15 14/15: Das Beste kam zum Schluss: Der DSV verabschiedet sich mit einer 6:1 (4:1)- Galavorstellung gegen Zeltweg in die Winterpause!

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Landesliga, 15. Runde, FR 31.10.14, 19:00. Stadion Donawitz, 530. DSV Leoben – FC Zeltweg 6:1 (4:1). Torfolge: 0:1 Fischer (7.), 1:1 Kerek (15.), 2:1 Kerek (19.), 3:1 Petkov (32.), 4:1 Reisinger (39.), 5:1 Kerek (56.), 6:1 Steiner (64.). Schiedsrichterteam: Strasser, Bektas, Hebesberger.

Wer hätte das gedacht? Gegen Zeltweg so klar zu dominieren, sechs Tore zu erzielen und dazu noch ein halbes Dutzend hochkarätige Chancen liegen lassen – damit haben nicht einmal die kühnsten Optimisten gerechnet. Zeltweg geht durch Fischer zwar in Führung, doch spätestens nach Kereks Ausgleich spielt nur mehr eine Mannschaft vor 530 Zusehern. Und das ist der DSV Leoben. Angetrieben von einem topmotivierten Norbert Kerek geht es Schlag auf Schlag: Kerek zum 2:1, Petkov per Kopf auf 3:1 und noch vor der Pause erhöht Reisinger auf 4:1. Nach dem Seitenwechsel legen Kerek (sein dritter Treffer an diesem Abend) und Steiner mit Toren nach – Zeltweg fällt nur mehr durch eine Rote Karte von Krivic auf. Das Spiel geht auch in dieser Höhe völlig verdient mit 6:1 aus – alleine Triplepack-Kerek hatte noch Chancen auf drei weitere Treffer! Gratulation an Trainer und Mannschaft, die trotz der Tiefschläge in den letzten Wochen kontinuierlich weiter arbeitete und dafür belohnt wurde!

Ohne Briza (Rotsperre) und Kahr (entschuldigt) – beide waren immerhin für acht der 21 Donawitzer Tore verantwortlich – auch Heinemann noch nicht fit für neunzig Minuten, musste Trainer Pötscher personelle Änderungen vornehmen. Süßes oder Saures, die Frage zum Tage wurde in der Anfangsphase des Spieles gegen Zeltweg noch nicht ausreichend zufriedenstellend beantwortet. Den ersten Schuss des Spieles gibt zwar Kerek ab (vom Sechzehner, Reinwald ohne Probleme), besser ins Spiel kommen aber die von zahlreichen Gästen unterstützten Zeltweger. Schlager spielt auf Fischer, der zieht von der rechten Seite ab, doch Nömayer fängt.

Nach sieben Minuten jubeln die Gäste. Eine Flanke von der linken Seite (Klicnik M.) wird ebenso nicht unterbunden wie die Annahme von Fischer in der Mitte (viel zu weit weg vom Mann). Der Zeltweger Torjäger lässt sich nicht bitten, mit seinem neunten Saisontreffer fixiert er aus kurzer Distanz das 0:1. Déjà-vu in Donawitz. Wieder einmal stimmen Aufteilung und Zuordnung überhaupt nicht, viel zu einfach wird ein Gegentreffer kassiert – zu diesem Zeitpunkt befürchtete die Mehrzahl der Donawitzer Zuseher eher Saures als Süßes – doch es sollte ganz anders kommen!

Die Leobener, angetrieben von Steiner, wollten diesmal nicht schon wieder einer Analyse nach einer Niederlage zuhören, sondern mit mehr Einsatz das Glück erzwingen. Und es funktionierte. Nach zwei Zeltweger Kontermöglichkeiten – Marc Klicniks Schuss wird von Nömayer, ein Zuspiel im Strafraum Richtung Schlager, wird von Giermair unterbunden – spielen die Donawitzer groß auf. Ein Pass durch die Mitte landet bei Steiner, der auf Kerek verlängert. Der Ungar startet ideal, lässt Jusic stehen und bringt zum richtigen Zeitpunkt den perfekten Heber über Reinwald zum 1:1 an. Sehr gelungene, schöne und schnelle Aktion. Der perfekte Auftakt für Donawitzer Festspiele, denn nur vier Minuten später ist abermals Norbert Kerek dafür verantwortlich, dass seine Mannschaft jubeln darf. Einen Zuckerpass wird auf Petkov gespielt, der sich problemlos lösen kann. Er zieht von der linken Seite in den Strafraum, Hausberger und Stocker können eben so wenig wie der Tormann verhindern, dass zum richtigen Zeitpunkt der Stanglpass auf Kerek, der unverständlicher Weise völlig alleine vor dem leeren Tor angespielt werden kann, folgt. Der Vollzug ist kein Auftrag für Kerek, mit dem 2:1 dreht der DSV in nur vier Minuten das Spiel.

Einmal hätte es (vielleicht) noch einmal spannend werden können. Dann, wenn der Freistoß von Klicnik M. statt neben dem Kreuzeck, im Tor gelandet wäre – das war aber die letzte konkrete Zeltweger Torchance in diesem Spiel in der 25. Minute. Nach einem schönen Zuspiel von Steiner ist es wieder Kerek der mit einem Heber Reinwald überrascht, der Tormann kann den Ball zwar im Zurücklaufen irgendwie wegfausten, doch den Abpraller erreicht Unterkircher, der das Leder nur an die Außenstange schießt. Das Vergeben dieser Hundertprozentigen Chance wird nicht lange bedauert, da es nach einem Eckball kurz darauf 3:1 steht. Giermair zirkelt den Ball zur Mitte, Lechner verlängert den Ball Richtung zweiter Stange, dort läuft Petkov instinktiv hin und schließt per Kopf erfolgreich ab. Zeltwegs Abwehr präsentiert sich löchrig wie ein Schweizer Käse, so einfach war das Tore schießen in dieser Saison noch nie. Und es geht in dieser Tonart weiter. Unterkircher, der als Vollstrecker an diesem Abend Pech hat, übernimmt die Rolle des Assistgebers. Sein Zuspiel übernimmt Reisinger, der von der rechten Seite in den Strafraum dringt. Aus fast schon spitzem Winkel zieht er ab und netzt am Tormann vorbei zum 4:1 ein.

Nach einem Lechner- Kopfball (Giermair- Flanke), der über das Tor steigt, pfeift Schiedsrichter Strasser die erste Spielhälfte ab – eine sensationelle halbe Stunde der Donawitzer reichte, um dieses Derby eigentlich schon zu entscheiden. Nach der Pause wirkt Zeltweg zwar entschlossener, möchte mit einem schnellen Tor vielleicht noch einmal heran kommen, doch die Donawitzer wissen sich zu helfen. Mit viel Einsatz und Laufbereitschaft werden gefährliche Situationen stets verhindert, das Zeltweger Plus im Ballbesitz, erweist sich als wirkungslos.

Die Musik spielt im Zeltweger Strafraum. Eine schöne Reisinger- Flanke auf Kerek wird wegen einer knappen Abseitsposition beendet (wieder wäre Kerek bereit gewesen), danach zieht Steiner durch die Mitte aufs Tor. Uneigennützig legt er auf den rechts völlig freien Unterkircher ab, doch der Unglücksrabe kann auch diese Chance nicht zu einem Tor nützen – er trifft den Ball nicht richtig, der von seinen Verteidigern im Stich gelassene Reinwald, kann abwehren. Kurz darauf wird Kerek ideal frei gespielt, diesmal verzögert er aber etwas zu viel und kann noch vor dem Schussversuch im Strafraum von Stocker gestoppt werden.

In der 56. Minute setzt Norbert Kerek doch noch einen drauf. Petkov spielt den Lochpass auf den Ungarn, diesmal lässt sich der Stürmer diese Chance nicht entgehen, am Tormann vorbei schiebt er den Ball zum 5:1. Sein dritter Treffer, der fünfte in dieser Saison, der Mann des Abends ist zweifellos der lange Ungar! Zeltweg, nun nicht mehr vorhanden, ergibt sich dem Schicksal. Giermair ist mit zwei Freistoßversuchen gnädig (Mauer), danach wird Steiners starke Leistung mit einem Tor belohnt. Der Stürmer wird zum x-ten Mal durch die löchrige Abwehr auf die Reise Richtung Strafraum geschickt, mit einem schönen Lupfer über den Tormann sorgt er für das 6:1.

Es ist zwar Nörgeln auf höchstem Niveau, aber alleine Kerek hätte nach seinen drei Toren zumindest noch zwei machen können (müssen). Zweimal scheitert er aus kürzester Distanz, unglaublich aber Zeltweg (und das muss an dieser Stelle gesagt werden: Die Mannschaft von Robert Früstük spielte eine ausgezeichnete Herbstsaison, zählt als Aufsteiger zu den spielstärksten Teams, dieses Spiel in Donawitz war eine einmalige Ausnahme!) hatte Glück, nicht zweistellig nach Hause geschickt zu werden – die Chancen dazu waren zweifellos vorhanden! Unrühmlicher Höhepunkt nach etwa 75 Minuten. Der eingewechselte Ex- DSV Kicker Anes Krivic tritt am Boden liegend nach und trifft Lechner, der Schiedsrichter sieht das und schickt ihn mit Rot unter die Dusche.

Das 6:1 bedeutet den höchsten Sieg seit zweieinhalb Jahren, damals wurden die KSV-Amateure nach fünf Rottensteiner- Toren mit dem gleichen Ergebnis nach Hause geschickt. Der Herbst endet versöhnlich, nach den Enttäuschungen zuletzt, hätte der Mannschaft dieses Ergebnis wohl niemand zugetraut. Gratulation an das Betreuerteam und natürlich an die Jungs, die an diesem Abend einfach Alles richtig machten! Einmal konzentrieren heißt es noch in diesem Jahr 2014. Am kommenden Wochenende müssen die Donawitzer zum Steirercup nach Judenburg (SA, 8.11., 14:00), danach beginnt die Winterpause, das nächste Meisterschaftsspiel findet dann erst wieder am 13. März 2015 statt.

Der DSV Leoben spielte mit: Nömayer, Kerek (T,T,T), Lechner, Schranz, Giermair (74. Ulrich), Maier, Gruber N., Unterkircher (67. Troger), Petkov (T), Reisinger (T), Steiner (T, 84. Heinemann). Ersatz: Berghofer, Heidinger.

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