19 13/14: Starke Leistung: Der DSV Leoben holt verdienten Punkt beim Tabellenführer!

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19. Runde, Landesliga, FR 04.04.14, 19:00, Stadion Weiz, 600. SC Weiz – DSV Leoben 1:1 (1:1). Torfolge: 0:1 Schranz (9.), 1:1 Steiner (15.). Schiedsrichterteam: Bauernfeind, Insupp, Leitinger.

Das war die geforderte Reaktion: Dem Favoriten die Stirn geboten und mit enormer Lauf- und Einsatzbereitschaft verdient einen Punkt mit nach Hause genommen. Der DSV Leoben, ohne Rössl, Fischer und Briza, erwischte einen Traumstart: Mario Giermair zieht in der neunten Minute ab, der Tormann wehrt den Ball zur Seite, dort kommt Mark Schranz zum Schuss und setzt den Ball zum 0:1 neben die Stange in die Maschen. Die Führung hält leider nicht lange, bereits in der 15. Minute gleicht der „falsche“ Steiner (Kevin ist der Bruder von unserem Marcel Steiner) nach Flanke von Harrer zum 1:1 aus. Danach wird das Donawitzer Tor vernagelt. Weiz kommt zu guten Torszenen, doch mit viel Geschick und auch manchmal Glück (Lattenköpfler in der 46. Minute), können die Leobener Defensivspieler gefährliche Situationen entschärfen. Eine taktisch sehr disziplinierter Auftritt von vorne (Pein, Strohmaier und Steiner störten mit viel Laufbereitschaft ab dem gegnerischen Strafraum die Weizer Aufbauversuche), über die Mitte (Bälle wurden nur selten verschenkt) bis, ganz besonders, ganz hinten, wo sich Wurzinger als Fels in der Brandung erwies. Der Punkt war für die ehemalige Heimmacht DSV Leoben, die nun auswärts bereits fünf Mal in Folge mit Punkten heimreisen durfte, verdient, da waren sich nach dem Spiel alle einig!

Von der ersten Minute an merkt man die absolute Konzentration auf die Umsetzung der taktischen Trainer- Vorgabe. Den Schwung des Tabellenführers durch enorm viel Laufarbeit und genaues Zustellen zu bremsen. Obwohl es Weiz dennoch gelingt Lücken zu finden (2. Minute, Heidinger klärt einen Hasenhütl- Rückzieher), schaffen es die Donawitzer mit vereinten Kräften, gefährliche Strafraumszenen zu unterbinden. Auf der anderen Seite wird schnell nach vorne gespielt, Weiz steht zu Beginn doch weit weg vom Mann, somit gelingt es immer wieder in Strafraumnähe zu gelangen. In der neunten Minute wird die freche Spielweise belohnt. Giermair macht einige schnelle Schritte Richtung Strafraum, er zieht platziert ab, sodass der Weiz- Goalie Harrer nur auf die Seite abwehren kann. Genau das erwartet Schranz in dieser Situation, er löst sich rechtzeitig, und schiebt den Ball neben die Stange zum 0:1 ins Netz – sein erster Saisontreffer.

Besser kann das Spiel nicht beginnen. Auch danach halten sich Offensiv- und Defensivaktionen die Waage. Ein Schuss von Steiner, nach flachem Giermair- Eckball auf der einen Seite sowie eine gefährliche Flanke Richtung zweiter Stange, die Schranz per Kopf auf der anderen Seite entschärft, bringen vorerst nichts Zählbares. Bis zur 15. Minute. Einmal kann sich Harrer auf der linken Seite doch durchsetzen, seine präzise Hereingabe erreicht Kevin Steiner, der aus kurzer Distanz den 1:1- Ausgleichtreffer unter die Latte knallt. Schade, die Führung hielt nicht lange. Nach dem Ausgleichtreffer wird nun Weiz etwas aktiver und auch vor dem Tor konkreter. Während der DSV Leoben nur mehr selten für Entlastung sorgen kann (abgesehen von einem schönen Wurzinger- Freistoß und einigen Vorstößen, die zu Eckbällen führen), sind nun vor allem die Defensivqualitäten gefragt. Und die sind an diesem Abend stark ausgeprägt vorhanden. Wenn ein Weizer einen Donawitzer überläuft, eilt schon der nächste herbei, mit viel Aufwand wird der Tabellenführer so gut es geht, am Abschluss gehindert (mehrmals Wurzinger, Lechner, Hedinger aber auch Bakanic).

In der 40. Minute hatten die 600 Weizer Fans wohl den nächsten Torschrei auf den Lippen. Ein Pass von der rechten Seite in den Strafraum gelangt exakt auf Strobl, der zögert einen winzigen Augenblick. Genau dieser Augenblick reicht Mark Schranz, der mit vollem Geschäft (und viel Risiko!) auf den Ball springt – und ihn trifft. Statt dem sicher scheinenden 2:1 oder einem möglichen Elfer mit Roter Karte (falls er den Ball nicht erwischt) nur Eckball, der letztlich nichts einbringt. Ein weiteres Mal gefährlich wird es in der Nachspielzeit. Obwohl die eine angezeigt Nachspielminute längst abgelaufen ist, lässt der sehr gute (selten in dieser Liga einen so sicheren Spielleiter erlebt) Schiedsrichter Bauernfeind einen letzten Eckball für Weiz durchführen. Der Ball kommt hoch zur Mitte, viel Verkehr vor Petrovcic im Fünfmeterraum, Prödl kommt zum Kopfball und setzt den Ball an die Querlatte. In dieser Situation hatten die Donawitzer das Glück des Tüchtigen.

Nach dem Seitenwechsel wurde ein Weizer Sturmlauf erwartet, der teilweise auch kam – dennoch: Die Donawitzer blieben konsequent bei ihrem System, störten stets den Ball führenden Spieler zumeist zu zweit (das kostet zwar viel Kraft, war aber absolut notwendig), und das zeigte Wirkung. Bälle wurden in Bedrängnis gespielt und waren daher nur selten wirklich brauchbar. Die Bälle, die in Tornähe kamen wurden wiederum von Wurzinger und einem ganz starken Heidinger herausbefördert, was doch durchkam, entschärfte Petrovcic (mehrmals per Faustabwehr). Mit Fortdauer der zweiten Hälfte stellten sich die Donawitzer gut auf die Hausherren ein, konnten im Mittelfeld mehrmals den Ball erobern und dadurch den Weizer Angriffselan mehr und mehr bremsen. Nur schade, dass mit den erkämpften Bällen zu wenig gemacht wurde. Zu konkreten Torchancen, ausgenommen von Standards in Tornähe, reichte es in der zweiten Spielhälfte nicht mehr.

Da aber auch Weiz mit fairen Mitteln (abgesehen von Wurzingers absolut notwendigem Gelbfoul) immer wieder abgedrängt werden konnte, war auch auf dieser Seite keine wirklich zwingende Torchance mehr zu sehen. In den letzten Minuten, in denen Weiz noch einmal alles nach vorne warf, wurde es zwar teilweise hektisch im Strafraum, doch konnten die Donawitzer die letzten Reserven mobilisieren und sich erfolgreich einem (nicht verdienten) Weizer Siegestreffer entgegen stemmen. Nach 93 Minuten war das Spiel zu Ende, der DSV Leoben schaffte das, was dieser Mannschaft nur wenige zugetraut hatten. Nämlich einen starken Tabellenführer, der zweifellos aufsteigen wird, derart Paroli zu bieten, dass der Punktegewinn absolut in Ordnung geht.

Nach dem 0:4 gegen Gnas, der schlechtesten Saisonleistung, nur eine Woche später, mit einer der stärksten zu antworten, ist durchaus beeindruckend. Die routinierten Spieler spielten ihr volles Potential aus, die jungen Spieler wie Bakanic, Heidinger sowie vorne Pein und Strohmaier, vielen durchwegs positiv auf. Trotzdem, der Punktegewinn ist schön, nächste Woche ist eine Fortsetzung dieser Leistung aber unbedingt notwendig, um sich von den nachfolgenden Mannschaften endgültig abzusetzen. Am Freitag ist Wildon in Donawitz zu Gast, es wäre höchst an der Zeit, nach drei Heimniederlagen in Serie, endlich wieder einen Sieg zu landen – FR 11.04.14, 19:00, Stadion Donawitz.

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Lechner, Wurzinger (G), Strohmaier (76. Ramic), Steiner, Bakanic, Heidinger, Schranz, Giermair, Petkov, Pein. Ersatz: Nömayer, Ulrich, Maier, Raggam.

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