29 14/15: Entscheidung in Zeltweg: Der DSV Leoben liegt nach dem 0:2 (0:2) gegen Frohnleiten auf dem Relegationsplatz!

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Landesliga, 29. Runde, FR 05.06.15, 18:30 Stadion Donawitz, 280.  DSV Leoben – SV Frohnleiten 0:2 (0:2). Torfolge: 0:1 Wohlmuth (6.), 0:2 Isenburg (45.). Schiedsrichter Birnstingl, Reinbacher, Kollmann.

Ungläubige und ratlose Gesichter nach der Riesenenttäuschung gegen Frohnleiten. Im wichtigsten Moment liefert der DSV Leoben eine inakzeptable Mannschaftsleistung ab. Das  Donawitzer Spiel war geprägt von Verstecken, Angst vor Fehlern und Unvermögen vor dem Tor. Frohnleiten machte hingegen alles richtig, musste nur auf Fehler der Donawitzer warten, die dann auch passierten. Bereits nach sechs Minuten kommt Wohlmuth völlig unbedrängt zum Kopfball-Führungstreffer. Kurz vor der Pause wird der Ball vor dem eigenen Tor nicht weggebracht, Isenburg nützt den Umstand, dass er im Strafraum nicht eng genug gedeckt wird zum vorentscheidenden 0:2. Auch die Donawitzer kommen zu Torszenen, jedoch ist die Abschlussschwäche einmal mehr existenzbedrohend – wenn man diese Chancen nicht nützt, darf man sich über eine Niederlage nicht wundern. Man kann nur hoffen, dass nach diesem rabenschwarzen Tag, endlich jeder Spieler begriffen hat, worum es im letzten Spiel in Zeltweg geht: Noch einmal den inneren Schweinehund besiegen und Alles für den Verbleib in dieser Liga zu unternehmen, oder geprügelt in die fünfte Leistungsstufe abzusteigen!

Der DSV Leoben musste wieder einmal auf wichtige Spieler verzichten: Neben Lechner und Giermair war der gesperrte Heinemann nicht spielberechtigt, Erik Kahr konnte erstmals seit seiner schweren Verletzung zumindest (vorerst) auf der Bank sitzen. Die Wichtigkeit des Spieles war den Spielern anzumerken, Anspannung und Nervosität waren spürbar. Dennoch gehen die ersten beiden Offensivaktionen in Richtung Kohlmaiers Frohnleiten-Tor: Grubers Schuss, nach kurzer Kopfabwehr, wird in den Corner abgefälscht, der anschließende Kopfball von Steiner (er hatte dabei nicht die optimale Position) landet über der Latte. Das große Flattern vor dem Verlusttreffer war erstmals bei einer knappen Abseitsentscheidung (Wohlmuth wäre durch die Mitte aufs Tor marschiert) spürbar, in der sechsten Minute passierte es schließlich.

Ein einfacher, hoher Ball von Bucher erreicht den (aus welchem Grund auch immer?) völlig ungedeckten Wohlmuth ideal. Per Kopf und an Tormann Berghofer vorbei landet der Ball zum 0:1 neben der Stange. Wenn in dieser Situation auf Abseits gespielt wurde, scheiterte dieser Versuch kläglich. Nur zwei Minuten später verzettelt sich Reisinger beim Spielaufbau, um ein Haar wäre Wohlmuth der Doppelschlag geglückt, Berghofer klärt per Fußabwehr! Und trotz der, nach dem Verlusttreffer, zusätzlichen Verunsicherung, hätte der Abend auch anders verlaufen können. Ein schöner Wechselpass von Pagger auf Schranz, der zieht rechts in den Strafraum und bringt den aussichtsreichen Stanglpass zur Mitte. Dort startet auch Unterkircher richtig zum Ball, trifft ihn aus sieben Metern im vollen Lauf, knallt ihn aber leider übers Tor!

Der DSV angetrieben vor allem von Schranz, Pagger und Petkov versucht mit hohem Tempo zu spielen, die Pass(un)genauigkeit verhindert aber viele Aktionen bereits bevor es gefährlich werden könnte. Das Bemühen ist keinem abgesprochen, doch die Qualität und das Selbstvertrauen sich entscheidend durchzusetzen, fehlt. Ein Unterkircher- Schuss aus der Drehung (links vorbei), einige Eckbälle zur Mitte (die Verteidigung rund um Wurzinger lässt bei hohen Bällen nichts anbrennen), ein Laufpass von Unterkircher auf Steiner (Tormann schneller) und ein geblockter Reisinger- Schuss sind einfach zu wenig, um Frohnleiten ernsthaft unter Druck zu setzen. Auf der anderen Seite wird demonstriert wie man ein Tor erzielt, wenn die gegnerische Mannschaft das einfach geschehen lässt. Ein Eckball ist Ausgangspunkt, Knaus macht den Übersteiger, Wohlmuth zieht ab. Der Schuss wird geblockt, doch der Ball bleibt im Ballbesitz der Gäste. Als ob sich die in der Nähe stehenden Akteure einfach nicht einig wären, wer sich denn Richtung Balleroberung oder Schussverhinderung aufmacht, hat Frohnleiten im Donawitzer Strafraum Platz und Zeit – Isenburg nützt das und schiebt den Ball zum 0:2 in die linke Ecke.

Einfach unfassbar, die Donawitzer stehen zur Pause mit dem Rücken zur Wand. Nach der Pause ersetzt Lalovic den (im Gesicht) gezeichneten Steiner, die erste gute Chance wieder ins Spiel zu kommen findet Pagger mit einem Freistoßball vor: Der Ball kommt gut über die Mauer, leider aber auch knapp über die Querlatte – wie schon nach dem 0:1 wird auch diese Aktion auf einen schnellen Gegenschlag vertan. Der DSV Leoben bleibt zwar über die gesamte zweite Spielhälfte im Vorwärtsgang, doch die Routine und Abgebrühtheit von Frohnleiten lassen kaum darauf hoffen, dass sich das Spiel zugunsten der Donawitzer dreht. Die Chancen, die zu Toren führen könnten, werden leichtfertig vergeben. Lalovic schickt Schranz mit einem öffnenden Pass von halblinks auf die Reise zum gegnerischen Tor. Doch einerseits zieht Schranz nach außen, andererseits kommt niemand mit für den Stanglpass – der Schuss aus letztlich spitzem Winkel wird eine leichte Beute für den Tormann. Einen guten Weitschuss von Maier kann Kohlmaier kurz darauf über die Querlatte lenken.

Die verstärkte Offensive der Donawitzer bietet Frohnleiten natürlich jede Menge Platz um zu Kontern. Eine  Abseitsentscheidung verhindert das Tor zum 0:3, ein Freistoß von Knaus an der Strafraumgrenze (Berghofer mit der Hand außerhalb des Strafraumes), kann von Berghofer pariert werden. Nach 70 Minuten ist leider auch für den verletzten Heidinger Schluss (neuerlich der Knöchel), an seine Stelle versucht Kahr die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Der DSV setzt zur Schlussoffensive an, Chancen, die unter anderen Voraussetzungen, genützt werden würden, entstehen. Lalovic wird bei einem Kopfball erfolgreich gestört, ein Schuss von dem Slowenen streift über das Tor. Nach einer Flanke von links bringt Schranz den Schuss aus kurzer Distanz nicht an – er spitzelt im zweiten Versuch weiter auf Kahr, dessen Frehschuss übers Tor geht. Eine Eckballserie bringt neuerlich nichts ein, nach 94 Minuten beendet Schiedsrichter Birnstingl das Leobener Trauerspiel.

Mit 0:2 verabschiedet sich der DSV vorläufig vom Heimpublikum – vorläufig deshalb, da man nach dieser Runde auf dem Relegationsplatz abgerutscht ist (Termine MI 17.6. und SA 20.6.). Das große Finale der Landesliga steigt für den DSV Leoben am kommenden freitag (12.6., 18:30) in Zeltweg. Dort wird sich dann zeigen, ob der DSV Leoben weiterhin reif für diese Liga ist, dort zählen nur noch Taten und drei Punkte!

Der DSV Leoben spielte mit: Berghofer, Heidinger (71. Kahr), Schranz, Pagger, Maier, Gruber, Unterkircher, Petkov, Briza, Reisinger, Steiner (46. Lalovic). Ersatz: Nömayer, Horvat, Machacek.

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