06 14/15: Zum Vergessen: Der DSV Leoben schlittert in Heiligenkreuz in eine 0:5 (0:3)- Schlappe!

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Landesliga,6. Runde, FR 29.08.14, 19:00, Sportplatz Heiligenkreuz, 250. TUS Heiligenkreuz/W. – DSV Leoben 5:0 (3:0). Torfolge: 1:0 Jevsenak (35.), 2:0 Mohsenzada (37.), 3:0 Monar (39.), 4:0 Monar (57.), 5:0 Purisic (77.). Schiedsrichterteam: Kressl, Grinschgl, Koch.

Hätte nach einer halben Stunde jemand gesagt, das Spiel geht 5:0 aus, hätte man fragen müssen – für wen? Nichts deutete bis zu diesem Zeitpunkt darauf hin, dass die Donawitzer letztendlich derart vorgeführt werden. In der 35. Minute beginnt das Unheil. Ein Tor aus dem Nichts führt zum 1:0, zwei Minuten später folgt das 2:0 und wieder zwei Minuten später stellt Monar per Kopf auf 3:0! Keine fünf Minuten benötigt Heiligenkreuz, um aus einer ausgeglichenen, beschaulichen Partie, eine Vorentscheidung herbeizuführen! Zu allem Überdruß muss Kapitän Lechner noch vor dem Pausenpfiff verletzt raus, in der zweiten Hälfte wird es dadurch noch schwieriger. Keine Spur von `Ruck durch die Mannschaft´ oder aufbäumen ist zu verspüren, im Gegenteil, Heiligenkreuz kann nach Belieben das Tempo bestimmen. Ein hoher Freistoßball führt zum 4:0 (wieder Monar per Kopf), nach der Gelbroten Karte für Gruber setzt Purisic mit dem 5:0 den Schlußpunkt. Nach den guten Leistungen in den vergangenen Wochen, dachte man, dass der DSV schon weiter ist – dieses Spiel kann (muss) man einfach nur vergessen, was nicht heissen soll, dass nicht intern die richtigen Worte gefunden werden müssen!

Die Donawitzer beginnen gewohnt druckvoll. Der ballführende Gegner wird schnell und von mehreren Spielern attackiert, somit kommt Heiligenkreuz nicht wirklich ins Spiel. Aber auch Kahr (geblockter Schuss) und eine Giermair- Flanke (Tormann vor Schranz) sorgen nicht für die nötige Torgefährlichkeit. Erstmals gut in Schussposition befindet sich der Heiligenkreuzer Mohsenzada, er haut einen Volleyschuss aber weit übers Tor. Den ersten Donawitzer Schuss gibt Petkov nach 16 Minuten ab, Troschl wird dabei aber angeschossen und kann sein Tor sauber halten.

Obwohl nicht jeder Ball dort hinkommt, wo er hin soll, sind die Leobener in dieser Anfangsphase auf alle Fälle ebenbürtig, es deutet nichts darauf hin, dass dieses Spiel dermaßen aus dem Ruder laufen sollte. Auf beiden Seiten fehlen einfach die zwingenden Chancen, sowohl Nömayer als auch auf der anderen Seite Troschl haben vorerst einen ruhigen Arbeitstag. Auffällig ist aber bereits zu diesem Zeitpunkt, dass sich die Leobener Angreifer am Sechzehner nicht durchsetzen können, die Heiligenkreuzer Abwehr ist im entscheidenden Moment am Posten.

Dann die 35. Minute: Ein eigentlich harmloser Schuss wird von Heidinger geblockt, der Ball liegt plötzlich vor Jevsenak, der flach ins rechte Eck abzieht. Diesmal passt er, an Nömayer vorbei schießt er das 1:0. Eigentlich aus dem Nichts, doch es kommt noch schlimmer. In der nächsten Szene wird Mohsenzada in der Mitte angespielt – er wird maximal halbherzig von zwei Verteidigern attackiert und kann sich daher durchsetzen – sein Schuss passt ins lange Eck, es steht 2:0. Und alle schlechten Dinge sind Drei! Wieder zwei Minuten später hebt Six einen Freistoß zur Mitte, niemand deckt Monar, der von der zweiten Stange aus ins lange Eck köpfelt. Unglaublich, aus dem Nichts heraus eine 3:0- Klatsche, das Spiel eigentlich damit entschieden!

Mit einem Anschlusstreffer,  zwei Mal hat Kerek die Chance dazu, hätte es für die zweite Hälfte neue Hoffnung gegeben, aber der Ungar scheitert. Als Draufgabe muss Thomas Lechner mit einer Oberschenkelverletzung unmittelbar vor der Pause vom Platz, ihn ersetzt Reisinger. Der große Ansturm in der zweiten Hälfte bleibt gänzlich aus. Zwischen Donawitzer Bemühen und einzelnen gelungenen Aktionen ist der Gegner aus Heiligenkreuz einfach in allen Belangen besser: Zweikampfstärker, schneller in den Beinen und im Kopf und zielstrebiger. Nömayer hat gleich nach Wiederanpfiff Glück, dass er aus kurzer Distanz angeschossen wird, Heidinger und Maier, denen zwar auch Fehler unterlaufen, können sich andererseits mehrmals mit guten Rettungsaktionen in Szene setzen.

In der 57. Minute bringt Mikara den Freistoßball in den Strafraum – der Ball bleibt bis in den Fünfer in der Luft – niemand fühlt sich zuständig, Monar erhöht per Kopf auf 4:0. Danach regiert Frust. Gruber, der sich kurz zuvor Gelb geholt hat, grätscht erneut hinein, der Schiedsrichter schickt ihn nach 63 Minuten mit Gelbrot vom Platz. Zu zehnt, hoffnungslos im Rückstand, können wieder Ansätze von Offensivaktionen herausgespielt werden, doch Kahr, Giermair und später noch Unterkircher treffen das Tor nicht.

Anders Heiligenkreuz: Mohsenzada wird rechts angespielt, geht fast bis zur Toroutlinie, ehe er den Stanglpass zur Mitte bringt. Natürlich ist keiner nahe genug bei Purisic – aus kürzester Distanz bringt er den Ball zum 5:0 über die Linie. Es geht zu diesem Zeitpunkt zwar noch dreizehn Minuten bis zum Spielende, wirklich bewegendes passiert aber nicht mehr. Heiligenkreuz hat die Gunst der Stunde perfekt genützt und mit einem Dreierpack die Leobener kalt abgeschossen. Da bei den Donawitzern danach niemand das Heft in die Hand nahm, war von Aufbäumen auch nichts zu sehen, die zwei Tore nach der Pause wirkten nur logisch.

Gratulation an Heiligenkreuz, die Donawitzer müssen sich nun an der Nase nehmen und diese Niederlage schnell verarbeiten. Am Freitag kommt At. Anna am Aigen nach Leoben, Spielbeginn am FR 05.09, ist 19:00 Uhr

Der DSV Leoben spielte mit: Nömayer, Kerek (66. Steiner), Lechner (45. Reisinger), Kahr (G, 75. Unterkircher), Heinemann, Heidinger, Schranz, Giermair, Maier, Gruber (G,GR), Petkov. Ersatz: Berghofer, Ulrich.

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