15 13/14: Mit schlechtester Saisonleistung in die Winterpause: Der DSV Leoben verliert gegen Liezen mit 0:2 (0:0)!

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LL, 15. Rde, DO 31.10.13, 19:00 Stadion Donawitz, 260. DSV Leoben – SC Liezen 0:2 (0:0). Torfolge: 0:1 Stangl (49., Elfer), 0:2 M. Neuper. Schiedsrichter Cetin, Reinbacher, Tretnjak.

Süsses oder Saures? Es war eindeutig zweiteres, das die Mannschaft den Zusehern zum Herbstsaisonfinale serviert hat. In einem erschreckend schwachen Spiel kommen die Donawitzer nie richtig auf Touren, schaffen es kaum, zusammenhängende Aktionen über mehrere Stationenen zu erzeugen. Während der DSV mit untauglichen Mitteln den Liezener Abwehrblock überwinden will und vor der Pause durch Rössl zu gerade einmal einer guten Chance kommt, sieht man von den Gästen vor dem Seitenwechsel gar nichts. Nach der Pause wird es für die Zuseher noch gruseliger. Gutgesell hat Pech, ihm springt im Strafraum der Ball auf die Hand, Schiedsrichter Cetin gibt den harten, aber regeltechnisch vertretbaren Elfer. Stangl bringt Liezen in Führung, in diesem Spiel tatsächlich schon die Vorentscheidung. Da kaum ein Donawitzer Spieler an diesem Abend an seine Normalform herankommt, hat es Liezen nicht schwer, die Offensivbemühungen der Donawitzer mit einfachen Mitteln erfolgreich zu unterbinden. Im Konter schlägt das Team von Dejan Stankovic ein zweites Mal zu: Martin Neuper schließt einen Angriff von der rechten Seite ab, und besiegelt die Leobener Heimpleite. Auch danach kein Aufbäumen, im Gegenteil, Liezen war einem dritten Treffer näher, als der DSV dem Anschlußtreffer. Schade um dieses Spiel, das dennoch die allgemeine Steigerung im Herbst nicht überdecken kann: An diesem Abend jedoch hätte sich der DSV einfach keinen Punkt verdient…

Nach den letzten Ergebnissen waren die Erwartungen an die Donawitzer Mannschaft entsprechend hoch. Nach einem Pass von Giermair in den Strafraum und dem ersten (bedrängten) Schuss von Steiner, der knapp links am Tor vorbei streift und einem geblockten Strohmaier- Schuss schien das Spiel auch in die richtige Richtung zu verlaufen. Liezen spielte auch in sofern mit, als dass offensiv von Stankovic´ Mannschaft keine wirkliche Gefahr ausging. Es lag also in der Hand der Donawitzer, das Spiel an sich zu reißen und für Akzente zu sorgen. Doch diese kamen nur selten und nicht in der nötigen Weise, um den Liezener Abwehrblock zu knacken. Unübliche Ballbehandlungsfehler (Annahme, ungenaues Passspiel) nahmen meistens den Schwung schon im Ansatz, Liezen hatte genügend Zeit, um sich auf Angriffe einzustellen.

Auch hohe Bälle und Standards sorgten für wenig Aufregung, zu genau werden die Leobener Stürmer am Abschluss gehindert. Ein schöner Wechselpass von Strohmaier auf Rössl, der letztendlich nur einen Eckball herausholt, der dann wiederum nichts einbringt (Faustabwehr von Micic) ist schon als Höhepunkt zu werten. Nach 26 Minuten muss der Gästetormann nach einem Zusammenstoß mit Steiner vom Feld, er wird am Kinn getroffen und kann nicht mehr weiterspielen. Nach 10 Minuten (so lange dauerte die Verarztungs- und Wechselpause) ging es mit etwas mehr Schwung weiter. Nach einem hoch in den Strafraum gezirkelten Freistoß kommt Rössl zum Kopfball, plötzlich liegt der Ball unmittelbar vor dem Tor frei für Lechner, der den Ball aber nicht im Tor unterbringt (wäre auch im Abseits gestanden). Den schönsten Schuss eines Donawitzers auf das Liezener Tor gibt Franz Rössl in der 35. Minute ab. Er zieht von der rechten Seite voll durch, der Ball fliegt halbhoch ins kurze Eck, doch der eingewechselte Tormann Gabriel bewahrt seine Mannschaft mit einer tollen Parade vor dem Gegentor. Gleich darauf scheitert Strohmaier mit einem guten Kopfball (nach Zuspiel von Lechner), die beste Donawitzer Phase in diesem Spiel bringt leider nicht den Führungstreffer. Liezens einzigen Schuss aufs Tor gibt Pirvu nach einem schnell abgespielten Freistoß ab, Petrovcic ist aber aufmerksam und kann den Ball in den Corner lenken.

Mit dem wenig berauschenden Zwischenstand von 0:0, aber zumindest mit allen Möglichkeiten für die zweite Spielhälfte, geht es in die Pause. Nach 49 Minuten passiert es. Von der linken Seite kommt ein an sich überhaupt nicht gefährlicher Ball in den Strafraum, für den Liezener Angreifer nicht erreichbar springt der Ball Gutgesell an die Hand, Schiedsrichter Cetin zeigt sofort auf den Elferpunkt. Ein sehr harter Strafstoß, da der unbedrängte Gutgesell keinesfalls aktiv mit der Hand zum Ball ging, doch das ließ der Schiri nicht gelten. Den Elfer schießt Christian Stangl in die linke untere Ecke, Petrovcic ist zwar fast dort, der Ball landet aber dennoch zum 0:1 in den Maschen. Wer nun eine aufopfernd fightende Leobener Mannschaft erwartet hatte, wurde großteils enttäuscht. Zwar haben Schranz (Schuss geblockt) und Turban-Steiner (viel zu hoch) gleich im Anschluss gute Möglichkeiten sofort wieder auszugleichen, doch sie scheitern.

Die Hektik und Fehleranfälligkeit im Spielaufbau steigt zusehends. Die bis zu diesem Zeitpunkt harmlosen Liezener werden mehrmals förmlich eingeladen, einen Konterangriff zu starten. Die nun seltener gewordenen Angriffe (Ausnahme, ein schöner Steiner- Versuch, der damit aber knapp scheitert) beschränken sich zumeist auf Eckbälle, die nicht ankommen. Der zweite Liezener Treffer sah schön aus, war aber eine Kette von Fehlern der verschiedensten Leobener Defensivakteure. Eine unbedrängte Flanke von Wallner zur Mitte leitet Pirvu, der ebenso nicht ausreichend gedeckt wird, zum dahinter völlig freistehenden Martin Neuper weiter. Der macht ein paar Schritte in den Strafraum, von rechts setzt er den Ball neben Petrovcic vorbei ins lange Eck, es steht plötzlich 0:2.

Die Donawitzer Hilflosigkeit an diesem Abend steigert sich noch. Anstatt jetzt endlich den Turbo zu zünden, passiert einfach nichts, das dieses Spiel noch hätte drehen können. Bis zum Schlusspfiff kassieren einige DSVler noch drei „Frustgelbe“, bewahrt Petrovcic zumindest bei zwei guten Kontermöglichkeit seine Mannschaft vor weiteren Verlusttreffern, während auf der anderen Seite zu kompliziert gespielt wird. Ein Fallrückzieher- Versuch von Strohmaier und mehrere Möglichkeiten vom eingewechselten Fischer (geblockter Schuss, Volleyschuss Schuss, nach Raggam- Pass geht der Ball hoch drüber) täuschen nicht darüber hinweg, dass an diesem Abend der DSV Leoben an den eigenen Unzulänglichkeiten gescheitert ist.

Das 0:2 ist enttäuschend, aber keinesfalls unverdient. Nicht, dass der Gegner übermächtig gewesen wäre, die eigene Vorstellung war einfach viel zu wenig – das Spiel kann zweifellos als Selbstfaller bezeichnet werden. Obwohl nach dem Schlusspfiff alle enttäuscht und/oder einafch nur sauer waren, darf dieses eine schlechte Spiel den Blick auf den erfolgreichen Weg von Gregor Pötscher und Markus Vögl nicht verstellen. Die Mannschaft ist auf einem guten Weg, das Halloween-Spiel sollte schnell abgehakt werden.

Nach der 15. Runde ist nun Schluss in diesem Jahr, wir möchten uns bei allen Zusehern und Gönnern, die uns in diesem Herbst begleitet haben, bedanken und hoffen, dass sie uns auch im neuen Jahr die Treue halten!

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Lechner (G), Wurzinger, Strohmaier (G), Steiner (G), Schranz, Giermair, Rössl (65. Raggam), Gutgesell (G, 56. Fischer), Petkov (G), Briza. Ersatz: Freismuth, Maier, Pein.

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