17 14/15: Kein Sieger im kampfbetonten Spiel gegen Voitsberg: Der DSV Leoben holt beim 2:2 (0:1) zwei Mal einen Rückstand auf!

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17. Runde, Landesliga, FR 20.03.15, 19:00, Stadion Donawitz, 270. DSV Leoben – ASK Voitsberg 2:2 (0:1). Torfolge: 0:1 J. Hiden (31.), 1:1 Giermair (67.), 1:2 J. Hiden (71.), 2:2 Schranz (77.). Schiedsrichterteam: Brunner, Bektas, Poric.

Anders als beim letzten Heimspiel gegen Gleinstätten, kam von Voitsberg von Beginn an viel mehr Gegenwehr. Einige verlorene Zweikämpfe, zusätzlich stimmte die Passgenauigkeit in der Vorwärtsbewegung nicht immer und schon lief es nicht so rund wie zuletzt. Gerade in der Phase, in der sich die Donawitzer steigerten, passierte das Missgeschick („blinder“ Rückpass zum Tormann, den J. Hiden abfangen konnte), das zum 0:1 führte. Danach spielte sich das Schiedsrichterteam in den Mittelpunkt: Beim vermeintlichen Ausgleich durch Briza, sah der Assistent eine Abseitsentscheidung, zwei Attacken im Strafraum der Voitsberger waren dem Unparteiischen nicht elferwürdig. In Durchgang zwei wird Giermair ideal freigespielt, von der rechten Seite trifft er zum vielumjubelten Ausgleich. Das Vorhaben, das Spiel noch zu drehen, wurde nur vier Minuten danach  erheblich gestört. Abermals Jürgen Hiden erreicht einen weiten Wechselpass und stellt auf 1:2. Die Donawitzer waren erneut gefordert und tatsächlich gelang neuerlich der Ausgleich: „Riese“ Mark Schranz erlöst seine Mannschaft mit einem Kopfballtreffer zum 2:2 – der letztlich nicht unverdiente Endstand, weil danach keine der beiden Teams noch zulegen konnten.

Schon in der ersten Spielminute gibt Voitsberg den ersten Warnschuss ab, Pehsl scheitert mit seinem Versuch knapp über dem Tor. Nachdem eine Minute auch Hutter mit einem Freistoß aus großer Distanz scheitert, ist der DSV ausreichend vor der Gefährlichkeit der Gäste gewarnt. Die Donawitzer kommen an diesem Abend schwerer als erhofft in Fahrt. Zu erfolgreich werden die ballführenden Spieler attackiert, zu wenig variantenreich wird offensiv agiert. Nach einem Petkov- Kopfball (links am Tor vorbei), endet in der neunten Minute die erste gefährliche Szene auf Donawitzer Seite letztlich mit einem Rückpass: Kahr flankt zur Mitte, Giermair lässt in der Mitte durch, an der zweiten Stange kann ein Verteidiger den Ball vor Reisinger zum Tormann zurück befördern. Gefährlicher bleiben im Konter die Gäste. Jürgen Hiden, der nur schwer zu halten ist, geht plötzlich durch, Nömayer kann mit einer tollen Fußabwehr den Rückstand verhindern. Auch auf der anderen Seite entwischt Pagger vorerst seinem Gegenspieler, kann aber vor dem Abschluss im Strafraum doch wieder eingeholt und am Torschuss gehindert werden.

Die Donawitzer werden nun stärker, es gelingt nun besser das Mittelfeld zu überbrücken – Strafraumszenen häufen sich. Ein Schuss von Kahr (Vorlage Reisinger) fällt zu unplatziert aus, bei einem Hammer von Gruber kann sich Hiebler im Gästetor auszeichnen. Flanken von Schranz, sowie Eckbälle von Pagger unterstreichen zwar die Dominanz der Hausherren, sorgen aber nicht für echte Torgefahr. In der 31. Minute passiert es. Heidinger rettet mit einem Sprint einen Ball vor der Seitenoutlinie und will diesen zurück auf Nömayer befördern. Genau auf diesen Rückpass wartet Jürgen Hiden, er sprintet dazwischen und ist plötzlich alleine vor Nömayer am Ball. Er umspielt den Tormann und schiebt den Ball zum 0:1 ins leere Tor. Riesenfehler, der leider prompt bestraft wird. Kurz darauf wird in der Hintermannschaft der Ball nicht weggebracht, Pehsl am Sechzehner kommt zum Torschuss, ist aber selbst überrascht und vergibt leichtsinnig.

34. Minute – Ausgleich für den DSV. So hätte es zumindest sein können, hätte der Schiriassistent bei einem Briza- Treffer die Fahne nicht gehoben. Pagger zirkelt einen Freistoßball hoch Richtung zweiter Stange, über alle Köpfe springt der Ball am Boden auf und Briza ist mit dem Kopf aus spitzem Winkel zur Stelle. Ob das wirklich Abseits war? Eindeutig falsch waren ausgebliebene Pfiffe des Schiedsrichters am und im Voitsberger Strafraum. Sowohl Petkov an der Strafraumgrenze als auch Kahr glasklar im Strafraum werden ohne Konsequenzen gelegt. Die Donawitzer bleiben am Drücker. Nach einer Flanke von Schranz schießt Kahr auf das kurze Eck – Hiebler kann den Ball über die Latte abwehren. Vor der Pause kommen Gruber (Schuss) wirklich und Giermair fast (Tormann bei Schranz- Vorlage schneller am Ball) zu Torchancen, es bleibt beim enttäuschenden 0:1.

Nach dem Seitenwechsel haben wieder die Gäste die ersten guten Angriffsmöglichkeiten. Ein Freistoß von Hutter landet über dem Kreuzeck, nach einem Abwehrfehler kann Lechner im letzten Moment den Stanglpass von Hiden (Nömayer war aus dem Tor geeilt) zur Mitte unterbinden. Nach 54 Minuten ist für Erik Kahr das Spiel zu Ende. Ein Ball aus kurzer Distanz trifft ihn im Bereich Schläfe/Auge, benommen bleibt er kurz liegen, kann dann aber ohne Bahre vom Platz gebracht und durch Steiner ersetzt werden. Während Voitsberg nun destruktiver wird (durch Härteeinlagen – zwei Gelbe und Zeit schinden – Tormann bindet sich genussvoll die Schuhe vor einem Abstoß), schalten die Donawitzer einen Gang höher. Pagger verzieht im Strafraum einen Abpraller, einen Schuss von Gruber kann Hiebler im Nachfassen klären.

Nach 67 Minuten ist es aber so weit. Giermair wird von Petkov ideal frei gespielt, er enteilt Trost und zimmert den Ball unter die Querlatte zum 1:1. Der Treffer war schön herausgespielt, abgeschlossen und mehr als verdient! Die Freude über diesen Ausgleich währt nur wenige Minuten. Mit einem langen Wechselpass von Koch auf Jürgen Hiden wird die gesamte Abwehr ausgehebelt. Heidinger kann den Pass, Nömayer den darauffolgenden Schuss zum 1:2 nicht unterbinden, der eben erst aufgeholte Rückstand ist neuerlich Realität. Ein guter Freistoß von Briza – knapp an der rechten Stange vorbei, leitet die neuerliche Donawitzer Offensive ein. Die Jungs rackern, laufen und kämpfen – dieser Einsatz wird schließlich belohnt. Ein Voitsberger Zuspiel kann unterbunden werden, Giermair läuft sich an der linken Seite frei und flankt perfekt zur Mitte. Mark Schranz sprintet Richtung Fünfmeterraum, erreicht den Ball zwischen Rodler und Koch per Kopf und erzielt das 2:2! Tore von Mark Schranz haben Seltenheitswert: Der erste Treffer in dieser Saison, das zweite Tor überhaupt (im Vorjahr erzielte er beim 1:1 den Führungstreffer beim Aufsteiger Weiz!), Gratulation!

In der Schlussphase kann sich der DSV nicht mehr steigern. Es werden wohl zahlreiche hohe Bälle in den Strafraum geschlagen, einige Eckbälle können herausgeholt werden und Giermair jagt den Ball im Strafraum in den Nachthimmel. Es bleibt aber beim 2:2 Unentschieden. Das Ergebnis geht in Ordnung, der DSV hatte zwar wesentlich mehr Spielanteile, mehr Tormöglichkeiten und war bei einigen Schirientscheidungen zumindest nicht begünstigt, dennoch: Voitsberg hatte vor allem mit Doppeltorschützen Jürgen Hiden den gefährlichsten Spieler in seinen Reihen, neben den beiden Treffern, hatte alleine er noch zwei Hochkaräter, die er zum Glück (und Können von Nömayer &  Lechner) nicht auch noch verwerten konnte. Der Trainer hatte vor dem Spiel gegen Voitsberg gewarnt – eine so tolle Leistung wie zuletzt gegen Gleinstätten ist schwer zu bestätigen  – und sollte Recht behalten.

Dennoch, das 2:2 ist kein Beinbruch, der DSV Leoben bleibt nach dieser Runde am siebten Tabellenplatz. Nächste Woche fahren die Donawitzer erstmals in die Fremde – am FR 27.03.15, ab 18:30 heißt der Gegner Fürstenfeld!

Der DSV Leoben spielte mit: Nömayer, Lechner, Kahr (54. Steiner), Heidinger, Schranz (T), Giermair (T), Pagger (85. Maier), Gruber N., Petkov, Briza, Reisinger. Ersatz: Berghofer, Pachner A., Pachner R.

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