21 13/14: Doppelschlag kurz nach Seitenwechsel brachte die Entscheidung: Der DSV Leoben verliert in Fürstenfeld 0:2 (0:0)!

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Landesliga, 21. Runde, FR 18.04.14, 19:00 Rudolf Gutmann Stadion, 200. SC Fürstenfeld – DSV Leoben 2:0 (0:0). Tore: 1:0 Mitteregger (51.), 2:0 Wallner (53.). Schiedsrichter Ciochirca, Ofner, Steindl.

Dieses Spiel hätte auch ganz anders ausgehen können. Der DSV Leoben beginnt sehr stark und findet vor der Halbzeit eine Fülle von Großchancen vor, doch das Tor von Grassmugg scheint wie vernagelt zu sein: Steiner, Fischer, Pein und Strohmaier hätten vor der Pause eigentlich alles klar machen können – Fürstenfeld kommt erst in der 40. Minute zur ersten guten Torchance. Nach der Pause dann die Bestätigung einer alten Fußballweisheit, über Tore, die man nicht schießt: Fürstenfeld ist vor dem Tor einfach kaltschnäuziger und  konsequenter, Mitteregger und Wallner zeigen, wie man mit Torchancen umzugehen hat. Nach dem Doppelschlag versucht der DSV Alles, um nocheinmal heran zu kommen, ein rassiges Spiel mit vielen Torszenen (auf beiden Seiten) entsteht. Da aber allesamt (für den DSV: Giermair, Strohmaier und Pein) vergeben werden, bleibt es bei dem enttäuschenden Ergebnis.

Der DSV Leoben wollte von Beginn an klar stellen, dass auch in diesem Auswärtsspiel etwas Zählbares mit nach Hause genommen werden wird. Mit gutem Zweikampfverhalten und viel Laufarbeit konnte ein deutliches Übergewicht im Mittelfeld erzeugt werden, Fürstenfeld konnte erfolgreich vom eigenen Sechzehner fern gehalten werden. Die ersten Offensivaktionen waren aber noch zu ungenau, ein Fischer- Stanglpass auf Bakanic konnte vom sehr guten Fürstenfeld Tormann Grassmugg unterbunden werden, ein Giermair- Schuss, nach kurz abgespieltem Eckball, geht deutlich über das Tor. Der DSV bleibt präsent, angetrieben von Fischer, Bakanic und Petkov werden die Vorderleute gesucht, der letzte Pass kommt aber nicht an oder der richtige Zeitpunkt zum Torschuss wird nicht gefunden.

Während von Fürstenfeld noch gar nichts kommt, scheitert auf der anderen Seite Steiner mit einem guten Kopfball (knapp am kurzen Eck vorbei) nach guter Giermair- Flanke. Nach zwei weiteren Halbchancen durch Pein und Bakanic folgen die Donawitzer Hochkaräter, die aber allesamt nichts einbringen: Nach einem schönen Doppelpass zwischen Fischer und Bakanic zieht Fischer alleine auf das Gästetor, er bringt aber den Ball an Grassmugg nicht vorbei. Drei Minuten später ist es Christian Pein, der die Riesenchance zur Führung vorfindet, wieder legt sich der Tormann erfolgreich in den Schuss, die Nachschussmöglichkeit vergibt Marcel Steiner. Nach 38 Minuten ist der Arbeitstag von Bakanic zu Ende, ein Schlag gegen den Knöchel macht ein Weiterspielen unmöglich, für ihn kommt Strohmaier. Kurz vor dem Wechsel wird es zum ersten mal auf der anderen Seite gefährlich: Nach einem Konter über die rechte Seite ist der Fürstenfelder Goalgetter Nummer 1, Wallner, zur Stelle und kommt aus kurzer Distanz zum Schuss, doch der sehr aufmerksame Heidinger kann sich erfolgreich hinein werfen und Schlimmeres verhindern. Noch vor der Pause haben die Donawitzer zwei weitere gute Möglichkeiten auf das Führungstor, doch Fischer wartet bei einem Konter mit dem Abspiel auf den freien Strohmaier zu lange und schließlich kann ein Fürstenfelder Abwehrspieler (in dem er den Ball zum eigenen Tormann ablenkt) einen Schuss von Strohmaier unterbinden. Nach einem letzten Giermair- Eckball, den der Tormann hinausfaustet (davor wird ein gut angetragner Steiner- Schuss in den Corner abgelenkt), geht es in die Pause.

Das war eine ganz starke erste Spielhälfte der Donawitzer, in der einfach die Tore fehlten, aber genau das sollte sich in der zweiten Spielhälfte bitter rächen. Die erste Chance hatte wieder der DSV: Giermair flankt von rechts zur Mitte, Pein steigt hoch und köpfelt den Ball knapp rechts über das Tor. Dann die 51. Minute. Mit einem einfachen Pass von Färber auf Mitteregger wird die Leobener Abwehr aufgerissen – erstmals stehen die Verteidiger zu weit weg vom Mann – Mitteregger löst sich und trifft perfekt ins lange Eck. Fürstenfeld geht völlig entgegen dem Spielverlauf mit 1:0 in Führung. Dieser Tiefschlag ist gesessen, nur zwei Minute später berechnet Lechner einen Ball falsch, das Leder schnappt sich Wallner, auch er lässt Petrovcic keine Chance, im kurzen Eck schlägt der Ball zum 2:0 ein. Wie war das nur möglich, ein Spiel innerhalb von nur zwei Minuten derart aus der Hand geben.

Der DSV versucht es nun mit noch mehr Einsatz und geballter Offensivkraft – das wiederum verschafft Fürstenfeld viel Platz zum Kontern. Nach einer Wurzinger Grätsche, für die er seine fünfte Gelbe Karte bekommt und damit gegen Gleinstätten gesperrt ist, kommt erstmals wieder der DSV in Tornähe. Doch Schranz und Steiner sind dabei zu ungenau, der Tormann hat einmal mehr die Möglichkeit erfolgreich einzugreifen. In der 66. Minute hätte Fürstenfeld alles klar machen können: Eine weite Flanke von Krammer landet bei der zweiten Stange bei Färber, der schießt aber Petrovcic aus kurzer Distanz an. Dem DSV fällt in dieser Phase nichts Brauchbares ein, um Fürstenfeld zu knacken. Vorstöße, auch nach Fehlern der Heimmannschaft, werden zu kompliziert ausgeführt. Da ein Hakerl, da noch ein Passversuch – weit und breit ist niemand zu sehen, der einfach einmal draufhaut. In der 80. Minute hat Strohmaier die Riesenmöglichkeit auf den Anschlusstreffer, aber auch er kann nichts daraus machen, er trifft aus kurzer Distanz den Ball nicht. In den letzten Minuten vergeben für die Oststeirer Wallner aus etwa zwei Metern Entfernung (er verstolpert sich sehr unglücklich) und auf Seiten der Obersteirer Pein mit einem Kopfball vom Fünfer.

Es bleibt daher beim 2:0 für Fürstenfeld, einem Ergebnis, das absolut vermeidbar gewesen wäre. Da aber der DSV keine seiner Chancen nützen konnte, geht der Sieg der abgebrühten Fürstenfelder in Ordnung. Was positiv stimmt, ist die Tatsache, dass auch an diesem Karfreitagabend spielerisch großteils überzeugt werden konnte, nachdenklich wird man aber, wenn man an das nächste Spiel (ohne den gesperrten Wurzinger) gegen Gleinstätten denkt (FR 25.04.14, 19:00 Stadion Donawitz). Gegen den Tabellendritten wird man wohl nicht so viele Chancen vorfinden, da müssen die Stürmer das Visier deutlich besser einstellen…

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Lechner, Wurzinger (5. Gelbe Karte), Steiner, Bakanic (40. Strohmaier), Heidinger (G), Schranz (G, 65. Rössl), Giermair, Petkov, Fischer (82. Ulrich), Pein. Ersatz: Nömayer, Maier.

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