehr schönes Spiel ist zu Ende: Viel Kampf und noch mehr Krampf aber kein Sieger!

Zumeist zugedeckt: Nach hinten ganz gut gearbeitet, vorne aber harmlos – Michal Hanich!

Von Beginn weg laufen die Donawitzer Ball und Gegner hinterher. Ein Fehlpass hier, ein verlorener Zweikampf da, macht es den Hausherren nicht leicht ins Spiel zu finden. Anger kommt durch die aggressive Spielweise zu ersten (nicht wirklich gefährlichen) Halbchancen, Reinwald kann vorerst klären. Nach sechs Minuten drängt Pinnitsch bei einem Kampf um den Ball Bernhard Rinner über die Seitenoutlinie, durch den rutschigen Boden landet er unsanft auf dem Beton unter der Wechselbank und schlägt sich dabei ein Cut, sodass er fortan mit einem Turban spielen musste. Nur zwei Minuten später der Angerer Führungstreffer. Es wird versucht den Ball hoch heraus zu bringen, dieses Vorhaben scheitert aber bereits vor der Mittellinie, und dann geht es schnell. Magdic setzt sich gegen Rinner und Füzfa durch, spielt nach rechts an Maier vorbei zu Pinnitsch, der nun unbedrängt in den Strafraum eindringen kann und zum 0:1 ins lange Eck trifft. Schöner Spielzug, das Tor ist aber die Folge von mehreren Kleinigkeiten, die in Summe kein gutes Bild der Donawitzer ergeben. Erstmals in Tornähe kommen die Donawitzer nach zehn Minuten. Eine Flanke von Briza von der linken Seite lässt Petkov für Hanich durch, doch Jus ist am Fünfer schneller am Ball und kann gerade noch vor dem Tschechen klären. Mehr vom Spiel haben aber weiterhin die Spieler von Anger. Schüsse von Kainer, Da Silva und Jus landen aber neben dem Tor oder sind für Reinwald kein Problem.

Schlaues Agieren sieht anders aus: Magdic wird mit Gelbrot ausgeschlossen!

Ab der 20. Minute ändert sich das Bild. Martin Magdic beschwert sich beim Schiedsrichter über irgendeine Lappalie, lässt sich nicht beruhigen und sieht zuerst Gelb, dann noch einmal Gelb und dann eben Rot – Alles in einer Szene… Den Donawitzern kann es nur recht sein, gegen zehn Angerer, die ihre Spielweise nun defensiver ausrichten, fällt vieles leichter. Nach einem Eckball durch Pagger kommt Hofer knapp nicht zum Ball, zwei Mal kann Petkov im Strafraum am Abschluss erfolgreich gehindert werden und auch Hanich schießt aus kurzer Distanz einen Gegner an. Obwohl nun die Donawitzer präsenter sind bleibt Anger im Konter gefährlich. Ein Pinnitsch-Schuss wird geblockt, ein Kopfball von Atangana landet bei Reinwald und Rinner verhindert mit einer Grätsche einen Schuss von Kainer. Dennoch, der Druck unserer Mannschaft erhöht sich gegen Ende der ersten Spielhälfte. Während ein Pagger-Freistoß deutlich übers Tor streift, fehlt bei einer Briza -Flanke nicht mehr viel – ein Heinemann- Kopfball fällt dabei leider zu zentral aus. In der 45. Minute ist es endlich soweit, die Bemühungen werden belohnt. Diesmal steht Anger zu weit vom Gegner, Füzfa bringt den Ball zur Mitte, ein Hanich- Kopfball kann von Schögl nur zur Seite abgewehrt werden. Hanich ist wieder zur Stelle und bringt den Ball hoch zur zweiten Stange, von dort drückt Petkov den Ball zum 1:1- Ausgleich über die Linie. Mit dem hartumkämpften Ausgleich geht es in die Pause.

Vor allem über seine linke Seite lief das Donawitzer Angriffspiel nach der Pause – im Bild Matthias Pagger!

Neu motiviert starten die Donawitzer zum Angriff: Den ersten gefährlichen Stanglpass von Pagger kann von keinem Mitspieler erreicht werden. Nach einem Schuss auf der anderen Seite durch Kreimer, der knapp am Tor vorbei streift, kann sich Hanich im Strafraum lösen, sein Schuss aus guter Position geht aber deutlich übers Tor. nach einem Hofer-Schuss von der Strafraumgrenze (rechts am Tor vorbei), darf in Donawitz erstmals in diesem jahr über eine Führung gejubelt werden. Nach einem Pagger- Eckball ist Rinner per Kopf zur Stelle, mit seinem Turban erzielt er das schöne 2:1 für seine Mannschaft. Wer nun nach 76 Minuten dachte, jetzt ist der Sack zu, die Donawitzer werden gegen zehn, durch diesen zweiten Gegentreffer geknickte, Angerer nichts anbrennen lassen, der irrte. Jetzt schalteten die Donawitzer auf Sicherung und Ball Halten, nach vorne passiert nichts mehr. Und das rächt sich. Anger dückt nun vehement, kann sich gegen nun nervöse Donawitzer in Strafraumnähe immer wieder festsetzen, erzwingt viele Standards. Ein einfacher Einwurf führt zum späten Ausgleich. Der Ball wird wieder nicht weggebracht, über die Ferse von Atangana kommt der Ball zur Mitte zu Pinnitsch, der seinen zweiten Treffer in der 94. Minute bejubeln darf. Unglaublich, wie das so spät passieren konnte, aber das kommt dann einfach, wenn man die Ordnung völlig verliert. Schwach begonnen, dann doch das Spiel gedreht um dann das Spiel wieder schwach zu beenden – das Unentschieden geht in Ordnung!

Der schöne Führungstreffer vom Turban-Mann: Bernhard Rinner beim 2:1!

Nächste Woche spielt der DSV Leoben erstmals auswärts in diesem Jahr. Im Derby in Schirmitz geht es am Sonntag, 3.4., ab 10:30 Uhr gegen die KSV Amateure!

Links: StFV, Anger, Ligaportal, ticker.ligaportal (Videosequenzen), Fanreport

Die Donawitzer spielten mit: Reinwald, Füzfa, Rinner (T), Otti (64. Gruber, G), Heinemann (74. Partl), Hofer, Pagger, Maier, Hanich (85. Heidinger), Petkov (T, 5. Gelbe Karte – daher in Kapfenberg gesperrt!)Briza (G). Ersatz: Nömayer, Görgl.

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