Feuer am Dach beim DSV Leoben: Gibt es noch eine Rettung für den steirischen Traditionsverein?

Zum Bersten voll präsentierte sich der VIP Klub im Donawitzer Stadion anlässlich der Außerordentlichen Generalversammlung des DSV Leoben. Vorstand, Mitglieder, Nachwuchstrainer, Eltern von Spielern, Fans und zahlreiche Interessierte – darunter auch DSV Legende Walter Schachner – sowie einige Pressevertreter trafen sich zur schonungslosen Momentaufnahme unseres Vereines.

„Alle sind aufgerufen einen Ausweg zu finden“ meint der scheidende Präsident Gabor Heinemann!

Und der Präsident redete nicht lange um den heißen Brei. Nach fünf Jahren an der Spitze des Vereines, den er vom anwesenden Vorgänger Edi Lieber unter schwierigsten Bedingungen übernommen hatte, zieht sich Dr. Gabor Heinemann als Obmann des Vereines zurück. Der Präsident betonte mehrmals, dass der DSV Leoben im Moment weitgehend entschuldet ist, und bis März alle Ausgaben bedient werden können, dass er aber die Kosten, die bei einer entsprechenden Weiterführung ab März des kommenden Jahres, nicht in dieser Form bewältigen kann.

Heinemann kann und will nicht, er ist schließlich auch verantwortlich für seine Familie und für 20 Mitarbeiter seiner Erdöl-Firma, wissend um die Höhe des finanziellen Fehlbetrages, den er mit etwa 60.000 Euro bis zum Ende der Saison 2014/15 beziffert, künftige Gläubiger schädigen. Für das kommende Jahr würde der wahrscheinliche Fehlbetrag, nach Wegfall der Kooperation mit der HIB Liebenau, etwa 120.000 Euro betragen. Ein seriöser Geschäftsmann handelt bevor das Problem ausweglos wird und informiert zu einem Zeitpunkt, bei dem noch eine positive Weiterführung möglich ist.

Eigentlich sollte das Aufbringen dieser Summe für einen 1928 gegründeten, jahrzehntelang in der Bundesliga antretenden Traditionsverein aus der zweitgrößten steirischen Stadt doch nicht das große Problem sein, der Präsident kann das aber nicht (wie in den vergangenen Jahren, in denen er Ausfälle aus der eigenen Tasche bezahlen musste) stemmen und zieht mit seinem Rücktritt daher die Konsequenzen. Da während der Generalversammlung kein neuer Vorstandvorschlag eingebracht werden konnte, ergibt sich folgendes Szenario:

Bis zum 15. Dezember 2014 muss ein handlungsfähiger Vorstand installiert sein, sonst gibt es für alle Spieler der Kampfmannschaft eine sofortige Freigabe. Ist dann auch bis zum 12. Jänner 2015 kein Vorstand im Amt, wird der Spielbetrieb eingestellt. Den Nachwuchsbereich wird dies nicht betreffen, da bereits im April dieses Jahres ein Verein „DSV Juniors“ gegründet wurde, in den – n u r  bei einer Einstellung des Betriebes – alle Nachwuchsspieler überführt werden. Heinemann betont, dass bis zu den beiden erwähnten Terminen der aktuelle (von den Mitgliedern mit einer Gegenstimme entlastete) Vorstand weiterhin aktiv ist und sämtlichen Verpflichtungen nachkommen wird.

Heinemann ruft Alle am DSV Leoben Interessierten auf, einen Weg zu finden um das Katastrophenszenario abzuwenden. Wenn jemand die Möglichkeit hat, den Verein zu unterstützen oder mit Kontakten möglicher Unterstützer weiter helfen kann, so möge er sich melden. Er ist mit seinem Vorstand sofort bereit, ein neues Team in allen Belangen zu unterstützen. Wilfried Gröbminger berichtete von Gesprächen im Hintergrund, die aber noch zu keinem konkreten positiven Ergebnis geführt haben, es sind aber auch kleinere Spender (z. B. über Mitgliedsbeiträge) gefragt und als Symbol für den Verein willkommen.

Dichtes Gedränge im VIP-Klub. Die Situation ist sehr ernst, aber noch nicht hoffnungslos!

„Es gibt keinen Schuldigen an dieser Situation. Es ist nicht wie oftmals gehört die Stadtgemeinde, auch sei es nicht die VÖEST oder sonst ein großer Betrieb, der zweifellos entsprechende Möglichkeiten hätte. Es sind einfach zu Wenige, die noch dazu zu wenig einbringen, um auf diesem Niveau spielen zu können. Ich erkenne für mich keine positive Fortführungsprognose, alle mir möglich scheinenden Türen sind oder wurden verschlossen – nach meinem dritten Rücktritt, muss ich einsehen, dass man so nicht weiter machen kann. Es ergibt sich die äußerst kuriose Situation, dass ein schuldenfreier Verein, wenn bis zu den erwähnten Terminen kein neuer Vorstand das Ruder übernimmt, in den Konkurs geschickt werden muss!“

Harte, ehrliche, schwer verdauliche Worte zu einem Zeitpunkt, an dem noch eine Rettung des Vereines nicht zu spät ist. Auch Walter Schachner, den die Zukunft seines Vereines am Herzen liegt, hat sich bereit erklärt an Gesprächen und Terminen bei potentiellen Geldgebern teil zu nehmen. Wer sich bis jetzt noch im Hintergrund bedeckt hält, möge jetzt vortreten, es ist nicht fünf vor zwölf, sondern genau eins vor zwölf, den schuldenfreien Verein samt Spielern, gibt es nur noch bis 15. Dezember 2014!

Auch er will mithelfen: Walter Schachner!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Auracher
steinkellner logo
Skamander
Skamander
ASKÖ
Beyer_logo
Brandls Bauernladen
Buchis GmbH
Buchis GmbH
pachner
erlebnisleoben
climacraft
eisen_neumueller
hornbach
kelag
OOEVLogo
opel_fior
auto-pichler-Logo
sefra
sekotil_logo_oben
steiermaerkische-sparkasse
stiwog
svsschuster
Swietelsky_logo
trachten kalander
WILKE

Facebook