30 14/15: Geschafft: Der DSV Leoben siegt durch ein Pagger-Tor mit 1:0 (1:0) in Zeltweg und bleibt in der Landesliga!

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Landesliga, 30. und letzte Runde, FR 12.06.15, 18:30, Aichfeldstadion, 600. FC Zeltweg – DSV Leoben 0:1 (0:1). Tor: 0:1 Pagger (22.). Schiedsrichterteam: Gerd Adanitsch, Gerhard Kressl, Siegfried Doppelreiter.

Das war nichts für schwache Nerven. Die Donawitzer brauchten bei den heimstarken Zeltwegern den Auswärtssieg, dazu mussten noch andere Teams für uns spielen. Die Spieler nahmen diese schwierige, nervenaufreibende Herausforderung an, kämpften um jeden Ball, liefen unermüdlich und wurden schließlich belohnt. Matthias Pagger gelang nach einem Sololauf der so wichtige Führungstreffer, danach fanden beide Teams Möglichkeiten vor, um weitere Tore zu erzielen. Für den DSV Leoben vergaben Unterkircher, Steiner und Kahr die klarsten Chancen, da aber die Donawitzer Abwehr nicht bezwungen werden konnte, blieb es bei dem knappen 1:0- Auswärtssieg. Die unmittelbaren Konkurrenten Gleinstätten und Fürstenfeld mussten sich in ihren Auswärtsspielen geschlagen geben, somit hat es der DSV Leoben geschafft ohne Relegation (Fürstenfeld) auch in der kommenden Saison in der Landesliga zu bleiben. Gratulation an die Mannschaft und Betreuer, diesen mentalen und körperlichen Kraftakt haben Euch nicht Alle zugetraut – umso schöner ist es jetzt, nachdem Ihr das für den DSV Leoben geschafft habt! Nun geht es in die höchstnotwendige Sommerpause, die sich nach dem „Happy End“ in Zeltweg Alle – Spieler, Betreuer, Funktionäre und natürlich auch die Fans – verdient haben!

Die letzten Wochen waren für den DSV Leoben sehr schwierig. Wie mit der Situation umgehen, dass man zahlreichen Chancen für den fixen Verbleib in der Liga vergeben hatte, wie darauf vorbereiten, dass in Zeltweg unbedingt ein Sieg her musste, ohne dabei zusätzlichen Druck auf die Mannschaft drauf zu packen? Der Balanceakt – Konzentration, taktische Vorgabe sowie Aggressivität gepaart mit enormer Laufbereitschaft – funktionierte von Beginn an ganz gut. Schon beim ersten Eckball durch Reisinger hätte es gefährlich werden können, der Ball geht an Freund und Feind vorbei, kurz darauf zirkelt Pagger einen Freistoßball aus etwa 25 Meter am langen Eck vorbei.

Auch die heimstarken Zeltweger kommen zu Offensivaktionen. Vor allem, der bis vor der Runde mit 23 Treffern beste Torschütze der Liga, Marc Klicnik sorgt für Gefahr: Ein Kopfballversuch von ihm streift über das Tor, ein Heber über Berghofer misslingt und bei einem Schuss von ihm im Strafraum fehlt nicht viel – nur wenige Zentimeter steigt der Ball über die Querlatte.

In der 22. Minute fällt der einzige Treffer des Spieles und der gelingt Matthias Pagger. Ein Zuspiel im Mittelfeld, Pagger schnappt sich den Ball und macht über die linke Seite Tempo Richtung Strafraum. Die Gegenspieler stehen zu weit weg, Pagger zieht von der Seite fast bis zum Fünfmeterraum, nun ist nur mehr der Tormann Reinwald im Weg. „Ich habe gesehen, dass er sich aufs kurze Eck konzentriert und habe den Ball im langen Eck versenkt!“ wird Pagger später bei einem wohlverdienten Bier erzählen. Mit dem 0:1 ist der Grundstein zum Ligaverbleib gelegt, bis zum Schlusspfiff sind es aber noch 70 Minuten, dementsprechend schaumgebremst fällt der Jubel aus, die Konzentration richtet sich sofort wieder auf das Spielgeschehen.

Das Hauptaugenmerk nach dem Führungstreffer ist, dem Gegner möglichst wenig Platz und Zeit zu geben. Ein von den Angreifern bis zu den Defensivspielern enorm kräfteraubendes – aber unbedingt notwendiges – Spiel. Beide Teams kommen vor der Pause noch zu zwei Abschlussmöglichkeiten. Während Ritzmaier nach einer kurz abgespielten Ecke über das Tor schießt, kann Schranz mit einem tollen Antritt den an sonst durchbrechenden Klicnik riskant, aber fair vom Ball trennen. Auf der anderen Seite kann Reinwald einen Unterkircher- Schuss zur Ecke klären, kurz darauf vergibt der Kärntner, der in der kommenden Saison beim SC Weiz in der Regionalliga spielen wird, die Riesenchance auf das 0:2. Nach einem Schnitzer in der Zeltweger Hintermannschaft ist für Unterkircher der Weg frei, vor dem Tormann entscheidet er sich für den Heber, der aber zu schwach ausfällt – Reinwald kann den Ball problemlos herunter fangen.

In der zweiten Hälfte wird Unterkircher durch Kahr ersetzt, später kommen noch Heinemann (der junge Horvat gibt bis zu seiner Auswechslung Alles) und Lalovic (für Steiner, der sich auch bei aussichtslosen Bällen zerreißt). Zeltweg hat zwei Ausgleichchancen: Ritzmaier versucht den Schuss, doch Berghofer hält, danach steht Klicnik nach einem gelungenen Lochpass vor unserem Goalie, doch Berghofer klärt die brenzlige Situation per Fußabwehr! Zeltweg will den Ausgleich, investiert nun mehr nach vorne, die Donawitzer lassen sich aber nicht einschnüren und können immer wieder den Ball herausspielen.

In den letzten 20 Spielminuten werden die Nerven der mitgereisten Donawitzer noch einmal zusätzlich beansprucht, da der erlösende zweite Treffer trotz guter Chancen nicht gelingt. Nach Halbchancen durch Petkov, Maskenmann Giermair und Reisinger, hat Steiner das 0:2 am Fuß: Erik Kahr setzt sich rechts im Strafraum durch, bindet zwei Gegenspieler, hat aber die Übersicht den freien Steiner im Strafraum anzuspielen. Schade, der wuchtige Schuss aus kurzer Distanz kann von Reinwald abgewehrt werden, die erste Riesenchance zur Vorentscheidung ist vergeben. Wenige Minuten später vergibt Kahr nach einer Giermair- Flanke (Ball steigt über das kurze Eck), ehe auch er einen Sitzer vergibt. Alleine kann Kahr (88. Minute) der aufgerückten Abwehr über rechts entkommen, er stürmt in den Strafraum und zieht ab. Wieder ist Reinwald Sieger, den Abpraller erreicht Zachorjansky vor Pagger.

Endlos scheinende Minuten, in denen Berghofer nach einem Schlager-Schuss noch per Faustabwehr klären muss, verstreichen, ehe Schiedsrichter Adanitsch den entscheidenden Pfiff tätigt. Das Spiel ist aus, der DSV siegte zum zweiten Mal auswärts, nach kurzer Rücksprache, wie es denn auf den anderen Plätzen steht, ist es offiziell: Der DSV Leoben hat es geschafft, mit dem 1:0-Sieg gelingt das ersehnte Ziel, auch nächste Saison in dieser Liga bleiben zu dürfen. Gratulation den Spielern und Betreuern, die diese schwere Aufgabe bravourös gemeistert haben, das war Nichts für schwache Nerven! Neben Gratkorn muss Gleinstätten in die Oberliga, Fürstenfeld muss in der Relegation auf den Verbleib in dieser Liga hoffen.

Wir gratulieren natürlich auch dem Meister 2014/15 dem Deutschlandsberger SC, dem ein 3:3 in Gnas (drei Tore vom nun mit 25 Toren besten Ligatorschützen Christian Dengg) zum Titel reichte. Eine spannende Saison ist zu Ende, die Spieler begeben sich nun auf Urlaub, in der Zwischenzeit werden sich die Verantwortlichen um die Kaderzusammenstellung für die neue Saison kümmern (wir werden berichten)! 2014/15 wird sicher nicht als Glanzlicht in der DSV Erinnerung bleiben, zu viele Dinge haben nicht funktioniert, das wird sicherlich zu gegebener Zeit analysiert, momentan freuen wir uns einfach nur, dass wir nächstes Jahr wieder in der vierten österreichischen Leistungsklasse spielen werden!

Der DSV Leoben spielte mit: Berghofer, Horvat (62. Heinemann, G), Schranz, Giermair, Pagger (T), Maier, Unterkircher (46. Kahr), Petkov, Briza (G), Reisinger, Steiner (80. Lalovic). Ersatz: Nömayer, Machacek.

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