20 13/14: Was zählt sind die drei Punkte: Der DSV Leoben müht sich gegen Wildon zu einem 1:0 (0:0)- Heimsieg!

wild00

Landesliga, 20. Runde, FR 11.04.14, 19:00, Stadion Donawitz, 150. DSV Leoben – SV Wildon 1:0 (0:0). Tor: Marcel Steiner (73.). Schiedsrichterteam: Brunner, Gehrer, Harrer.

Wenn man einen Spieler besonders hervorheben will, dann kann das nur Tormann Christian Petrovcic sein. Er hat mit seinen Paraden die „Null“ festgehalten, zumindest drei Mal war Wildon dem Führungstreffer bedrohlich nahe. Den Donawitzern gelang es auch im dritten Heimspiel nicht über längeren Zeitraum Druck zu erzeugen, mit Fortdauer des Spieles kam Verkrampfung und Fehleranfälligkeit im Spielaufbau hinzu. Da Petrovcic seine Mannschaft aber im Spiel hielt entschied der eine Treffer von Marcel Steiner dieses Spiel. Nach schöner Ferserlvorarbeit von Pein ist Steiner mit seinem neunten Saisontreffer, dem ersten im Frühjahr, zur Stelle! Es war wahrlich kein Leckerbissen, den die spärlich erschienenen Zuschauer erlebten, darum ging es nach den drei Heimniederlagen in Folge aber auch gar nicht. Das Ziel war der Sieg und der wurde geschafft – zählen tun die drei Punkte, wie die erreicht wurden, danach fragt in ein paar Tagen niemand mehr…

Nach drei Niederlagen vor eigenem Publikum in Serie wollte der DSV Leoben gegen Wildon unbedingt mit einem Sieg anschreiben. Die Spielweise, die zuletzt auswärts mit Punktegewinnen belohnt wurde, sollte in diesem Spiel auch einmal zu Hause zum Erfolg führen. Die Aufgabe wurde aber von Beginn weg zur Geduldprobe. Wildon versteckte sich keineswegs und konnte schnell das Mittelfeld überbrücken, die ersten Torszenen spielten sich vor Petrovcic´ Tor ab. Nach einem Freistoßabpraller muss unser Tormann bei einem Bakaric- Schuss eingreifen, auf der rechten Seite ist Darko auf und davon, seine Flanke verzieht Bizjak per Kopf. Vor allem Abspielfehler sowie verlorene „zweite Bälle“ bringen die Gäste immer wieder auf den Weg zu unserem Strafraum.

Die Donawitzer versuchen ebenfalls schnell zum Abschluss zu gelangen, ein Schussversuch von Pein, ein Seitfallzieher von Fischer sowie ein guter Kopfball von Steiner (nach Fischer- Flanke) landen in den Armen des Tormannes oder neben dem Tor. Nach etwa einer Viertelstunde können die Donawitzer vermehrt das Kommando übernehmen, nun rollen die Angriffe flüssiger. Fischer traut sich Mann gegen Mann mehr zu, überspielt auch einige Wildoner, zieht aber am langen Eck vorbei. Steiner wird schön auf der rechten Seite frei gespielt, obwohl er sich fast verstolpert, bringt er den Ball zur Mitte, ein Schuss von Pein landet schließlich abgelenkt im Corner. Bei der nächsten Möglichkeit agiert Steiner zu überhastet – Fischer lässt für den Stürmer den Ball kurz abtropfen, Steiner zieht sofort voll durch (Zeit zum vorbereiten wäre vorhanden gewesen) und jagt den Ball übers Tor. Gegen Ende der ersten Spielhälfte wird wieder Wildon aktiv. Ein Freistoß aus großer Entfernung von Langmann kann von Petro entschärft werden, die größte Chance seine Mannschaft in Führung zu bringen vergibt in der 45. Minute Bersnjak. Mit einem guten Pass steht der Wildoner vor Petrovcic, der den Versuch ihn zu überheben mit einem tollen Reflex (er reißt einen Arm in die Höhe und hat den Ball) verhindert. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff konnte so das 0:0 gehalten werden, alles in allem fand der DSV Leoben (noch) keine geeigneten Mittel um Wildon zu knacken, das Geduldspiel ging daher in die zweite Hälfte.

Es ist die Mannschaft aus Wildon, die mit aggressiver Spielweise und frühem Attackieren besser startet. Der DSV, zwar stets bemüht selbst Tempo und die Richtung zu bestimmen, muss nach nervenaufreibenden Fehlern im Spielaufbau und in Ermangelung an Anspielstationen immer wieder abdrehen oder verliert den Ball an den Gegner. Halbchancen entstehen dennoch, ein Schranz- Schuss wird gehalten, ein Steiner- Kopfball (Schranz- Flanke) geht weit drüber – Giermair versucht es mit einem Schuss, den Tormann Stoiser abermals hält. Dann die 60. Minute. Heidinger foult einen Wildoner halblinks vor dem Strafraum. Bersnjak tritt an und zirkelt den Ball über die Mauer gefährlich in die Ecke. Petrovcic hechtet sich dem Ball entgegen und lenkt ihn an die Latte. Von dort springt er zurück aufs Feld und Langmann kommt am Fünfer (!) zum Nachschuss. Doch wieder ist Petrovcic zur Stelle und lenkt (sitzend) den Ball mit dem Knie zur Seite ab. Die Chance ist noch nicht vorbei, denn der Ball läuft parallel zur Torlinie hinaus an Bizjak (der nicht schnell genug reagiert) vorbei, erst jetzt kann Heidinger das Leder wegjagen. Was für eine Riesenchance für Wildon, Glück und Petrovcic halten uns weiterhin im Spiel.

Nach einem Entlastungsangriff von Steiner (sein guter Kopfball Richtung langes Eck endet in den Armen des Tormannes) ist abermals Petrovcic im Mittelpunkt. Wieder ist der ruhende Freistoßball Ausgangspunkt der Gefahr. Langmann zirkelt den Ball zur Mitte, dort lauern Bersnjak und Prasnikar, zugestellt von Wurzinger und Lechner in der Mitte. Ein Wildoner kann sich dabei durchsetzen und den Ball aus kürzester Distanz aufs Tor lenken. Wieder steht Petrovcic richtig und wehrt den Ball kurz weg, Lechner kann abschließend ausputzen. Die insgesamt dritte hochkarätige Chance der Gäste in diesem Spiel, wer so viele Möglichkeiten ungenützt lässt, der wird (laut Fußballweisheit) bestraft. Und das passiert Wildon auch an diesem Abend.

Petkov spielt auf Pein, der mit einem lässigen Fersler den eingewechselten Strohmaier anspielt. Seine Kopfballvorlage bedeutet für Steiner, dass er von der rechten Seite freie Bahn aufs Tor hat. Marcel Steiner zieht ab und der Ball landet am Tormann vorbei zum 1:0 für den DSV im Kasten. Die Erleichterung und Freude ist beim Torschützen und seinen Kollegen riesig. Das Gegentor bricht Wildon endgültig. Zwar versucht der Aufsteiger bis zum Schlusspfiff alles, um auszugleichen, doch schaffen sie es nicht mehr gefährlich zu werden. Ein Schuss von Krenn sowie ein Zusammenstoß von Lechner mit Bizjak im Strafraum, den einige Gäste als Foul und Elfer interpretieren (war niemals eine Regelwidrigkeit Lechners), sowie ein von Wurzinger geblockter Schuss von Darko, sind Alles, was noch geht. Der DSV hat in dieser Phase natürlich mehr Platz, spielt die Konter aber zu schlampig. Ein Versuch von Strohmaier endet mit einem Stürmerfoul – in Wahrheit sehnen Spieler und Betreuer nur den Schlusspfiff herbei.

Der folgt dann auch in der 93. Minute, der DSV kann endlich, erstmals nach fünf sieglosen Spielen, wieder gewinnen. Ein verdienter Sieg? Den Chancen nach ganz klar Nein, Wildon hatte an diesem Abend (Gott sei Dank) kein Rezept um an Petrovcic den Ball vorbei zu bringen – das war die Basis zum Donawitzer Erfolg. Wenn hinten die Null steht, reicht bekanntlich ein Tor zum Sieg, das auch dem richtigen Spieler gelungen ist. Marcel Steiner hat mit seinem neunten Treffer die Torsperre (seit der 12. Runde in Großklein hat er nicht mehr getroffen) beendet, ihm tut dieses wichtige Tor besonders gut! Wie gewonnen wurde interessiert jetzt niemand mehr, Hauptsache wir konnten drei Punkte in Donawitz lassen – nächste Woche fahren wir nach Fürstenfeld, Spielbeginn am FR 18.04.14 ist 19:00 Uhr!

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Lechner, Wurzinger, Steiner (T), Bakanic, Heidinger, Schranz (66. Rössl), Giermair, Petkov, Fischer (70. Strohmaier), Pein (89. Ulrich). Ersatz: Nömayer, Maier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Auracher
steinkellner logo
Skamander
Skamander
ASKÖ
Beyer_logo
Brandls Bauernladen
Buchis GmbH
Buchis GmbH
pachner
erlebnisleoben
climacraft
eisen_neumueller
hornbach
kelag
OOEVLogo
opel_fior
auto-pichler-Logo
sefra
sekotil_logo_oben
steiermaerkische-sparkasse
stiwog
svsschuster
Swietelsky_logo
trachten kalander
WILKE

Facebook