30 12/13: Das wars: Der DSV Leoben verabschiedet sich mit einem 1:7 (0:2)- Debakel gegen den neuen Meister LASK aus der Regionalliga!

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30. Runde, Regionalliga Mitte, FR 31.05.13, 18:30, Stadion Donawitz 1.000, DSV Leoben – LASK Linz 1:7 (0:2). Torfolge: 0:1 Kogler (19.), 0:2 Hieblinger (30.), 0:3 Fabiano (58.), 0:4 Schranz/Petrovcic (ET, 76.), 0:5 Templ (80.), 1:5 Steiner (81.), 1:6 Freudenthaler (83.), 1:7 Kogler (86.). Schiedsrichterteam: Eberhard, Wieser, Schmiedmeier.

Nach vier Saisonen in der Regionalliga Mitte verabschiedet sich der DSV Leoben in die vierte Leistungsklasse Richtung Landesliga. Und das völlig zu Recht. Auch im Saisonfinale, in dem der DSV Leoben zumindest einen Punkt benötigte, um einen theoretische Chance auf den Ligaerhalt zu haben, fehlte die Qualität um mit dem LASK ernsthaft mit zu halten. Die ungefähr 800 LASK- Fans unter den 1.000 Zusehern, hatten nur eine Schrecksekunde zu überstehen (Heinemann trifft die Querlatte), ehe die Party beginnen konnte. Der LASK führte bereits zur Halbzeit durch Kogler und Hieblinger mit 2:0, in der zweiten Hälfte versetzte Fabiano dem DSV mit dem 0:3 den Todesstoß. In der letzten Viertelstunde fielen noch fünf Tore, immerhin eines davon durch Marcel Steiner für den DSV. Gratulation nach Linz zum Meistertitel, für den DSV Leoben kommt es zum großen Umbruch!

Im letzten Spiel der Saison war durch die vielen Linzer Fans endlich wieder etwas los im Donawitzer Stadion. Obwohl es kalt und regnerisch war, ließen es sich etwa 800 mitgereiste LASK- Fans nicht nehmen, ihre Mannschaft stimmgewaltig zum Meistertitel zu peitschen – die DSV- Fans waren klar in der Minderheit. Trainer Heinz Karner überraschte mit einigen Veränderungen. Spieler, die aufgrund ihrer Einstellung oder Leistung in den letzten Wochen den Anforderungen nicht entsprechen konnten, wurden ausgemustert (Milosevic, Jankovic, Tokic), Kreimer war wegen der fünften Gelben Karte nicht dabei, Wurzinger fehlte verletzungsbedingt, Bonifert wegen Erkrankung. So kamen der fünfzehnjährigen DSV-Junior Florian Moritz und der sechzehnjährigen Christian Pein und (später) Michael Noggler sowie Fabian Grillitsch zum Einsatz.

Der Beginn des Spieles verläuft gar nicht so schlecht, es gelingt immer wieder den Ball über mehrere Stationen gefällig zu spielen, vor allem Heinemann bietet sich immer wieder an, der letzte Pass gelingt vorerst aber nicht. Den ersten Donawitzer Schuss gibt Giermair ab, er fällt aber zu schwach aus (9.) und streift links am Tor vorbei. Der LASK, zwar konzentriert, aber zu Beginn noch nicht präzise genug, hat durch Fabiano – der erfolgreich von Schranz am Abschluss aus aussichtsreicher Position gehindert wird – die erste gute Szene.

In der fünfzehnten Minute die beste Leobener Aktion. Tim Heinemann bringt sich aus 22 Metern in Schussposition, zieht ab und trifft die Querlatte – Pech für die Donawitzer, da hat nicht viel gefehlt. Der LASK macht es besser. Mit dem ersten Fehler in der Innenverteidigung – der Ball kann nicht aus dem Gefahrenbereich befördert werden – kommt Kogler nach Vujanovic- Zuspiel zur einfachen, vielumjubelten 1:0- Führung. Der DSV Leoben gleicht beinahe postwendend aus. Aus einer Flanke von Schranz zur Mitte, die kein Leobener erreichen kann, entsteht durch einen missglückten Kopfball durch Kobleder beinahe ein Eigentor, der Ball geht nur um Zentimeter über die Querlatte.

Der DSV ist in dieser Phase zwar bissig, versucht weiter nach vorne zu spielen, agiert aber am Strafraum zu kompliziert. Die Zuspiele in diesem Bereich kommen nicht genau genug, Schussmöglichkeiten (Giermair) und Flanken erzeugen keine Gefahr. Der LASK wird nun zusehends der Favoritenrolle gerecht, eine Großchance kann Schranz mit einer Kopfballrettung auf der Linie noch verhindern, in der 30. Minute fällt aber die Vorentscheidung. Nach mehreren Eckbällen ist schließlich Hieblinger zur Stelle und befördert den Ball per Kopf zum 0:2 ins Netz. Bis zur Pause kommt der DSV nur noch zu Halbchancen, zwei Giermair- Schüsse, ein Briza- Versuch und ein Stanglpass von Giermair, den Petkov knapp nicht erreicht, ändern nichts am 0:2- Pausenstand.

In der zweiten Spielhälfte dauert es einige Minuten, bis das Spiel wieder Fahrt aufnimmt. Es ist aber nicht der DSV, sondern der LASK, der das Kommando übernimmt. Zuerst scheitert Fabiano an Petrovcic, Vujanovic setzt einen Stanglpass neben das Tor, dann ist Fabiano nicht mehr zu halten. Er zieht aus 25 Meter ab, wie ein Strich landet der Ball zum dritten mal im Donawitzer Tor, das Spiel ist nun endgültig entschieden. Alle die bis dahin noch an ein Wunder glaubten, mussten spätestens jetzt die bittere Wahrheit – Abstieg in die Landesliga – zur Kenntnis nehmen.

Der Rest des Spieles ist schnell erzählt. Der DSV Leoben versucht zwar weiterhin (ohne geeignete Mittel) nach vorne zu spielen, der LASK macht dabei aber einfach nicht mit. Mit Vorsprung, Fans und Vorfreude auf den Meistertitel im Rücken spielen sich die Linzer in einen wahren Spielrausch, dem der DSV nichts entgegen setzen kann. Das 0:4 in der 76. Minute ist besonders bitter, da Petrovcic einen Rückpass von Schranz verstolpert und der Ball dadurch über die Linie rollt. Ausgerechnet Petrovcic, der dem DSV viele (der wenigen) Punkte geholt hat, passiert dieses Missgeschick, aber was soll es, es hätte an der Niederlage nichts geändert. Das 0:5 erzielt dann der eingewechselte Templ per Kopf nach Flanke von Babic, ehe es Marcel Steiner mit einer Einzelleistung (Zuspiel Pigneter) gelingt zumindest das 1:5 Ehrentor zu erzielen.

Der LASK hat aber immer noch nicht genug und legt noch mit zwei Toren nach: Freudenthaler schießt nach kurzer Abwehr von Petrovcic das 1:6 und Kogler setzt mit dem 1:7 den Schlusspunkt. Danach ist Schluss. Während die sprachlosen Donawitzer weder dieses Ergebnis, noch die gesamte Saison mit dem sportlichen Abstieg fassen können, stürmen Hunderte Linzer auf das Spielfeld um ihre Meisterkicker zu feiern. Freud und Leid auf engstem Raum.

Es wird in den nächsten Tagen und Wochen zu massiven personellen Änderungen beim DSV Leoben kommen, das steht fest. Es wird sich erst weisen, welche Betreuer und Spieler den Weg in die Landesliga mitgehen (dürfen) und welche Spieler den Verein verlassen (müssen). An dieser Stelle sei noch dem LASK zum Meistertitel in der Regionalliga ganz herzlich gratuliert, aber auch dem überraschenden Cupsieger FC Pasching die besten Glückwünsche. Für uns aber heißt es nun Abschied nehmen: Pfiat Gott Regionalliga, hoffentlich mit einem baldigen Wiedersehen…

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Pein (46. Pigneter), Füzfa, Moritz (64. Grillitsch, G), Heinemann, Giermair (76. Noggler), Schranz, Kammerhofer, Petkov, Briza, Steiner (T). Ersatz: Nömayer.

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