25 14/15: Nichts für schwache Nerven: Unterkircher sorgt mit seinem Ausgleich zwei Minuten vor Schluss wenigstens für einen Punkt!

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Landesliga, 25. Runde, FR 15.05.15, 19:00 Stadion Donawitz 230. DSV Leoben – SV Anger 1:1 (0:0). Torfolge: 0:1 Heil (49.), 1:1 Unterkircher (88.). Schiedsrichter Spörk, Komornyik, Reinbacher.

Das Ziel waren drei Punkte, geworden ist es einer, der DSV Leoben hätte aber auch gänzlich mit leeren Händen dastehen können. In der ersten Spielhälfte haben Steiner, Pagger und Lalovic das so erlösende Führungstor am Fuß, doch keiner von ihnen bringt den Ball am starken Anger-Tormann Schögl vorbei. Nach der Pause nützt Anger den ersten Stellungsfehler der Donawitzer durch Heil zum 0:1, danach wird es eine Krampf- und Zitterpartie. Mit viel Aufwand und Einsatz, aber wenig Durchschlagskraft, versuchen die Donawitzer wieder und wieder das Loch in der Angerer Abwehr zu finden, bis zur 88. Minute aber erfolglos. Dann kommt der Auftritt von Patrick Unterkircher: Mit seinem Kopfballtor ins lange Eck rettet er dem DSV Leoben zumindest einen Punkt, wer weiß, vielleicht ist es genau der Punkt, der zum Schluss den Unterschied aus macht!

Die Ausfälle beim DSV Leoben sind auch im Spiel gegen Anger allgegenwärtiger Begleiter. Briza und Gruber gesperrt, Kahr und Heidinger verletzt, nun fielen auch noch die Trainer Gregor Pötscher (Nasen OP) und Co-Trainer Markus Vögl (Alles Gute, Markus!) aus. Da Juniors-Trainer Markus Briza für dieses Spiel gesperrt war, durfte er auch nicht seine Trainerkollegen vertreten – Tormanntrainer Ewald Nebel musste als Verantwortlicher auf der Bank Platz nehmen. Nicht die besten Voraussetzungen für das so wichtige und schwere Spiel gegen den SV Anger!

Die Gäste hatten die ersten Halbchancen, den Auftakt-Schuss gibt Schmidt ab, Berghofer kann zur Ecke klären. Auch bei einem hohen Ball – Flanke Kainer Richtung Schmidt – kann sich der Donawitzer Tormann, der an sonst eine ruhige erste Spielhälfte hat, durchsetzen. Nach etwa zehn Minuten kommen die Donawitzer im Spiel an. Ein Freistoß von Pagger Richtung zweiter Stange kann von Schögl pariert werden, ein erster Schuss vom sehr aktiven Steiner landet im Außennetz. Nach einer weiteren von Schlögl unterbundenen Flanke (Reisinger) wird es erstmals richtig gefährlich. Steiner wird außerhalb des Strafraumes angespielt, er kann Atangana abschütteln und hat plötzlich die unverdeckte Schussmöglichkeit. Mit einer guten Parade kann Schögl den Kracher aus der Ecke in den Corner lenken.

Nach zwei weiteren Eckbällen, bei denen sich abermals der Angerer Tormann bewähren kann (Faustabwehr vor Steiner), die deprimierende Fortsetzung der Leobener Verletztenliste. Es erwischt Kapitän Thomas Lechner, der mit einer Zerrung vom Platz muss („ich hoffe, dass ich bis Dienstag wieder dabei sein kann!“), sein Ersatz ist der 17-jährige Marko Horvat, der seine Sache in der noch verbleibenden Stunde beherzt und schnörkellos, fast schon abgebrüht erledigt.

Von dem Wechsel zeigen sich die Offensivspieler des DSV Leoben vorerst unbeeindruckt. Ein schnell herausgespielter Pass auf Giermair, der ideal auf Pagger verlängert und schon geht es in den Strafraum Richtung Tormann. Auch Matthias Pagger gelingt es nicht, den Ball am Goalie vorbeizubringen, wieder ist Schögl, diesmal mit Fußabwehr, der Sieger. Auch Lalovic hat seinen großen Moment, in dem er seinen ganzen Frust (noch kein Tor für den DSV) hinter sich lassen hätte können. Mit viel Übersicht spielt er im Strafraum den Ball über Tomka, ist am Elfer völlig frei vor dem Tormann und zieht mit links ab. Zumindest versucht er das, er trifft den Ball nicht, Gaulhofer kann dann den zweiten Versuch verhindern – wieder nichts! Nach zwei hohen Freistößen in den Strafraum von Pagger und Heinemann, die leider nichts bringen pfeift Schiedsrichter Spörk zur Halbzeitpause.

Unglaublich, dass nicht eine dieser hochkarätigen Chancen für ein Tor reichten – wie es geht zeigt Anger. Nachdem gleich zu Beginn der zweiten Hälfte Pagger von der linken Seite den scharfen Stanglpass spielt, den sowohl Steiner als auch Giermair nur knapp verfehlen, jubeln fast im Gegenzug die Gäste. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld geht es schnell. Anger ist plötzlich in der Überzahl, Schmidt (von Schranz nicht mehr erreicht) zieht links in den Strafraum – Berghofer und Horvat machen den Schritt zu ihm, damit ist Heil in der Mitte völlig frei. Ohne Mühe schiebt er den Ball zum 0:1 in die Donawitzer Maschen, einfach nur zum Haare raufen…

Die Donawitzer Schrecksekunde dauert etwa drei Minuten, in dieser Zeit halten Maier (mutiges aber erfolgreiches hinein rutschen bei einem Nemeth-Vorstoß) und Berghofer (pariert einen Kainer-Schuss) den DSV im Spiel. Nach 54 Minuten der nächste verletzungsbedingte Austausch. Dieses Mal erwischt es Matthias Pagger, dem von hinten in die Sehne geschlagen wird (Schiri hat es leider nicht gesehen), er wird von Patrick Unterkircher ersetzt. Was nun folgt ist ein Sturmlauf mit allen Mitteln. Es werden Standards erzwungen, viele hohe Flanken gehen Richtung Angerer Strafraum, doch der Abschluss gelingt einfach nicht. Wenn sich dann doch die Schussmöglichkeit ergibt, wird das Gästetor nicht getroffen (Unterkircher, Reisinger, Giermair).

Das Schlimmste wird schon befürchtet, doch dann ist Unterkircher zur Stelle. Eine Flanke von links (Schranz?) fällt in hohem Bogen über die Angerer Verteidiger, Unterkircher steigt hoch und drückt den Ball per Kopf ins lange Eck! Das 1:1 in der 88. Minute war zweifellos hochverdient, doch schwer erkämpft und vom Zeitpunkt her nichts für schwache Nerven. Es bleibt bei dem Unentschieden, mit dem der DSV im Abstiegskampf leben muss. Obwohl der DSV mit dem Punkt zwei Plätze (nun 11. Rang) gut machen konnte, geht der Wahnsinn – der Zehnte Lebring hat einen Punkt mehr als der 15. Liezen – jetzt erst so richtig los.

Also, Anger abhaken, volle Konzentration auf die beiden nächsten schweren Spiele – am Dienstag in Liezen und am Freitag in Donawitz gegen Gnas!

Der DSV Leoben spielte mit: Berghfer, Lechner (32. Horvat), heinemann, Schranz, Giermair, Pagger (54. Unterkircher, T), Maier, Petkov, Reisinger, Lalovic, Steiner. Ersatz: Nömayer, Makotschnig, Machacek.

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