22 14/15: Auswärtsfluch wieder nicht abgelegt! Der DSV Leoben verliert in St. Anna durch ein Elfertor mit 0:1 (0:0)!

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Landesliga, 22.Runde, SA 25.04.15, 19:00 Bollwerk Arena, 500. SV St. Anna/A. – DSV Leoben 1:0 (0:0). To: Kobald (51., Elfer).Schiedsrichter Wangg, Adanitsch, Resch.

Was muss passieren, dass der DSV Leoben auswärts etwas Zählbares mitnehmen kann? Die Antwort bleibt nach der achten Niederlage in Serie außerhalb Leobens weiterhin das große Geheimnis, das es endlich zu lüften gilt! Der DSV Leoben spielt vor der Pause ganz gefällig, ohne dabei gefährlich zu werden, da aber auch St. Anna offensiv nicht zwingend spielt, bleibt es bis zum Halbzeitpfiff beim logischen 0:0. Für den verletzt (Wade) ausgetauschten Briza kommt Machacek aufs Feld, mit einer seiner ersten Aktionen bringt er Gutensohn im Strafraum zu Fall – Schiri Wangg liegt bei seiner ersten von drei Strafrauentscheidungen richtig – und gibt Penalty. Kobald stellt auf 1:0, danach wird die ganze Donawitzer Misere sichtbar. St. Anna steht gut, stört im entscheidenden Moment, der DSV kommt nie wirklich gefährlich vor das Tor. Ein schöner Petkov-Freistoß an die Latte bleibt die gefährlichste Offensivaktion. Die zweite Strafraumentscheidung des Schiris ist eindeutig falsch: Schuster wird im Sechzehner an der Hand getroffen, Wangg verlegt den Tatort an die Strafraumgrenze und gibt nur Freistoß! In der Schlussphase, St. Anna verlegt sich aufs Kontern, die nächste Fehlentscheidung. Wangg gibt nach klarem Foul an Schranz, der dabei den Ball auf die Hand bekommt, wieder Elfmeter für St. Anna. Diesmal tritt Ulrich an und verschiesst – es bleibt beim knappen 1:0 für die Hausherren!

St. Anna am Aigen hat laut Wikipedia 2.368 Einwohner, beinahe jeder vierte davon wollte sich bei Spritzer und Schnitzelsemmel, den nächsten Erfolg ihrer Mannschaft ansehen. Schlussendlich wurden Bollwerk-Bullen und andere Fans auch nicht enttäuscht.

Der DSV Leoben, erstmals in diesem Kalenderjahr mit den roten Dressen, beginnt recht konzentriert mit Augenmerk auf die gesicherte Abwehr. Zwei Mal in der Anfangsphase gelangt St. Anna dennoch in den Strafraum, doch Maier und danach Briza vor Marko Guja können entscheidend klären. Die Donawitzer Angriffe sind harmlos – Pässe auf Lalovic bringen nicht viel, er kann sich kaum durchsetzen oder verpasst den idealen Abspielzeitpunkt – zu einem Torschuss reicht es auch nicht. Da aus dem Spiel heraus wenig geht, wird mit hohen Bällen versucht die Lücke zu finden, es bleibt bei Pagger-Flanken bei den Versuchen. Nicht nur Reiter (muss einmal fausten und einmal abwehren) im Tor von St. Anna, auch Nömayer bleibt weitgehend unterbeschäftigt.

Seine Vorderlaute leisten gute Arbeit, mit vereinten Kräften – Lechner, Briza und Maier sind stets Endstation der gegnerischen Angriffe – werden im Ansatz gute Angriffe vorzeitig vereitelt. In dem durchaus flotten Spiel auf Augenhöhe, in dem eigentlich nur die Torszenen fehlen, verletzt sich Markus Briza kurz vor der Pause an der Wade (Diagnose folgt am Montag). Keine gute Meldung, da das Gefüge hinten sehr dicht, fast „blind“ funktionierte. Nach dem Seitenwechsel wird das mit dem Austausch, Machacek für Briza, auf eine erzwungene Bewährungsprobe gestellt.

Den ersten Angriff nach der Pause hat St. Anna. Ein langer Pass auf Marko Guja und der zieht ab. Den Stanglpassversuch kann gerade noch vom hinterher eilenden Maier weggespitzelt werden, zum wiederholten Mal ein guter Einsatz von Maier. Dann die 50. Minute. Gutensohn setzt sich auf seiner rechten Seite im Strafraum durch, zieht zur Mitte und wird bei diesem Versuch von Machacek „geschnitten“. Natürlich segelt der Spieler von St. Anna spektakulär durch den Strafraum, er hat diesen Elfer gesucht, Machacek ist gerade recht gekommen, Mangg bleibt gar nichts anderes übrig als auf den Elferpunkt zu zeigen. Bitter, aber korrekt , Kobald tritt zum Strafstoß an, Nömayer ist fast, aber eben nicht ganz dort, St. Anna führt mit 1:0.

Nur drei Minuten später, die Ausgleichchance (eine der ganz wenigen). Nach Foul an Giermair knapp außerhalb des Strafraumes zirkelt Pektov den Ball an die Querlatte, Reiter wäre wohl chancenlos gewesen. So nach gut einer Stunde wird das Spiel hektischer. Die Fouls werden härter, vor allem Gruber wird mehrmals ordentlich in die Mangel genommen. St. Anna sieht zwar nach der Pause insgesamt fünf Gelbe Karten – die ärgsten Vergehen (von Ciril Guja und Matej Rogac) werden aber nicht geahndet – da hätte ein anderer Schiri sicherlich wesentlich härter durchgegriffen!

In der 65. Minute vergibt Marko Guja den ersten Matchball. Der Wechselpass fällt hinter die Leobener Abwehr, er zieht, verfolgt von Maier, auf Nömayer, umspielt den Tormann, kann aber den Ball aus spitzem Winkel an Maier nicht vorbei bringen, nächste gute Aktion vom rechten Verteidiger. Nach 69 Minuten ist für Lalovic Schluss, er muss dem noch nicht 100% fitten, aber voll motivierten Tim Heinemann Platz machen. Nur eine Minute später eine folgenschwere Fehlentscheidung. Ein Vorstoß über Schranz und Maier von der rechten Seite führt zu einer Flanke, gut einen Meter im Strafraum wird Schuster der Ball an die Hand geschossen. Was macht Schiri und Assistent. Sie befördern den Tatort an die Strafraumgrenze und geben statt Elfmeter nur Freistoß, der nichts einbringt.

Auf der anderen Seite  kann ein Lochpass vom eingewechselten Bakanic auf Guja von Nömayer mit beherztem Herauslaufen verhindert werden. In der 80 Minute ist sie da, die aussichtsreiche Schussposition. Da Nik Gruber zu lange benötigt, um zum Schuss zu kommen, wird diese Chance ebenso wenig genützt, wie ein Schuss von Schranz wenig später. In der Nachspielzeit, es hätte sich am Sieg von St. Anna nichts mehr geändert, die für alle offensichtlichste Fehlentscheidung. Ein hoher Ball in den Strafraum, Schranz wird von seinem Gegenspieler klar gestoßen, durch diesen Stoß landet der Ball auf der Hand von Schranz. Was macht der Schiri: Gelb für Schranz und Elfer! Dass dieser Elfmeter nicht gerechtfertigt war, hat sich wohl auch Ulrich gedacht – er pfeffert den Ball über das Tor.

Die ganze Aufregung über die schlechte Schirileistung darf aber keine Sekunde lang hinwegtäuschen, dass der DSV Leoben zu wenig nach vorne gemacht hat. So bitter es klingt, St. Anna war cleverer, hatte zwar Glück bei manchen Schirientscheidungen, hatte aber in jedem Fall die konkreteren Torchancen – deshalb fällt der knappe Sieg nicht unverdient aus. Die Konsequenz aus dieser Niederlage – es rutscht Alles noch enger zusammen, der Achte Zeltweg ist gerade einmal sechs Punkte vor dem Relegationsplatz (nun Fürstenfeld), der DSV Leoben ist da jetzt mitten drinnen… Am 1. Mai um 19:00 Uhr kommen Kapfenbergs Amateure nach Donawitz, da wären Punkte jedenfalls wichtig!

Der DSV Leoben spielte mit: Nömayer, Lechner, Schranz (G), Giermair, Pagger (88. Horvat), Maier, Gruber, Petkov, Briza (46. Machacek, G), Reisinger, Lalovic (68. Heinemann). Ersatz: Berghofer.

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