04 15/16: Derbysieg gegen Kapfenberg! Mit fesselnder Schlussoffensive drehen die Donawitzer durch Petkov und Hanich ein 0:1 in ein 2:1!

Landesliga, 4. Runde, DI 18.08.15, 19:00 Stadion Donawitz, 265. DSV Leoben – KSV Amateure 2:1 (0:0). Torfolge: 0:1 Maier (52.), 1:1 Petkov (88.), 2:1 Hanich (91.). Schiedsrichterteam: Wiedner, Altun, Causevic.

Solche Spiele bleiben lange in Erinnerung: Einer guten ersten Halbzeit, der noch die Tore fehlen, folgt das unglückliche 0:1 kurz nach Wiederbeginn. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wird das Derby würzig und rassig: Die Emotionen am Spielfeld, auf den Betreuerbänken und ganz besonders auf den Rängen sind am Brodeln, jede Entscheidung (oder Nichtentscheidung) des Schiedsrichterteams wird lautstark kritisiert. Das Glück scheint den Kapfenbergern hold zu sein, alle stürmischen Donawitzer Angriffe bleiben bis zur absoluten Schlussphase unbelohnt. Dann die 88. Minute. Nach einer Hereingabe von Görgl verwertet Petkov den herbeigesehnten, erlösenden 1:1-Ausgleichtreffer. Und dem nicht genug – in der 92. Minute befördert Hanich den Ball zum 2:1- Sieg der Donawitzer in Petrovcic´ Kasten – der Jubel, die Erleichterung und die Genugtuung kennen danach keine Grenzen! Bravo Burschen, ihr habt nicht locker gelassen und diese dramatische Partie noch gedreht!

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Markus Briza, der Routinier, der seine Mannschaft mitreisst!

Die Donawitzer, die zwar mit viel Selbstvertrauen, aber dem Wissen um die Kapfenberger Stärken, in dieses Derby starten, kommen zu den ersten Strafraumszenen. Petkov wird nach einer schönen Aktion über Pagger und Briza erst im Sechzehner vom Ball getrennt, wenig später muss Petrovcic aus seinem Strafraum, um mit einer Fußabwehr vor Otti zu klären. Den ersten Schuss gibt Pagger ab – nach einer Otti-Flanke zieht er knapp links am Tor vorbei. Ein Hofer-Kopfball nach einem Eckball fällt aus der Distanz zu schwach aus, nach einem schnellen Einwurf über die Verteidigung taucht abermals Hofer (eigentlich Verteidiger) im Strafraum auf, seine Hereingabe rechts vom Fünfer findet leider keinen Abnehmer.

Nach 17 Minuten – die KSV Amateure konnten bis dahin offensiv noch gar nichts zeigen – lag der erste Treffer zum Greifen nahe. Petkov lupft auf Otti, der spielt rechts raus auf Heinemann, der bis zum fünfer mit dem Ball gehen kann. Ins lange oder ins kurze Eck? Eine Entscheidung innerhalb eines Sekundenbruchteils – Heinemann versucht es mit dem langen Eck, Petrovcic leider auch und kann den Schuss abwehren!Dennoch, vorläufig geht es in dieser Tonart weiter. Nach einigen Eckbällen (fast alle von Pagger) kommt Rinner am Fünfer nur knapp nicht zum Ball, nach einer weiteren Flanke vom unermüdlich laufenden Pagger, ist plötzlich Füzfa frei am Fünfmeterraum – der Ball gerät um einige Zentimeter zu hoch, der Ungar kann den Ball nicht mehr zum Tor drücken!

Weiter geht es mit einem aussichtsreichen (aber geblockten) Pagger-Schuss, einem guten Heinemann-Freistoß, den Hanich um Zentimeter verfehlt und einer umstrittenen (nicht geahndeten) Handentscheidung im Kapfenberger Strafraum. Und dann wird es plötzlich knapp. Nach 43 Minuten, unmittelbar nach dem nicht geahndeten Handspiel, folgt der erste, schnelle KSV-Konter – Reinwald im DSV-Tor kann mit einem Klassereflex das 0:1 durch Santos verhindern. Kurz darauf reklamieren die Donawitzer zum zweiten Mal auf Strafstoß. Nach einem Hanich-Schuss, der von einem Verteidiger unterbunden werden kann, wird Petkov umgestoßen, wieder lässt Schiri Wiedner weiterspielen, wieder kommen die Gäste zu einem gefährlichen Konter. Nurisi macht das Spiel schnell, wieder spielt er auf Santos, abermals kann Reinwald in höchster Not klären. Das war es dann mit der ersten Hälfte, die Donawitzer kämpfen, investieren sehr viel in dieses Spiel, vergeben aber gute Chancen – knapp vor der Pause hätte sich das fast gerächt.

Auch in der zweiten Hälfte beginnen die Donawitzer geradliniger. Einen Antritt von Pagger wird von Schnittler gestört, letztlich kann der Kapfenberger den Abschluss innerhalb des Strafraumes erfolgreich blocken. Beim anschließenden Eckball springt Rinner am höchsten, auch diesmal ist ein Kapfenberger Spieler, noch bevor Petrovcic eingreifen muss, erfolgreich beim Rettungseinsatz.

Dann die 51. Minute. Wieder sind die KSV Amateure mit einem schnellen Konter vors Tor gekommen, den Schuss von Vollmann kann Reinwald zur Ecke klären.Aus diesem Eckball entsteht der Kapfenberger Führungstreffer. Der Ball gelangt nach schwerem Getümmel im Strafraum links an die Strafraumgrenze, von dort zieht Maier ab und trifft links ins Eck zum 0:1. Es folgen Riesenproteste, weil Grubesic unmittelbar vor Reinwald in klarer Abseitsposition die Sicht verstellte und damit aktiv ein früheres Eingreifen vom Tormann verhinderte. Alle Reklamationen nützten nichts, der Treffer zählte.

Was nun folgte war Derbystimmung pur. Sowohl Betreuer, aber ganz besonders das Publikum reagierten nun auf jede nicht geahndete Kleinigkeit, was auch immer der Schiedsrichter entschied oder eben nicht entschied wurde lautstark kritisiert. Die Donawitzer, voller Adrenalin und mit der Wut im Bauch, stürmen noch aggressiver, es folgen viele – teils rustikale Einstiege (auf beiden Seiten), Schiedsrichter Wiedner hat Mühe, das Spiel im Griff zu behalten.

Es wird auch noch Fußball gespielt, wieder einmal setzt sich Pagger links durch, bringt den Ball zur Mitte, doch diesmal ist der am Fünfer auftauchende Heinemann den einen Schritt zu weit vorne, der Stanglpass landet in seinem „Rücken“. Schock nach einer Stunde. Ohne Fremdeinwirken bleibt Bernhard Rinner liegen und kann nicht weiterspielen, unter Schmerzen humpelt er vom Feld, hoffentlich ist da nichts Schlimmeres passiert. Die Angriffe der Donawitzer und die Kapfenberger Konter wechseln sich nun ab. Sowohl Otti – er bringt nach einer Flanke den Ball nicht über die Linie, als auch Briza scheitern – sein Schuss wird geblockt.Auf der anderen Seite können die Donawitzer Verteidiger Hofer und Maier mit Glück und Können den letzten Pass verhindern, der wohl die Vorentscheidung gebracht hätte.

In der Schlussphase dann die Wende. Nach zahlreichen, erfolglosen hohen Bällen, bringt der eingewechselte Görgl den Ball hoch zur Mitte. Diesmal löst sich Petkov von Grubesic (ja, genau der!) und trifft per Kopf zum 1:1 ins lange Eck. Petrovcic streckt sich vergeblich, der Ball passt einfach perfekt, nach 88 Minuten endlich der Ausgleich. Der DSV zufrieden damit? Nein, in der 91. Minute setzt Otti zu einem sehenswerten Solo an. Er überläuft Maier, versetzt Grubesic ein Gurkerl und spielt den Ball rechts hinaus auf Hanich. Der Tscheche macht, was ein Torjäger machen soll: Aus spitzem Winkel bezwingt er Petro und stellt mit dem 2:1 das Spiel auf den Kopf.

Danach ist Schluss, der DSV hat das prestigeträchtige Derby gedreht und gewonnen, die 270 Zuseher kamen voll auf ihre Rechnung. Gratulation an die Mannschaft, das war ganz große Klasse, wie bis zum Schluss gefightet wurde und mit dem eisernen Willen das Glück erzwungen wurde! Kurz feiern wird erlaubt sein, aber bereits am Wochenende geht es in Fürstenfeld weiter (SO, 23.08., 10:30)!

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Petrovcic kann klären: Starke Abwehr gegen einen Schuss von Tim Heinemann!

Links: KSV, StFV, Fanreport, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Reinwald, Füzfa (G), Rinner (62. Heidinger), Otti, Heinemann (60. Görgl), Hofer, Pagger, Maier, hanich (T), Petkov (G, T), Briza. Ersatz: Nömayer, Horvat, Leodolter.

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