07 15/16: Serie gerissen: Der DSV Leoben muss sich zu Hause Heiligenkreuz mit 1:2 (1:1) geschlagen geben!

Schade, da ist es passiert – nach fünf ungeschlagenen Spielen die erste (Heim-) Niederlage! Weder hinten noch vorne konnte der DSV gegen Heiligenkreuz überzeugen: Gergely Füzfa (Bild) hätte dennoch dieses Spiel noch retten können, kurz vor Spielende vergibt er die Riesenausgleichchance!

Landesliga, 7. Runde, FR 04.09.15, 18:30, Stadion Donawitz, 280. DSV Leoben – TUS Heiligenkreuz 1:2 (1:1). Torfolge: 1:0 Briza (2.), 1:1 Purisic (20.), 1:2 Weigelt (61.). Schiedsrichterteam: Mag. Haiger, Fluch, Walcher.

Nach fünf Spielen ohne Niederlage ist es gegen Heiligenkreuz also passiert. Auch wenn man zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen (vor dem Ausgleichtreffer steht Purisic ganz klar im Abseits!) als eine Begründung heranziehen kann: Das war einfach zu wenig gegen gut verteidigende, ballsichere und zweikampfstarke Heiligenkreuzer. Obwohl der DSV Leoben durch Markus Briza bereits nach zwei Minuten in Führung geht, ist das Donawitzer Spiel von unnötiger Hektik, Unruhe und daraus resultierenden Fehlpässen im Aufbau bestimmt. Es werden vorne kaum Chancen heraus gespielt, auch hinten passieren Schnitzer. Der Ausgleichtreffer lag daher, obwohl er, wie erwähnt, nicht zählen hätte dürfen, in der Luft und war nicht unverdient. Nach der Pause gelingt dem eingewechselten Weigelt mit einem platzierten Flachschuss der 2:1- Führungstreffer, das Donawitzer Spiel danach wird noch zerfahrener und unansehnlicher. Erst in der Schlussphase besinnen sich unsere Jungs auf ihre Qualitäten und geben noch einmal Vollgas. Da Heiligenkreuz Konterchancen zur endgültigen Entscheidung auslässt, bleibt es bis zum Schlusspfiff spannend: Die letzte Möglichkeit vergibt Heidinger, es bleibt beim 1:2 und der ersten Heimniederlage in dieser Saison!

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Heute ging nichts von selbst, Heiligenkreuz machte es unserer mannschaft (im Bild Heinemann) nicht einfach!

Das Spiel hat eben erst begonnen und da jubeln schon die Donawitzer Fans. Nach einem Foul an Hanich bringt Petkov den Freistoßball zur Mitte. Otti steigt hoch und setzt den Kopfball so platziert, dass Tormann Troschl den Ball nur zur Seite abwehren kann. Dort lauert Markus Briza, der aus spitzem Winkel den Ball zum 1:0 in die Maschen befördert. Gerade einmal zwei Minuten gespielt und der DSV Leoben führt, das schien nach den Erfolgen der letzten Zeit wieder in die richtige Richtung zu laufen. Tat es aber nicht. Anstatt mit der Führung im Rücken geordnet und zielstrebig nach vorne zu spielen, unterlaufen zahlreiche unnötige Fehler. Die Stürmer sind bei der Heiligenkreuzer Abwehr gut aufgehoben, Zuspiele funktionieren nur selten, Annahme- und Stoppfehler tun ihr Übriges. Auch in der Defensive läuft nicht alles rund. Auch dort können die gegnerischen Angreifer, vor allem Mohsenzada und Darko fast nach Belieben schalten und walten: Erstmals gefährlich wird es, als Purisic  nach einer Flanke von der rechten Seite völlig frei zum Kopfball kommt und den Ball nur knapp neben die linke Stange setzt.

Nach zwei weiteren hohen Flanken (nach Eckbällen), die unsere Abwehr mit vereinten Kräften herausbefördern kann, verlagert sich das Geschehen endlich wieder in den anderen Strafraum. Ecke Pagger, der Ball wird kurz herausgeköpfelt, dort lauert Petkov mit der Schussmöglichkeit (trifft den Ball nicht richtig), Füzfa spielt zur Mitte und dort hindert Medved, mit einem Bodycheck in den Rücken, Briza an der Ballannahme. Gerade ein Schiedsrichter, der jedes kleine Vergehen pfeift und insgesamt 10 Gelbe Karten austeilt, hätte auch dieses Vergehen ahnden können. Nach 20 Minuten die nächste umstrittene Entscheidung. Ein hoher Ball von Heiligenkreuz nach vorne – Mohsenzada entscheidet das Kopfballduell gegen Maier für sich – der Ball geht weiter zu Purisic, der sich aber bei diesem Kopfballduell bereits klar in Abseitsposition befindet. Die Dame an der Linie sieht das wohl als Einzige im Stadion anders, lässt die Fahne unten, Purisic freut sich und hebt den Ball über Reinwald zum 1:1 ins Tor. Sicherlich, Heiligenkreuz spielt gut, das Tor fällt nicht aus purem Zufall, dennoch so eine Fehlentscheidung ist einfach nur entbehrlich.

Während Heiligenkreuz gefährlich bleibt – sowohl mit hohen Bällen, aber auch mit flüssigem Kombinationsspiel – tun sich die Donawitzer einfach schwer an diesem Abend. Es bedarf Standardsituationen, um den Ball in den Gefahrenbereich zu bekommen. Nach einem Freistoß durch Pagger geht Briza zum Kopfball, diesmal scheitert er knapp am langen Eck. Vor der Pause vergeben Hofer und Jevsenak für Heiligenkreuz eine Schuss- und eine Kopfballmöglichkeit, im anderen Strafraum können sich Otti und Hanich nicht zum Schuss entschließen (Klein-klein im Strafraum bis der Ball weg ist – da fehlte zwei Mal die nötige Entschlossenheit zum Abschluss), es bleibt vorerst beim Unentschieden.

Nach dem Wechsel wird Pagger, der schon vor der Pause ordentlich rangenommen wurde, zwei Mal gelegt (dafür gibt es auch zwei Mal Gelb für Heiligenkreuzer Spieler), einen Freistoß zirkelt Petkov rechts Richtung Kreuzeck, doch Troschl ist in der Ecke und kann abwehren. Dann beweist Heiligenkreuz-Trainer Vidovic sein Goldhändchen. Doppeltausch nach 55 Minuten und einer der beiden Neuen, Dennis Weigelt, wird zum Matchwinner. Nach einer Flanke von rechts gelangt Weigelt zum Ball; Er schiesst flach, vielleicht für Reinwald etwas verdeckt, in jedem Fall ganz exakt neben die linke Stange – über die Finger von Reinwald landet der Ball zum 1:2 im Netz. Heiligenkreuz hat das Spiel gedreht, die Donawitzer schon davor keineswegs überzeugend, sind nun echt gefordert. Es ändert sich aber wenig an der Spielweise beider Teams. Die Donawitzer wollen, können aber nicht – Heiligenkreuz lauert und ist Dank Zweikampf- und Dribbelstärke auch in Unterzahlsituationen stets gefährlich.

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Gewohnt gute Leistung: Alex Maier!

Auffinger versucht mit der Hereinnahem von Partl (Heinemann geht in den Angriff) das starre Gefüge aufzulockern, das gelingt auch in der letzten Phase des Spieles etwas besser. Vor der großen Schlussoffensive heißt es kräftig durchatmen.  Eine Rückgabe von Maier auf Reinwald wird vom Tormann zu weit vorgelegt – plötzlich schnappt sich ein Gelbschwarzer den Ball, der Heber landet zum Glück über dem Tor. Die größte Donawitzer Ausgleichchance vergibt Geri Füzfa. Nach einer Flanke (Eckball Pagger) von rechts gelangt der Ball über Petkov (Kopfballweiterleitung) zum unbemerkt auftauchenden Füzfa. Der Ball trifft den Spieler (und nicht umgekehrt!) am Fuß, irgendwie steigt er aus etwa zwei Meter Entfernung über das Tor – unglaublich, dass das überhaupt möglich ist!

Der Sturmlauf der Donawitzer geht nun so richtig los. Es wird nun endlich bedingungslos gestürmt, auch die Verteidiger Hofer  und Briza wagen sich immer öfter vor, doch Flanken von Petkov (Faustabwehr) und ein Schuss von Heinemann bringen nichts Zählbares. Den Matchball für Heiligenkreuz vergibt der eben eingewechselte Monar. Nach einem Fehler beim Herausspielen treffen plötzlich drei Heiligenkreuzer auf zwei verteidigende Donawitzer, der Ball kommt zu Monar, der aber  völlig frei an Reinwald scheitert. Die letzten, verzweifelten Donawitzer bringen nichts mehr: Heinemann und Hanich erreichen Flanken in den Strafraum knapp nicht, in der letzten Aktion – auch Tormann Reinwald ist wie alle anderen 21 Spieler im gegnerischen Strafraum – gibt es noch einmal Eckball. Pagger bringt der Ball, Hanich verlängert und plötzlich hat Heidinger die Schussmöglichkeit aus etwa zwölf Metern. Kurz gesagt, er setzt den Ball neben die Stange, der Schiri pfeift ab, Heiligenkreuz jubelt.

Dieses Ergebnis muss man akzeptieren, weder die Chancenanzahl noch die Spielweise lassen zu, dass man von einem ungerechten Sieg sprechen kann. Nach guten, erfolgreichen auch etwas glücklichen Spielen zuletzt, ist man auf dem harten Boden gelandet – auch das gehört zum Lernprozess. Die Niederlage wird analysiert, dann gilt die Konzentration bereits dem nächsten Gegner – dem Aufsteiger Bad Gleichenberg (Beginn in Bad Gleichenberg am FR 11.09., 19:00).

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Einer der vielen Zweikämpfe, in der leidenschaftlich geführten Partie: Briza beim Kopfball!

Links: StFV, Heiligenkreuz, Fanreport, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Reinwald, Füzfa, Otti (69. Partl), Heinemann, Heidinger, Hofer (G), Pagger, Maier, Hanich, Petkov (G), Briza (T, G). Ersatz: Nömayer, Horvat, Pachner R., Leodolter.

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