28 14/15: Nach der 0:1 (0:1)- Niederlage in Lebring geht es für den DSV Leoben in den beiden letzten Runden um den Verbleib in der Landesliga!

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Landsliga, 28. Runde, FR 29.05.15, 19:00 Buchkogelstadion, 250. SV Lebring – DSV Leoben 1:0 (1:0). Torfolge: 1:0 Frljuzec (28.). Schiedsrichterteam: Ciochirca, Schenke, Poric.

Mit so vielen Erwartungen und Hoffnungen war der DSV Leoben nach Lebring gereist, mit einer Riesenenttäuschung im Gepäck musste die Heimreise angetreten werden. Ein weiteres Mal in dieser Saison konnte, trotz über weite Strecken druckvollen Spieles, nichts Zählbares mitgenommen werden, der DSV Leoben steckt bis zum Hals im Abstiegskampf. Das Spiel in Lebring kann getrost als Beispiel für diese verkorkste Saison herangezogen werden. Während die Heimmannschaft aus ihren vorhandenen Mitteln das Maximum herausholt, ist es beim DSV genau umgekehrt. Das Übergewicht im Mittelfeld, der überwiegende Ballbesitz, die vielen hohen Flanken in den Strafraum sind bei unserer Mannschaft kein Garant, dass daraus auch Torchancen (geschweige denn Tore) entstehen. Zu wenig zwingend ist unsere Mannschaft vor dem Tor, zu selten hilft der Instinkt, um gefährliche Situationen zuzulassen, zu oft entscheiden sich die Spieler für den Alleingang, wenn der Nebenspieler besser steht (und umgekehrt). Dass man für den Erfolg auch das notwendige Glück nicht hat, erfahren unsere Jungs zusätzlich Woche für Woche. Lebring überholt durch den knappen 1:0- Sieg den DSV Leoben in der Tabelle, in der unsere Mannschaft zwei Runden vor Schluss gerade einmal ein Tor (!) vor dem Relegationsplatz gelandet ist.

Das so wichtige „Sechs-Punkte-Spiel“ wird von beiden Mannschaften von Anfang an mit großem Einsatz betrieben. Die Donawitzer haben zu Beginn aber gewisse Abstimmungsschwierigkeiten, Lebring kommt daher zu den ersten Torszenen – vor allem Nikola Frljuzec sorgt für viel Aufmerksamkeit: Briza und Berghofer müssen die ersten Flanken unterbinden, ein Fallrückzieher von Frljuzec landet links neben dem Tor. Gefährlicher sieht ein Schuss abermals vom Kroaten aus, Berghofer streckt sich vergeblich, doch der Ball streift knapp links neben der Stange an die Bande. Wenige Minuten später wird Frljuzec nicht genau genug im Strafraum gedeckt, seinen Kopfball kann aber Berghofer sicher halten.

Die Donawitzer? Zwischen den Lebringer Angriffen oft im Ballbesitz, setzen sich dort, wo es ungefährlich ist, zumeist durch, doch die Spitzen werden nicht mit brauchbaren Pässen versorgt. Steiner rackert sich vorne, wie gewohnt, mit hohem Einsatz ab, lässt keinen noch so aussichtslosen Zweikampf aus, und das obwohl ihn der Schiedsrichter bei zahlreichen Foulvergehen, die er viel zu selten sieht, nicht schützt. Die erste Donawitzer Torszene ist eigentlich gar keine, nach einem Reisinger Freistoß, gehen Steiner und Gruber gleichzeitig auf den Kopfball (der knapp über der Torstange streift), einer der beiden ist aber aus Abseitsposition gestartet.

Auf der anderen Seite, die letztlich spielentscheidende Szene. Ein exakter Pass auf den, in dieser Situation von Reisinger zu ungenau gedeckten Frljuzec, der zieht nach rechts in den Strafraum – Briza kann nicht mehr eingreifen – aus spitzem Winkel setzt er den Ball an Berghofer vorbei zum 1:0 für Lebring.

Jetzt endlich kommen auch die Donawitzer zu Strafraumszenen. Pagger zieht links auf und davon, doch anstatt weiter zu laufen und abzuziehen, entscheidet er sich für den Stanglpass auf Unterkircher, der aber von Lebrings Abwehr unterbunden werden kann. Noch gefährlicher die nächste Möglichkeit. Heidinger von rechts kommend spielt auf Unterkircher, der sich an der Toroutlinie durchsetzt und irgendwie den Ball zu Steiner bringt. Aus kurzer Distanz trifft der Stürmer aber nur das Außennetz – da hat nicht viel gefehlt.

Bis zur Pause bringt Gruber einen zu zentralen Schuss an, kommt Unterkircher bei einem Pagger-Freistoß knapp nicht zum Ball und hat der DSV bei einem Lebring-Konter Glück: Nach einem, wie so oft, nicht geahndeten Foul – diesmal an Briza – ist wieder Frljuzec zur Stelle, sein Heber landet über der Latte im Tornetz.

Hellwach und bis zu den Haarspitzen motiviert, starten die Donawitzer in die zweite Spielhälfte. Mit Pressing, schnellem Umschalten und viel Laufarbeit wird alles versucht, um dieses so wichtige Spiel zu drehen. In der ersten Szene nach dem Seitenwechsel wäre der Ausgleichtreffer auch fast geglückt. Ein Pagger-Eckball wird Richtung zweiter Stange verlängert. Tormann Jurschitsch ist bereits geschlagen, doch Freismuth und die Stange verhindern, dass der Ball über die Linie hupft, die Nachschussmöglichkeit vergibt Maier. Flanken und Eckballserien, bei denen immer ein Lebringer Kopf, Fuß oder die Tormann-Faust einen Donawitzer Treffer verhindern, strapazieren die Nerven der Verantwortlichen zusehends.

Aus einem der wenigen Konter vergibt Frljuzec den Matchball. Eine Flanke von der linken Seite zimmert der Lebringer Offensiv-Alleinunterhalter wuchtig an die Latte, zur Vorentscheidung fehlten nur wenige Zentimeter. Die Musik spielte, obwohl Lebring durch den Donawitzer Druck vereinzelt zu Entlastungskontern kam, aber eindeutig auf der anderen Seite. So wie die Lebringer Hintermannschaft die Bälle in Bedrängnis einfach irgendwie wegdrosch, schien der so ersehnte Ausgleich nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch dieses Tor gelang einfach nicht. Die Flanken – vor allem von Reisinger und Pagger – in den Strafraum nahmen zwar noch zu, doch wie schon das ganze Spiel zuvor, fanden sie den Weg nicht zum richtigen Abnehmer.

Eine Pagger-Flanke quer durch den Strafraum wird von Maier knapp nicht erreicht, ein Foulspiel an Steiner (er wird wie so oft mit beiden Händen weggestoßen) im Strafraum bleibt ungeahndet, zu allem Überdruss sieht der eingewechselte Heinemann auch noch seine fünfte Gelbe Karte. Es ist zum Verzweifeln, es wird wirklich Alles versucht, doch es reicht einfach nicht. Schüsse von Heinemann und Petkov prallen ab, nach dem letzten Eckball, der von Lalovic ins Torout befördert wird, macht der Schiedsrichter dem Leobener Trauerspiel ein Ende.

Lebring jubelt, hat durch den besten Mann am Platz, der für sämtliche gefährliche Situationen verantwortlich war und das nicht zu knackende Bollwerk, nicht einmal unverdient gewonnen. Wenn man keine Tore schießt, kann man auch nicht gewinnen lautet die so bittere Bilanz für den DSV Leoben nach einem Spiel, in das vergeblich so viel investiert wurde. Es liegt nun am Trainerteam und dem engeren Umfeld, dass diese Mannschaft wieder aufgerichtet wird und den Kopf in den so wichtigen verbleibenden Spielen nicht hängen lässt. Es liegt noch immer in unserer Hand, die Mannschaft – das hat jeder gesehen – ist völlig intakt, jeder Spieler ist bereit ans Limit zu gehen, das wird sich auch lohnen!

Der DSV Leoben spielte mit: Berghofer, Heidinger (78. Lalovic), Schranz, Pagger, Maier, Gruber (56. Heinemann, G), Unterkircher (G), Petkov, Briza (G), Reisinger, Steiner. Ersatz: Nömayer, Horvat, Machacek.

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