18 13/14: Das war gar nichts: Der DSV Leoben geht zu Hause gegen Gnas mit 0:4 (0:2) unter!

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Landesliga, 18. Runde, FR 28.03.14, 19:00 Stadion Donawitz, 190. DSV Leoben – USV Gnas 0:4 (0:2). Torfolge: 0:1 Lackner (23.), 0:2 Obendrauf (29.), 0:3 Haas (51.), 0:4 Lackner (63.). Schiedsrichterteam: Komornyik, Cetin, Koren.

So darf man einfach nicht auftreten. In keiner Liga, gegen keine Mannschaft. All das, was den DSV Leoben sonst ausmacht, nämlich Laufbereitschaft, Entschlossenheit in den Zweikämpfen und der Glaube an sich selbst, wurde an diesem Abend sträflich vernachlässigt. Und Gnas nützte das eiskalt aus. Vor der Pause Lackner und Obendrauf, nach dem Wechsel Haas und Lackner demütigten mit ihren Toren die Donawitzer Kicker, die in keiner Phase des Spieles eine passende Antwort auf das entschlossene Gnaser Spiel fanden. Das 0:4 geht auch vom Ergebnis her völlig in Ordnung, die bessere Mannschaft hat verdient in Donawitz gewonnen. Jungs, da ist jetzt eine Reaktion gefordert!

Den ersten Schuss an diesem Abend gab Franz Rössl bereits nach zwei Minuten ab, knapp außerhalb des Strafraumes verzieht er aber knapp. Auch ein (abgefälschter) Versuch von Fischer, der dem Tormann keine Probleme bereitete, zeigt, dass der DSV zu Beginn durchaus bemüht war, dem Spiel den Stempel auf zu drücken. Doch bereits in dieser Anfangsphase zeigte sich, dass Gnas aggressiver in die Zweikämpfe ging (kaum ein Kopfballduell wurde gewonnen, zweite Bälle landeten beinahe magnetisch beim Gegner) und mit schnellen Spielzügen ganz leicht in Strafraumnähe gelangten. Ein erster Schuss von Schadler kann von Petrovcic erst im Nachfassen gehalten werden. Nachdem zuerst Steiner, dann im Nachschuss Fischer das mögliche 1:0 verabsäumten (Tormann Roth parierte mit tollen Reflexen) war das Donawitzer Pulver bereits nach 20 Minuten verschossen. Gnas konnte deutlich flüssiger kombinieren, der DSV war viel zu oft damit beschäftigt Ball und Gegner hinterherzulaufen.

In der 23 Minute passierte es schließlich. Im Anschluss an einen Freistoß kommt Lackner am Sechzehner frei zum Schuss, Petrovcic kann nicht eingreifen es steht 0:1.Dann der klassische Selbstleger. Während der nach einem Zweikampf angeschlagene Fischer hinter der Seitenoutlinie verarztet wird, wechselt Rössl zur gleichen zeit seine Schuhe, plötzlich spielt der DSV mit zwei Mann weniger. Es kommt, wie es kommen muss, der Ball kommt in den Strafraum – Haas verlängert per Kopf zu dem am Fünfer völlig freien Obendrauf – der bedankt sich mit dem 0:2. Die Zuordnung in der Hintermannschaft war (nicht nur) bei diesem Gegentreffer beinahe fahrlässig, das 0:2 daher nur logisch. Nach einer halben Stunde hätte es vorzeitig vorbei sein können, als Kniewallner aus kürzester Distanz nach Flanke von Lackner frei zum Kopfball kommt, der Gnaser hält mit dieser vergebenen Großchance die Leobener Hoffnungen am Leben. Wie reagiert der DSV? Eigentlich gar nicht. Nervös wird es mit der Brechstange versucht, zu oft werden die Offensivbemühungen schon frühzeitig unterbunden, wenn einmal eine Lücke gefunden wird (Rössl passt auf Steiner), steht der Angreifer knapp im Abseits. Nach einem Kopfball von Wurzinger, der nichts einbringt beendet der Schiri das Trauerspiel und bittet in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel erleben die wenigen, leidgeprüften Fans kein Aufbäumen ihrer Mannschaft. Im Gegenteil, nach 51 Minuten ist der Sack zu. Lackner lässt auf der linken Seite Lechner aussteigen, Haas bekommt den Ball und zieht zum 0:3 ab, so einfach, wie an diesem Abend hat man die Donawitzer Abwehr schon lange nicht mehr ausspielen können. Trainer Pötscher versucht mit einem Doppeltausch (Ramic kommt zu seinem ersten Einsatz in dr Landesliga) das Ruder noch einmal herum zu reißen, doch am Spielgeschehen ändert sich nicht viel. Bis auf einem Schuss aus der Drehung von Ramic hat der Gästetormann weitgehend einen ruhigen Tag, auf der anderen Seite sieht das wesentlich konkreter aus. Ein Schuss von Schadler zieht knapp über die Querlatte, ehe es zum vierten mal im Donawitzer Kasten klingelt. Die Gnaser können einmal mehr nicht aufgehalten werden, über Umwege kommt der ball zu Lackner, der vom Fünfer abzieht und mit seinem zweiten Treffer das 0:4 erzielt. Danach können zwar Ramic (knapp am langen Eck vorbei), Steiner (Außennetz – wäre aber Abseits gewesen), Fischer (deutlich vorbei) und noch einmal Steiner (sein Kopfball über den herauslaufenden Tormann setzt er übers Tor) so etwas ähnliches wie Torgefährlichkeit ansatzweise erzeugen, zum Ehrentreffer reicht es an diesem Abend aber nicht.

Gratulation an Gnas, diese Mannschaft hat in diesem Spiel alles richtig gemacht, der Aufsteiger war in allen Belangen besser und siegte auch in dieser Höhe verdient. Beim DSV Leoben weiß (hoffentlich) jeder, dass man mit dieser Leistung in kürzester Zeit im Abstiegskampf landen könnte, zumal man beim nächsten Gegner (Tabellenführer Weiz, FR 04.04., 19:00) auch nicht gerade mit Fixpunkten rechnen kann. Es liegt an jedem einzelnen Spieler aus diesem „Katastrophenkick“ etwas mitzunehmen und sich bei den nächsten Aufgaben deutlich zu steigern.

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Lechner, Wurzinger, Strohmaier (55. Ramic, G), Steiner, Heidinger, Giermair (83. Pein), Rössl, Maier (55. Bakanic), Fischer (G). Ersatz: Freismuth, Ulrich.

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