17 13/14 Briza- Verletzung überschattet Punktegewinn: Der DSV Leoben erreicht ein 2:2 (0:1) in Frohnleiten und verliert dabei den Kapitän!

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17. Runde, Landesliga, SA 22.03.14, 15:00, Stadion Ungersdorf, 300. SV Frohnleiten – DSV Leoben 2:2 (0:1). Torfolge: 0:1 Lechner (3.), 1:1 Ratschnig (52.), 2:1 Wohlmuth (Elfer, 74.), 2:2 Petkov (Elfer, 87.). Schiedsrichterteam: Altun, Krainer, Wiedner.

Eine gut eingestellte Donawitzer Mannschaft kann in Frohnleiten weitgehend überzeugen und verdient den ersten Frühjahrspunkt mit nach Hause nehmen. Dass es letztendlich nicht mehr wurde, ist der mangelhaften Chancenauswertung zuzuschreiben, dennoch ist man mit dem Punkt zufrieden. Nach einem kurz abgespielten Eckball bringt Thomas Lechner per Kopf den DSV bereits nach zwei Minuten in Führung, danach vergibt zwei Mal Steiner (jeweils alleine vor dem Tormann) den nächsten Treffer. Vor der Pause kommt Frohnleiten nur einmal einem Tor nahe, bei einem missglückten Rettungsversuch trifft Briza beinahe ins eigene Tor. In der zweiten Spielhälfte gelingt Ratschnig mit einem „Tausend Gulden Schuss“ der mehr als glückliche Ausgleich für die Heimmannschaft, die kurz darauf die beste Phase des Spieles hat und zwei Mal aus aussichtsreicher Position einen möglichen Führungstreffer auslässt. Als sich die Donawitzer wieder nach vorne orientieren und wieder das Tempo im Spiel vorgeben, kommt es zu zwei ganz bitteren Momenten: Zum einen verletzt sich Briza bei einem Zweikampf mit Wohlmuth unglücklich und muss vom Platz (zumindest ein Band im Knöchel ist gerissen, weitere Untersuchungen werden genauere Ergebnisse liefern!), zum Anderen gibt der Schiedsrichter nach einem Foul (?) von Rössl im Strafraum (?) Elfmeter für Frohnleiten. Wohlmuth stellt auf 2:1, in der Schlussviertelstunde versucht der DSV Leoben Alles, um die Niederlage abzuwenden. Nachdem Fischer nach schöner Rössl- Vorarbeit aus kurzer Distanz ebenso scheitert wie Strohmaier nach Wurzinger- Vorlage, erlöst der Schiedsrichter mit einem Foulpfiff im Frohnleitener Strafraum die mitgereisten Donawitzer. Petkov lässt sich die Chance nicht entgehen und stellt vom Elfmeterpunkt auf 2:2 – alles in allem ein gerechtes Endergebnis. Wären dem verhaltensauffälligen Trainer Ewald Ratschnig in der Schlussphase des Spieles seine Beruhigungstropfen gegeben worden, hätte er seinen Frust nicht am Donawitzer Co-Trainer auslassen müssen – sein disziplinloses Rumpelstilzchen- Verhalten hat am Fußballplatz nichts verloren!

Im Gegensatz zum Gleisdorf- Spiel sind die Donawitzer vom Anpfiff weg hellwach und setzen die Hausherren gehörig unter Druck. Ein geblockter Petkov Schuss führt zum ersten Corner – nach einem Steiner- Kopfball übers Tor führt der zweite Eckball zum schnellen 0:1. Rössl spielt kurz auf Petkov ab, dieser bringt en Ball zur zweiten Stange – dort lauert Lechner, der den Ball per Kopf ins Tor befördert (2.). Frohnleiten wird nach dem Gegentor etwas munterer, kommt aber durch die gut stehende und zweikampfstarke Verteidigung nicht durch. Ein Freistoß von der Strafraumgrenze ist zwar von der Position gefährlich, die Ausführung brachte Petrovcic jedoch nicht zum Schwitzen.

Viel konkreter sind die Donawitzer Angriffe. Steiner passt auf Strohmaier, der gerade noch geblockt werden kann, einigen weiteren Vorstößen fehlt die letzte Genauigkeit, um dort anzukommen, wo es dem Gegner weh tut. In der 21. Minute macht Petkov alles richtig. Er erobert den Ball, behauptet ihn, sieht im richtigen Moment den sich lösenden Steiner und schiebt ihm den Ball ideal auf den Weg. Steiner kommt von halblinks in den Strafraum, schießt den Ball aber aus kurzer Distanz über das Tor. Nach einem Wurzinger- Schuss hat Steiner ein zweites Mal die Gelegenheit zu erhöhen. Diesmal startet der Stürmer von der rechten Seite auf das Tor, das Ergebnis ist leider das gleiche, wie vorhin, diesmal scheitert Steiner knapp am langen Eck. Das einzige Mal wirklich gefährlich vor der Pause ist Frohnleiten in der 39. Minute. Die Abwehr wird unter Druck gesetzt, Briza wird nicht ideal angespielt, im Fallen schießt er den Ball unkontrolliert weg – der Schuss ging beinahe nach hinten los, nur um wenige Zentimeter läuft der Ball am eigenen Tor vorbei (Petrovcic wäre chancenlos gewesen).

In der Pause bleibt Schranz anstelle von Giermair in der Kabine, die Donawitzer geben wieder von Beginn weg Gas. Eine knappe Abseitsentscheidung, Eckbälle, die nichts bringen (Fischer haut den Ball übers Tor) und eine Riesenchance durch Strohmaier (er verzieht im Strafraum, nachdem Petkov und Steiner vorbereiteten) bringen nicht den gewünschten Ausbau der Führung. Die erste flüssige Kombination der Hausherren führt zu einem Eckball, der bereits entschärft scheint. Aus etwa 30 Meter Entfernung, mit perfekter Windunterstützung senkt sich der Schuss von Ratschnig hinter Petrovcic unter die Querlatte zum 1:1- Ausgleich (51.). Gratulation dem Torschützen, schön anzusehen und unhaltbar! Gestärkt durch den glücklichen Ausgleich wacht Frohnleiten endgültig auf. Nach einem nicht gegebenem Foul an Lechner spielt Frohnleiten schnell auf Wohlmuth, der Petrovcic zwar prüft aber (noch) nicht bezwingen kann. Eine Minute später schießt Ratschnig, Petro wehrt zur Seite weg, dort kommt Traxler zum Nachschuss, der den Ball Gott sei Dank über den Kasten jagt (54.).

Nach dieser kurzen, aber heftigen Frohnleitener Drangphase, besinnen sich die Donawitzer wieder auf ihr Spiel. Der Ball zirkuliert zumeist flüssig, der letzte Pass kommt aber zu selten. Die Leobener Kreativspieler Petkov und Fischer übersehen manchmal den richtigen Zeitpunkt zum Abspielen, auch wird zu selten einfach einmal drauf gehalten. In der 62. Minute ist für Markus Briza das Spiel zu Ende. Bei einem Zweikampf „…Wohlmuth kann nichts dafür, das war Pech!“ verdreht sich der Knöchel des Kapitäns, die erste Diagnose im UKH – Vorderes Band im Knöchel gerissen, alles weitere wird ab Montag abgeklärt – verheißt nichts Gutes und eine längere Zwangspause des Kapitäns. Durch Brizas Verletzung kommt Vincent Heidinger zu seinem Landesligadebut, er ersetzt den Routinier an der linken Seite und erledigt seine Aufgabe im Verband der Abwehrspieler ausgezeichnet, ganz als ob er schon dutzende Spiele auf diesem Niveau gespielt hätte.

Am Spielfeld dominiert nun wieder der DSV. Eine Giermair- Ecke „fischt“ Tormann Glashüttner, der Ball kann vor der Linie von einem Verteidiger weggeschlagen werden, ein weiterer Sitzer – Wurzinger setzt sich rechts durch, seinen Stanglpass erreicht Strohmaier zu knapp vorm Tormann, sodass er den Ball nicht an ihm vorbei bringt, wird ausgelassen. 74. Minute, nächster Tiefschlag. Ein Zweikampf an der Strafraumgrenze, ein Pfiff. Viel war es nicht, ob es wirklich im Strafraum war, wissen auch nur die Beteiligten, Fakt ist, der Schiedsrichter deutet auf den Elferpunkt und verwarnt Franz Rössl für sein Foul. Wohlmuth lässt sich nicht erst bitten und dreht mit dem 2:1 vom Elferpunkt das Spiel.

Mit dem Mute der Verzweiflung legen die Donawitzer noch ein Schäuferl nach. Rössl setzt sich rechts durch, zieht auf und davon – bringt den Ball zur Mitte, doch Fischer knallt das Leder aus kurzer Distanz übers Tor. Kurz vor Spielende wird Strohmaier im Strafraum angespielt und beim Zug zum Tor von Bucher gelegt, auch dieses mal zögert der Schiri nicht, wieder entscheidet er auf Strafstoß. Petkov übernimmt die Verantwortung und gleicht mit seinem sechsten Saisontreffer aus. Danach ist am Spielfeld Schluss, es bleibt beim 2:2 Unentschieden. Während für alle anderen in Frohnleiten mit dem Schlusspfiff das Spiel aus ist, steigert sich der schon während des Spieles durch ständiges Reinschreien auffällige Trainer Ratschnig zu seinem absoluten Höhepunkt. Er attackiert dabei den DSV Co-Trainer nicht nur verbal, sondern auch handgreiflich, sowohl Schiedsrichter und Linienrichter müssten diese Unsportlichkeit registriert haben, man darf gespannt sein, ob das für dieses „Häferl“ Konsequenzen haben wird…

Nächste Woche trifft der DSV Leoben wieder zu hause auf Gnas, Spielbeginn am Freitag, 28.03.14 ist 19:00 Uhr!

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Lechner (T), Wurzinger, Strohmaier, Steiner, Schranz (46. Giermair), Rössl (G, 89. Pein), Maier, Petkov, (G, T), Briza (64. Heidinger), Fischer. Ersatz: Freismuth, Bakanic.

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