10 14/15: Bittere Erkenntnis nach dem 0:3 (0:3) in Anger: Fehleranfälligen Donawitzern mangelte es an Durchschlagskraft!

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Landesliga, 10. Runde, FR 26.09.14, 19:00 Stadion Neu in Anger, 220. SV ADA Anger – DSV Leoben 3:0 (3:0). Torfolge: 1:0 Mild (12.), 2:0 Grgic (20.), 3:0 Mild (42.). Schiedsrichterteam: Grill, Schuiki, Kribernegg.

Nach zwei Heimsiegen präsentierte sich der DSV Leoben in Anger wieder einmal von der harmlosen Seite. Sowohl in der Defensive passieren teils haarsträubende Fehler, aber auch nach vorne geht trotz viel Ballbesitz enttäuschend wenig. So verwundert es nicht, dass Anger aus den Donawitzer Fehlern profitiert und das Spiel eigentlich schon vor der Pause nach Treffern von Mild (2) und Grgic entscheidet. Die wenigen Leobener Angriffe, die fertig gespielt werden, bedeuten für den gegnerischen Tormann keine wirkliche Gefahr. Nach dem Seitenwechsel das erwartete Spiel: Anger macht hinten dicht, lässt die Leobener, die gegen die Mauer kein passendes Mittel finden, anrennen und hat im Konter sogar noch Chancen auf weitere Treffer. Alles in Allem war das zu wenig. Viel Ballbesitz ist zwar statistisch gesehen gut, was zählt sind aber die Tore und das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache. Am Dienstag in Kapfenberg ist die Mannschaft gefordert diese schwache Vorstellung  vergessen zu machen!

Den ersten Schuss des Spieles gibt Norbert Kerek bereits nach 19 Sekunden ab, er verzieht aber knapp rechts am Tor vorbei. Auch nach sechs Minuten, nachdem sich zwei Anger- Spieler gegenseitig aus dem Spiel nehmen, geht es Richtung gegnerischen Strafraum: Kahr setzt sich rechts durch, bringt den Ball zur Mitte, doch Unterkircher braucht zu lange, um sich das Gerät herzurichten und wird letztlich abgedrängt. Die Charakteristik des Spieles ist schnell beschrieben. Der DSV Leoben macht das Spiel, ist dabei aber zu unkonkret und fehleranfällig in Ballannahme, Passgenauigkeit und beim Herausspielen von gefährlichen Situationen. Anger wiederum wartet auf Fehler und schaltet dann schnell um.

Nach einem gescheiterten Heber- Versuch von Kahr, geht es plötzlich sehr schnell. Ein weiter Pass von links öffnet die Donawitzer Abwehr, Patrick Mild wird sträflich am Sechzehner alleine gelassen und lässt sich nicht lange bitten. Durch die Beine des herauslaufenden Nömayer versenkt er den Ball zum 1:0 für seine Mannschaft. In dieser Situation fehlte gänzlich die Zuordnung, so alleine darf man einen Angreifer nicht zum Schuss kommen lassen. Leoben versucht weiter nach vorne zu spielen, doch früh merkt man, dass Anger hinten einfach gut steht. Immer wieder laufen sich Petkov und Heinemann fest oder finden keine Anspielstation, die zündende Idee fehlt. Ganz anders wiederum Anger. Ein Ball (unter Kontrolle) im eigenen Strafraum wird plötzlich zur Vorlage. Mild erreicht den kurz abgeschlagenen Ball, passt auf Grgic, der aus kurzer Distanz keine Mühe hat auf 2:0 zu stellen. Der zweite ganz billige Treffer, nach nur 20 Minuten, so einfach darf man es dem Gegner nicht machen.

Mit dem 0:2 Rückstand wird es naturgemäß noch schwieriger. Anger bleibt beim erfolgreichen, defensiv abwartenden System, lässt die Donawitzer wieder und wieder anrennen. Ein Schuss von Giermair, einer von Schranz (beide aber keine Gefahr) und ein Kopfball von Kahr stehen einem viel gefährlicheren Konter von Anger gegenüber. Wieder ist es Mild, der sich lösen kann, diesmal kann Nömayer aber in einer 1:1- Situation klären. Die chancenreichste Möglichkeit auf einen Anschlusstreffer vergibt Kerek. Der Ungar kann sich vorne durchsetzen, zieht von der Strafraumgrenze ab, scheitert aber knapp mit seinem Schlenzer Richtung langem Eck. Noch vor der Pause die Vorentscheidung. Wieder ist es ein einfacher, hoher Ball (von Kerschbaumer), der jede Ordnung auflösen lässt. Mild ist der Adressat, er nimmt sich den Ball schön herunter und ist schon wieder in Schussposition. Mit seinem zweiten Treffer, dem 3:0 über Nömayers Finger hinweg, sorgt er für klare Verhältnisse: Effizienz führt gegen Ballbesitz zur Halbzeit klar mit 3:0.

Nach der Pause will es der DSV noch einmal wissen und versucht heran zu kommen. Die erste gute Chance findet Unterkircher (nach Heinemann- Zuspiel) vor, sein Schuss geht am Kreuzeck vorbei. Auf der anderen Seite vergibt Grgic den endgültigen Todesstoß – aus vollem Lauf (wieder ohne Bewacher) übernimmt er eine Hereingabe und jagt den Ball links am Tor vorbei. Trainer Pötscher reagiert und bringt mit Steiner und Reisinger zwei frische offensiv ausgerichtete Spieler. Nach einem Giermair- Schuss (am langen Eck vorbei) setzt sich Reisinger, der viel Schwung bringt, im Strafraum durch. Er zieht ab und verfehlt nur knapp das Tor, der Ball streift um Zentimeter an der rechten Stange vorbei. Mit Fortdauer des Spieles wird immer klarer, dass es an diesem Abend einfach nichts mehr wird mit einem Punktegewinn. Zu viele Leerläufe, zu leicht vorhersehbar sind die meisten Angriffsversuche – obwohl sich das Geschehen meistens in der Hälfte der Hausherren abspielt, passiert nichts, was den Knopf der Donawitzer lösen könnte. Die letzte gute Torchance vergibt der eingewechselte Ulrich. Giermair spielt ihn im Strafraum an, er schießt auch, doch Schögl im Angerer Tor wehrt zur Ecke ab.

Es bleibt beim überraschend klaren 3:0-Erfolg, der Aufgrund der Effizienz und Disziplin für Anger auch verdient war. Dem DSV gelang es nicht den Ballbesitz in Druck auf den Gegner zu verwandeln, bei Gegenangriffen war die Fehlerquote an diesem Abend  ganz klar zu hoch. Das 0:3 bedeutet die dritte Niederlage in dieser Meisterschaft, alle drei passierten Auswärts und waren vom Ergebnis her doch sehr deutlich. Im Betreuerstab weiß man, dass nach guten Leistungen immer wieder Einbrüche erfolgen, so konstant ist die Mannschaft leider einfach noch nicht. Am Dienstag 30.9., 19:00, beim Nachtrag (Achtung es wird im Fekete-Stadion gespielt) in Kapfenberg hat die Mannschaft Gelegenheit sich zu rehabilitieren.

In eigener Sache: Schön wäre es , wenn die lautstarken Schmähungen von mitgereisten DSV-Fans, die sich auf einzelne Personen konzentrieren, aufhören könnten. Ärger über eine Niederlage ist das Eine, aber wenn es öffentlich, persönlich beleidigend wird, ist das etwas ganz Anderes. Bitte, hört damit auf, das nützt niemand etwas!

Der DSV Leoben spielte mit Nömayer, Kerek, Lechner, Kahr (69. Ulrich), Heinemann, Heidinger (54. Reisinger), Schranz, Giermair, Maier, Unterkircher (54. Steiner), Petkov. Ersatz: Berghofer, Gruber N.

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