01 15/16: Knapp aber doch: Der DSV Leoben muss sich dem SV Frohnleiten mit 1:2 (0:0) geschlagen geben!

 

Landesliga, 1. Runde, SA 01.08.15, Ungersdorf, 350. Frohnleiten – DSV Leoben 2:1 (0:0), Torfolge: 1:0 Hassler (54.), 2:0 Zankl (76.), 2:1 Otti (85.), Schiedsrichterteam: Gremsl, Altun, Amtmann.

Kleinigkeiten machten den Unterschied aus. In der offenen, engen Partie setzte sich letzlich die Mannschaft durch, die um den Tick abgebrühter wirkte. Die Donawitzer hielten in der ersten Spielhälfte gut mit, hatten durch einen Hanich-Kopfball die erste Chance, um in Führung zu gehen. Auch Frohnleiten wollte das 1:0 schon vor der Halbzeit bejubeln, doch Grassers Kopfball aus kurzer Distanz und ein Traxler-Schuss verfehlen das Ziel. Da auch ein Briza-Schuss von Schroll auf der Linie wegbefördert werden konnte (Tormann Kohlmaier war bereits geschlagen), blieb es beim 0:0. Nach der Pause hatte eine Unachtsamkeit auf der linken Seite das 0:1 zur Folge: Ein Einwurf gelangt zu Wohlmuth, dessen (unabsichtliche) Vorlage perfekt zum völlig freien Hassler gelangt – aus kurzer Distanz staubt er zur Frohnleitener Führung ab. Es folgen einige schöne Angriffe der Donawitzer, die alle eine große Gemeinsamkeit hatten: Der letzte Pass kommt nicht an, Schussversuche werden geblockt, hohe Flanken sind zu unpräzise. Dennoch, der DSV versucht weiter nach vorne zu spielen, hat mit einem Heinemann-Schuss Pech – eröffnet durch diese Spielweise aber dem Gegner viel Platz. Mit dem 0:2 (Kopfball Zankl aus kurzer Distanz) schien das Spiel endgültig entschieden, zumal Reinwald danach noch zwei Mal Frohnleitener Konter entschärfen musste. Der absolut verdiente Anschlusstreffer durch Otti, nach Vorarbeit Petkov kommt zu spät, Frohnleiten verwaltet mit allen legalen Mätzchen den Vorsprung über die Zeit. Schade, diese Niederlage war keinesfalls zwingend. Über weite Strecken des Spieles war unsere Mannschaft ebenbürtig und hätte sich durchaus einen Punkt verdient. Aber, den Situationen, die zu Gegentoren führten, gingen kleine Unachtsamkeiten voraus – kleine Fehler mit großer Wirkung – daran gilt es weiter konzentriert zu arbeiten!

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Viele Zweikämpfe, viele Kopfballduelle – die beiden Mannschaften (im Bild Heinemann) gingen ordentlich zur Sache!

Die konzentrierte Anspannung, etwas Nervosität aber auch die Vorfreude auf den Saisonauftakt waren vor dem Spiel in Frohnleiten groß. Wo steht man wirklich, wie weit ist man schon, reichte die kurze Zeit aus, um aus den vielen neuen Spielern eine schlagkräftige Mannschaft zu bilden? All diese Gedanken waren Thema, als die DSV-Elf (darunter fünf Neuverpflichtungen) um 19 Uhr den Frohnleitener Rasen vor etwa 350 Zusehern betreten.

Die ersten Minuten beginnen verheißungsvoll. Es wird munter zu den Stürmern Hanich und Otti nach vorne gespielt, die erste Torchance entsteht nach zehn Minuten. Auf der rechten Seite setzt sich Heinemann durch, seine Flanke zur Mitte erreicht Hanich – doch dessen Kopfball fällt zu schwach aus, Tormann Kohlmaier kann problemlos klären. Freistöße von Petkov (ganz zu Beginn) und Pagger, sowie mehrere Eckbälle verfügen zwar über Gefahrenpotenzial, Zwingendes entsteht dabei aber nicht. Nicht nur bei den Standards fehlt der letzte Kick, auch aus dem Spiel heraus nimmt die Passgenauigkeit in Strafraumnähe ab.

Ab Mitte der ersten Hälfte, mit der ersten guten Frohnleitener Chance, übernimmt die Heimmannschaft das Kommando. Nach einem Kopfball von Hassler, der zwischen Rinner und Heidinger unbedrängt am Fünfer hoch steigt (aber den Ball übers Tor setzt), ist es vorerst vorbei mit dem disziplinierten Donawitzer Spielstil. Erste Verunsicherungen entstehen: Der Ball wird zu lange gehalten, Klein-Klein anstatt zu verlagern, zunehmend verlorene Zweikämpfe, anfälliges Stellungsspiel und so gut wie kein gewonnenes Offensiv-Kopfballduell, ermutigen den Gegner. In dieser Phase kommt Hasler zu Schussmöglichkeiten, scheitert aber.

Nach 34 Minuten endlich wieder ein guter Donawitzer Angriff. Gut war vor allem der öffnende Pass von Rinner, der den Ball ideal in Hanichs Lauf „chippt“. Hanich kann den Startvorteil im Laufduell nicht nützen und wird, bevor er schießen oder abspielen kann, gestoppt. Gefährlicher wird es drei Minuten später: Nach einem Eckball von Pagger fälscht Otti im Getümmel den Ball per Kopf zu Briza ab. Der versucht von der linken Seite den Schlenzer am Tormann vorbei (der gelingt auch), dahinter kann Schroll aber den Ball vor der Linie wegschießen.

Schade um diese Riesenchance, im Gegenzug vergibt aber auch Frohnleiten einen Hochkaräter. Isenburg verlädt auf der linken Seite Heinemann und Heidinger, zieht in den Strafraum und bringt den idealen Stanglpass zur Mitte. Traxler kommt am Elfer zum Ball, scheitert aber völlig frei bei seinem Schussversuch (Ball übers Tor). Nach einem Freistoß, wieder von Hasler, der über alle Köpfe hinweg an Tormann Reinwald vorbei neben der Stange ins Torout streift, haben die Donawitzer vor der Pause noch eine Möglichkeit. Otti spielt rechts auf Heidinger, seine Außenristflanke kann nur knapp nicht vom darauf lauernden Hanich erreicht werden. 0:0 zur Pause, in Summe gerecht, da beide Teams mehrmals die Führungsmöglichkeit vergaben.

In der zweiten Spielhälfte passiert es.  Eine Spielerei auf der linken Seite, anstatt den Ball wegzudreschen, geht er verloren. Die Flanke zur Mitte wird von Wohlmuh glücklich zu Hassler, der völlig frei an der zweiten Stange auftaucht, verlängert – ohne Mühe schiebt der Kapitän den Ball über die Linie zur 1:0- Führung. Die Donawitzer, von dem unnötigen Verlusttreffer unter Druck, werden nun aggressiver und geradliniger, bleiben aber glücklos. Einen von Hanich kurz abgelegten Ball nützt Heidinger zum Schuss, der wird aber ebenso geblockt wie kurz darauf ein Versuch von Hofer. Bei einem Heinemann-Schuss fehlt nicht viel, der Ball streift knapp am langen Eck vorbei.

Mehrere hohe Bälle (Petkov, Pagger) gelangen in den Strafraum, doch stets ist ein Frohnleitner mit Hand (Kohlmaier) oder Kopf schneller dran. Frohnleiten verstärkt zwar die Defensive, ist im Konter aber brandgefährlich.  Abseitsentscheidung, Maier, Rinner und Reinwald halten die Donawitzer im Spiel, ehe der zweite Treffer doch passiert. Ein Freistoßball von links kann von Reinwald ebenso wenig entscheidend entschärft werden, wie ein Eckball von rechts – beim Eckball lenkt der Tormann den Ball zu Grasser. Der Kapitän bringt den Ball wieder hoch zur zweiten Stange – dort lauert Zankl, der zum 2:0 einnickt. Eine Viertelstunde vor Spielende mit zwei Treffen hinten, das schien es gewesen zu sein.

Die Donawitzer, denen wirklich nicht alles gelang, zeigten aber weiterhin den Willen aus dem Spiel noch irgendwie etwas mitzunehmen. Ein Stanglpass vom eingewechselten Partl fällt vorerst zu unplatziert aus (danach kann sich DSV Goalie Reinwald gegen Schroll auszeichnen), fünf Minuten vor Spielende fällt doch noch der Anschlusstreffer. Auf der linken Seite setzt sich Petkov durch, spielt den Pass auf Otti, der sich den Ball mitnimmt und aus kurzer Distanz auf 1:2 ins rechte Eck stellen kann. Mehr als dieser Anschlusstreffer wollte dann nicht mehr gelingen, Frohnleiten verwaltete den knappen Vorsprung gekonnt über die Nachspielzeit.

Schade über einen verlorenen Punkt, denn dieser wäre nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich auch verdient gewesen. Kopf hoch, es dauert eben noch seine Zeit, bis sich die Erwartungen erfüllen – die nächste Chance auf Punkte haben die Donawitzer am kommenden Samstag im Donawitzer Stadion (Gegner FC Piberstein Lankowitz, SA 8.8. 16:00 Uhr nach dem Legendenspiel).

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Er hatte es mit Wurzinger schwer: Stürmer Michal Hanich!

Links: StFV, Frohnleiten, Ligaportal, Fanreport

Der DSV Leoben spielte mit: Reinwald, Rinner, Otti (T), Heinemann, Heidinger (G), Hofer (G), Pagger (67. Partl), Maier (G), Hanich (G), Petkov, Briza. Ersatz: Nömayer, Görgl, Füzfa, Horvat.

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