27 14/15: Matthias Pagger verhindert mit seinem Treffer in der letzten Minute eine bittere Niederlage: DSV Leoben gegen Gnas 1:1 (0:1)!

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Landeliga, 27. Runde, FR 22.05.15, 19:00 Uhr, Stadion Donawitz, 225. DSV Leoben – USV Gnas 1:1 (0:1). Torfolge: 0:1 Briza (38, ET), 1:1 Pagger (90.). Schiedsrichterteam Komornyik, Birnstingl, Tretnjak.

Der Stein, der dem Betreuerteam, den Spielern und allen DSV-Fans nach dem Ausgleichtreffer vom Herzen geflogen ist, war in ganz Leoben zu Hören! Wie schon in der Vorwoche gegen Anger, ließen sich die Donawitzer bis zur Schlussphase Zeit, um endlich eine der guten Möglichkeiten zu nützen. Gnas, im ganzen Spiel nur zwei Mal gefährlich vor dem Donawitzer Tor, geht ohne dafür irgendetwas dafür zu Können in Führung. Eine hohe Flanke, bei der weit und breit kein Gnaser in der Gegend steht, köpfelt Briza vermeintlich zurück zum Tormann – doch Berghofer ist schon Richtung Ball unterwegs – und es steht nach dem bitteren Kommunikationsfehler 0:1. Nach einer äußerst enttäuschenden ersten Spielhälfte kommt in der zweiten Halbzeit der DSV-Express endlich richtig in Fahrt. Ein Angriff nach dem anderen wird Richtung Gnaser Tor vorgetragen. Die Chancen, die daraus entstehen, werden aber weder von Lalovic, Gruber (Lattenköpfler) oder Giermair (Stangenschuss) genützt – das nahende Spielende, bei dem Zwischenstand lässt die DSV-Verantwortlichen beinahe verzweifeln. Doch dann kommt Pagger. Der 19-jährige zieht knapp außerhalb des Strafraumes ab, über die linke Innenstange landet der Ball im Netz – ein Traumtor! Das 1:1 bedeutet Aufatmen und Freude darüber, dass man für den Aufwand zumindest mit einem Punkt belohnt wurde. Doch es wird noch verdammt knapp im Abstiegskampf, dem man nur mit Siegen entrinnen kann…

Im zweiten Spiel seit der Abberufung von Gregor Pötscher als Cheftrainer, hatte es das Interimsbetreuerteam mit dem „Angstgegner“ Gnas zu tun, gegen die es  noch nie zu Punkten reichte. Auch der neue Trainer, der ab der kommenden Saison den DSV betreuen wird, Jürgen Auffinger, machte sich ein erstes Bild von seiner künftigen Aufgabe.

Und er sah die Gäste mit dem besseren Start. Nach einem Schuss von Geigl muss sich Berghofer ordentlich strecken, der Kopfball von Klenner nach dem anschließenden Eckball verfehlt auch nur knapp sein Ziel. Die Donawitzer tun sich generell mit dem Spielaufbau schwer, die Gnaser Defensive ist sehr aufmerksam und verhindert Vielversprechendes oftmals schon im Ansatz. Schüsse von Steiner und Lalovic sorgen nicht für die gewünschte Gefahr, mit Flanken ist die Innenverteidigung vorerst auch nicht zu knacken. Gnas macht in dieser Phase des Spieles vieles richtig, attackiert erfolgreich und bestimmt das Tempo im Spiel. Die Konterversuche können von den Donawitzern, die wieder mit der Viererkette agieren, aber auch sicher abgefangen werden. Bis zur 23 Minute, da gelingt es Strohmaier zu enteilen, plötzlich steht er vor Berghofer, sein Schuss fällt aber zu schwach aus – zum Glück, denn da hätte er mehr draus machen können.

Nachdem zwei weitere Donawitzer Angriff Versuche versanden, steht es plötzlich 0:1 – und niemand im Stadion weiß warum! Wohlmuth tritt einen Freistoß aus dem Niemandsland Richtung Strafraum, Berghofer ist aus dem Tor geeilt – gleichzeitig entscheidet sich Briza den Ball per Kopf zurück zum Tormann zu befördern. Das Ergebnis dieses Missverständnisses ist im Spielbericht als Eigentor und 0:1 vermerkt, viel sinnloser kann man eigentlich gar nicht in Rückstand geraten. Kurz vor der Pause die erste wirklich gute DSV-Chance. Lalovic segelt einem Zuspiel von Petkov per Kopf entgegen, der Ball streift nur um Zentimeter über die Querlatte, da wäre Roth chancenlos gewesen.

Auch gleich nach Wiederbeginn hat Lalovic eine gute Gelegenheit endlich seinen ersten Treffer für den DSV zu erzielen. Wieder ist Petkov der Vorbereiter, diesmal ist er trotz Hineinrutschens um den Tick langsamer als Roth am Ball. Die nächste Chance findet Pagger vor. Der gut angetragene Freistoß aus etwa 25 Metern Entfernung verfehlt nur knapp sein Ziel. Die Donawitzer machen jetzt richtig Tempo, sind nun vor allem in den Zweikämpfen aggressiver und setzen die Gäste unter Dauerdruck. Weitere Freistöße von Petkov und Reisinger werden von Roth abgewehrt, ein Schuss aus spitzem Winkel von Giermair kann ins Torout abgewehrt werden. Gnas kann die Kontermöglichkeiten, die durch das offensive Donawitzer Spiel entstehen, nicht ausnützen, abgesehen von einigen hohen Flanken in den Strafraum, bei denen Berghofer und Vorderleute sehr aufmerksam sind, entsteht nichts Gefährliches.

Anders die unermüdlichen Donawitzer, die scheinbar vom Pech verfolgt sind: Nach einer präzisen Flanke von Pagger, der sich auf der linken Seite durchsetzt, scheitet Gruber mit seinem Kopfball aus vollem Lauf an der Querlatte. Auch beim nächsten Schuss bleibt den Donawitzern der Torschrei im Hals stecken. Giermair zieht aus großer Entfernung ab, der Ball findet die Lücke, knallt an die linke Innenstange – hinter dem Tormann kullert der Ball parallel zur Torlinie aus dem Gefahrenbereich. Die Donawitzer Offensive scheint unbelohnt zu bleiben, ehe er doch noch gelingt, der Ausgleich. Matthias Pagger nimmt sich ein Herz, zieht außerhalb des Strafraumes ab, wieder landet der Ball an der Stange, diesmal hat der Fußballgott aber ein Einsehen – von der Stange springt der Ball in der 90. Minute zum vielumjubelten 1:1 ins Netz. Was folgt ist kollektiver Jubel, der für Oben-Ohne-Pagger mit Gelb endet – was soll´s wird sich der Torschütze nach seinem ersten Tor überhaupt denken!

Danach ist Schluss, wie schon in der Vorwoche gegen Anger, kann der hochverdiente Ausgleichtreffer erst im absoluten Finish erzielt werden, die Donawitzer schonen die Nerven ihrer Zuseher nicht im Geringsten. Trotz des Jubels, wird neuerlich das Ziel, nämlich zu Hause zu gewinnen, wieder nicht erreicht. Ein Punkt in der heißen Schlussphase ist zwar besser als keiner, von der Gefahrenzone kommt man damit aber auch nicht weg. Es bleibt in den letzten drei Runden (Lebring auswärts, Frohnleiten daheim und Zeltweg auswärts) nervenaufreibend und spannend. Es hat aber jeder, der da war, gesehen, dass diese Mannschaft intakt ist und nur Kleinigkeiten fehlen, um von dort, wo man nicht hingehört, weg zu kommen!

Der DSV Leoben spielte mit: Berghofer, Schranz, Giermair, Pagger (T,G), Maier, Gruber, Petkov, Briza, Reisinger, Lalovic (56. Unterkircher), Steiner. Ersatz: Nömayer, Makotschnig, Horvat, Machacek.

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