15 15/16: Niederlage im letzten Spiel des Jahres: Gnas siegt in Donawitz mit 2:0 (0:0)!

Vor dem Spiel gab es im Donawitzer Stadion die Trauerminute für den verstorbenen Harry Rauch!

Landesliga, 15. Runde, SA 31.10.15, 16:00 Stadion Donawitz, 280. DSV Leoben – SV Gnas 0:2 (0:0). Torfolge: 0:1 Strohmaier (54.), 0:2 Wohlmuth (84.). Schiedsrichterteam: Rieberer, Feldbaumer, Ehgartner.

Als Lieblingsgegner kann man den SV Gnas nicht bezeichnen. Auch im fünften Versuch ist es nicht gelungen die Mannschaft von Trainer Kovacevic zu schlagen, selbst ein Unentschieden blieb unserer Mannschaft zum Jahresabschluss verwehrt. Vor der Pause sahen die Zuseher ein ebenbürtiges Spiel auf ganz gutem Niveau, dem einzig die hochkarätigen Torchancen fehlten. Die einzige, dafür aber auch die zwingendste Torchance (des gesamten Spieles), findet der DSV nach 36 Minuten vor: Nach Flanke von Hanich setzt Partl den Kopfball aus kurzer Distanz knapp neben das Tor, das Spiel hätte ganz anders verlaufen können… Nach der Pause nützt der Ex-Donawitzer Strohmaier eine Verunsicherung in der Leobener Abwehr zum 0:1 für seine Gnaser, danach wurde es richtig schwierig. Die Donawitzer waren einfach nicht in der Lage, Gnas zu Fehlern zu zwingen. Abgesehen von einer Hanich-Möglichkeit, einem Angriff von Petkov (er versucht aus kurzer Distanz den Stanglpass, anstatt zu Schießen) und einem Otti-Schuss, sehen die Zuseher die besseren Chancen auf der anderen Seite. Einen dieser Konter nützt Wohlmuth zur Entscheidung, in der 84. Minute, mit dem 0:2 ist die Sache erledigt. Der DSV verliert in dieser Saison bereits zum dritten Mal auf eigener Anlage und rutscht wieder etwas zurück, für Gnas ist der 2:0-Sieg bereits das elfte ungeschlagen Spiel hintereinander, eine tolle Serie, die mit dem zweiten Tabellenplatz zur Winterpause belohnt wird.

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Gnas verfügt über eine gute Mannschaft, unsere Abwehr hatte viel zu tun – im Bild Rinner, Füzfa, Hofer und Maier!

Es entwickelt sich von Beginn weg ein offenes Spiel, bei dem beide Teams das Hauptaugenmerk auf die gesicherte Abwehr legen. Bis zum Sechzehner läuft der Ball, auch über mehrere Stationen, recht ansehnlich, spätestens dort ist aber irgendein Verteidiger, der richtige Chancen verhindert. Für Gnas ist Klenner der auffälligste Flankenbringer, auf der anderen Seite versuchen sich mehrmals Heinemann von links und Hofer von rechts – außer einem Otti-Schuss über das Tor entsteht nichts, was die jeweilige Abwehr nicht klären kann. Erstmals gefährlich wird es nach einer Hereingabe von Hofer nach 21 Minuten, Otti steigt zum Kopfball und bringt den Ball Richtung Lattenkreuz, Tormann Roth steht aber in dieser Ecke und kann den Ball entscheidend ablenken.

Kurz darauf geht Briza mit nach vorne, seine Hereingabe ist gut, Petkov – etwas von Schadler bedrängt – verzieht aus dem Rückraum aber deutlich. Auch Hanich kann sich (nach schönem Petkov-Lochpass) auf der linken Seite an zwei Gnasern vorbeischwindeln, seine Flanke zur Mitte ist etwas zu hoch, aus kurzer Distanz geht der Ball  an Petkov vorbei neben das Tor. Es folgen darauf noch weitere Vorstöße, zumeist über die linke Seite, die zu Standardsituationen (zwei Mal Petkov- Freistoß) führen, letztlich muss aber Tormann Roth nie eingreifen. Die Donawitzer sind in dieser Phase des Spieles tonangebend, das heißt aber nicht, dass Gnas nicht jeden kleinen Fehler zu gefährlichen Gegenangriffen nützt. Einmal ist Strohmaier nach einem Lochpass in Position – Maier rutscht hinein und kann den Stürmer im letzten Moment vom Ball trennen. Riskant, aber erfolgreich.

Im Gegenzug die zwingendste DSV- Torchance: Wieder setzt sich Michal Hanich an der linken Seite durch, diesmal verlädt er Schadler und an der Linie auch noch Klenner, diesmal ist die Flanke perfekt, Partl taucht zwischen Haas und Halbedl völlig frei am Fünfer auf, steigt hoch –  bringt aber diese Topchance im Tor nicht unter! Schade, es wäre der perfekte Zeitpunkt für die Führung gewesen, knapp vor der Halbzeit als Höhepunkt einer starken Phase. Mit einer Führung im Rücken hätte man sich noch verstärkter um Abwehraufgaben kümmern können, Gnas wäre selbst gezwungen gewesen etwas mehr aufzumachen – wie gesagt, einfach nur schade. So aber geht es mit 0:0 in die Pause, weil auch Gnas die erste richtig gefährliche Chance unmittelbar vor dem Abpfiff vergibt. Nach einem Eckball steigen nur zwei Gnaser Richtung Ball, Strohmaier erreicht den Kopfball und setzt ihn neben die Stange. Erstmals fehlte im Strafraum die Zuordnung, ohne Konsequenzen geht es in die Pause.

In der zweiten Spielhälfte ist noch nicht viel geschehen (Füzfa sieht die vierte Gelbe Karte, beide Tormänner können problemlos zu unpräzise hohe Bälle „runterklauben“), dann passiert es. Ein unentschlossener Augenblick, sowohl Rinner als auch Maier brauchen den Moment zu lange um die Situation einzuordnen und zu entschärfen. Strohmaier nützt nach einem Doppelpass diese Gelegenheit, zieht von der rechten Seite in den Strafraum und zieht gleich ab. An Reinwald vorbei landet der Ball zum 0:1 im langen Eck. Der DSV zeigt sich von dem Gegentreffer doch mehr beeindruckt, als man sich erhoffte. Während Gnas nun, unterstützt von einer größeren Fanabordnung, selbstbewusster agiert, ist es beim DSV genau umgekehrt. Missverständnisse führen zu internen Wortduellen, Gnas ist nun drauf und dran mit einem zweiten Tor den Sack zuzumachen: Ein Schuss von Halbedl im Strafraum geht knapp vorbei, nachdem Partl zuvor auf der Linie retten konnte, bei einem weiteren Schuss kann Reinwald erst im Nachfassen die Situation klären.

Trainer Auffinger reagiert mit einem Doppeltausch, für Heinemann und Partl bringt er Pagger und Görgl, die Donawitzer kämpfen sich wieder zurück ins Spiel. Die Flanken von den Seiten werden zwar wieder häufiger, die Genauigkeit dabei ist aber weitgehend unbefriedigend. Gefährlich wird es erst wieder bei einem Briza-Eckball, den Rinner auf das Tor köpfelt, der Ball landet vor Hanichs Beinen, der aus kurzer Distanz den Ball aber nicht über die Linie bringt – nach kurzem Gestocher löst sich die gute Chance in einem weiten Abschlag auf. Auf der anderen Seite verschätzt sich Rinner bei einem Luftduell, Maier kann als letzter Mann sehenswert Strohmaier den Ball von den Beinen holen.

Der DSV wirft nun sämtliche Spieler mit Offensivpotential nach vorne, Hofer zieht von der rechten Seite in den Strafraum, den Pass zur Mitte übernimmt Otti, sein Schuss geht links am Tor vorbei, „leider“ nicht weit genug, denn sonst wäre Pagger da gestanden, um den Ball noch entscheidend ablenken zu können. Wieder auf der Gegenseite vergibt Kniewallner den Matchball, nach einer Hereingabe zur Mitte, schießt er Maier an, statt Tor gibt es Eckball. Die letzte Donawitzer Großchance, um aus dem Spiel doch noch einen Punkt mitzunehmen, entsteht in der 82. Minute. Michal Hanich wird im Strafraum perfekt angespielt, anstatt zu Schießen, passt er zu Petkov, der aber rechts am Fünfer auch nicht schießen will. Petkov versucht noch einmal den Querpass, diesen unterbindet Roth, wieder ist eine tolle Chance (fast leichtfertig) dahin.

Zwei Minuten später ist das Spiel dann endgültig entschieden. Wie schon beim 0:1 entsteht der Treffer von der rechten Seite auf Strafraumhöhe, diesmal bezwingt Wohlmuth mit einem Schuss ins lange Eck Tormann Reinwald. Mit aller Routine spielt Gnas den Vorsprung über die Zeit und siegt in Donawitz mit 2:0. Gratulation an Gnas, der Sieg geht in Ordnung und führt punktegleich mit Herbstmeister Lankowitz zum zweiten Tabellenplatz. Aus Donawitzer Sicht ist das Ergebnis sicherlich ärgerlich. In einem Spiel mit wenigen Topchancen entscheidet nun einmal die Effektivität und die war deutlich auf Seiten des Gegners. Chancen waren da, das ist die gute Nachricht, verwertet wurden diese aber leider nicht, daher darf einen die bereits dritte Heimniederlage nicht verwundern.

Der DSV überwintert mit 22 Punkten an siebenter Position (oder achter, hängt vom Nachtragsspiel am Dienstag ab). Sicherlich kein schlechter Herbst, nach dem großen Umbruch im Sommer werden Pessimisten, die an einen Abstiegskampf dachten, überrascht und zufrieden sein, andere, die der  Mannschaft Potential für einen Spitzenplatz zutrauten, werden etwas enttäuscht über einige verlorene Punkte sein. Positiv ist eindeutig das Auftreten in fremden Stadien und Fußballplätzen zu beurteilen: Zweiter der gesamten Liga mit insgesamt vier Auswärtssiegen ist beachtlich, zu Hause allerdings tat man sich mit der Aufgabe, ein Spiel zu machen, doch schwerer als erwartet. Nur zwei Siege, aber drei Niederlagen sind da doch sehr dürftig! Man wird sehen, was sich personell in der langen Winterpause tut, ob und welche Verstärkungen es gibt und wer den DSV verlassen wird. Dann erst kann man sich mit Prognosen, in welche Richtung es im Frühjahr geht, realistischer auseinander setzen.

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Die Topchance: Markus Partl vergibt knapp!

Links: StFV, Gnas, Fanreport, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Reinwald, Füzfa (G, 75. Heidinger), Rinner, Otti (G), Heinemann (64. Görgl), Hofer, Maier, Partl (64. Pagger), Hanich, Petkov, Briza. Ersatz: Nömayer, Horvat.

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