27 12/13: Trotz Führung keine Punkte: Der DSV Leoben verliert in Vöcklamarkt 2:3 (1:1)!

130517voeck38

27. Runde, Regionalliga Mitte, FR 17.05.13, 19:00 Stadion Vöcklamarkt, 600. UVB Vöcklamarkt – DSV Leoben 3:2 (1:1). Torfolge: 0:1 Milosevic (35.), 1:1 Kirnbauer (43.), 2:1 Sammer (58.), 3:1 Rohrstorfer, 3:2 Tokic (89.).

Wieder kein Erfolgserlebnis. Obwohl der DSV Leoben gut und engagiert startet, sogar durch Milosevic in Führung geht, bleiben unter dem Strich wieder nur Frust und Null Punkte, mit denen man nach Hause fährt. Bereits vor der Pause übernimmt Vöcklamarkt zusehends das Kommando, vergibt aber durch Sammer einen Elfmeter. Zu dem kann Christian Petrovcic, der die fünfte Gelbe Karte sieht und daher in Klagenfurt gesperrt ist, seine Mannschaft lange Zeit den Rücken frei halten. Mit dem 1:1 kurz vor der Pause ist der Bann gebrochen. Während Vöcklamarkt in der zweiten Spielhälfte einen Gang zulegt, kommt von den Donawitzern offensiv nur mehr sehr wenig. Die Tore fallen dann auch, spätestens nach dem schönen 3:1 durch Rohrstorfer ist das Spiel entschieden – der Anschlusstreffer von Tokic in der 89. Minute kommt zu spät.

Schon nach drei Minuten hätte das Spiel einen erfreulichen Beginn bringen können. Milosevic passt zur Mitte und – wie vorgegeben – setzt Giermair energisch nach. Der herausgelaufene Torhüter Harrant verschätzt sich und lässt den Ball passieren. Bedrängt von Rohrstorfer kann Giermair erst kurz vor der Toroutlinie den Ball erreichen, aus diesem spitzen Winkel gelingt es ihm leider nicht den Ball über die Torlinie zu bringen. Die Anfangsphase des Spieles gehört klar den Donawitzern, vor allem Kreimer ist von den Vöcklamarktern nur durch Fouls zu stoppen. Aus den Freistößen kann der DSV kein Kapital schlagen, da die Abwehr durch schnelles rausrücken gleich mehrmals (!) zwei bis vier Donawitzer in die Abseitsfalle tappen lässt.

Mit der ersten Aktion auf der anderen Seite wird es gleich richtig brenzlig. Giermair setzt im eigenen Strafraum seinen Körper zu heftig ein, Rohrstorfer fliegt und der Schiriassistent wachelt. Den Elfmeter schießt Sammer Stefan, er knallt den Ball aber knapp links am Tor vorbei. Giermair ist in der Anfangsphase zwei weitere Male im Mittelpunkt, ein gut angetragener Schuss aus aussichtsreicher Position, wird von einem Verteidiger geblockt und nach zwölf Minuten sieht er Gelb, als er testen will, wie leicht der Schiri auf der anderen Seite einen Elfmeter pfeift (Schwalbe). Bis zur 20 Minute bleiben die Donawitzer bissig aggressiv und können die Heimmannschaft immer wieder zu Fehlern nötigen, zwingende Torchancen wollen aber nicht entstehen.

Ab dieser 20. Minute ist Trainer Karner gezwungen das bis dahin erfolgreiche System zu ändern. Kapitän Wurzingers Leistenproblem wird wieder akut, daher muss er durch Jankovic ersetzt werden. Der nach vorne sehr aktive Milosevic muss in die Innenverteidigung zurück, sicherlich auch ein Mitgrund, warum im weiteren Spielverlauf Vöcklamarkt immer mehr aufkommt. Nächste Schrecksekunde in der 22. Minute: Orosz wird über Schranz hinweg auf der linken Seite angespielt, den Zug Richtung Tor kann nur noch Petrovcic verhindern. Der Tormann kommt mit vollem Geschäft aus dem Strafraum und erwischt den Angreifer mit seinem Bein. Der Schiedsrichter zeigt die gelbe Karte – da hätten andere wohl auch Rot gegeben – die fünfte für Christian Petrovcic, damit ist er in der nächsten Runde (Austria Klagenfurt) gesperrt. Der Freistoß bringt nichts ein, dennoch werden die Vöcklamarkter Chancen nun richtig gefährlich.

Ein Schuss von Sammer Michael streift knapp über die Querlatte, bei einem Orosz- Versuch und einer Flanke von Lexl pariert Petrovcic souverän. Ein weiterer guter Schuss von Sammer Stefan wird gerade so abgefälscht, dass er knapp neben dem Tor einschlägt. Nach zwei Petro- Faustabwehren (eine allerdings fast ins eigene Tor) und einer Superparade gegen Lexl (die Abwehr reklamiert Abseits, das Spiel läuft aber weiter), steht es plötzlich 0:1. Jankovic spielt im Mittelfeld einen Freistoß kurz auf Schranz ab, der passt scharf zur Mitte, Bonifert steigt über den Ball, dahinter zieht Milosevic überlegt ab. Der Ball zappelt im langen Eck, ein schönes Tor nach einer schnellen, geradlinigen Offensivaktion!

Vöcklamarkt ist wenig beeindruckt. Mit Vollgas wird weiter gespielt, die Donawitzer laufen zumeist Ball und Gegner hinterher. Schranz kann mit einer gewagte Einlage einen Stanglpass von Gilhofer in den Corner klären. Die Eckbälle nehmen zu, Verschnaufpausen gibt es nun wenige. Kurz vor dem Seitenwechsel passiert er dann doch, der Ausgleichtreffer. Nach Flanke von Lexl zur Mitte ist Kirnbauer diesmal nicht gedeckt, sein Kopfball passt ins lange Eck – 600 Zuseher jubeln in Vöcklamarkt. Noch vor dem Pausenpfiff muss Petrovcic mit einer Doppeleinlage (Schuss Gilhofer, Nachschuss Kirnbauer) zumindest den einen Punkt retten.

Mario Kreimer bleibt in der Kabine, für ihn kommt der lange Hrvoje Tokic. Am Spiel selbst ändert sich nur insofern etwas, dass Vöcklamarkt nun noch bestimmender wird und das Donawitzer Angriffe allesamt spätestens am Strafraum enden. Warum es nun nicht mehr gelingt sich zu befreien, warum Schlampigkeitsfehler, Abspielungenauigkeit, Stellungsfehler und Zuordnungsschwierigkeiten auftauchen ist nicht so einfach nachvollziehbar. Der Druck (Flanken und Eckbälle bei denen auch Tokic zwei Mal klären kann) steigert sich bis zur 58. Minute. Doppelpass von halblinker Seite zwischen Sammer St. und Orosz, im Gegensatz zum Elfer in der ersten Spielhälfte trifft Sammer nun perfekt: Petrovcic hat keine Chance, das Spiel ist gedreht.

Während einigen DSV Spielern das Tempo zu hoch erscheint, kommen die Oberösterreicher geradlinig vor das Tor. Wieder ist es Petrovcic, der mehrmals seine ganze Klasse aufbieten muss, um den Anschluss nicht zu verlieren. Dreimal gegen Orosz, gegen Sammer St. und Gilhofer kann Petrovcic glänzen, zusätzlich schießt Orosz knapp am langen Eck vorbei. Die Donawitzer können dem Druck nichts Wirksames entgegen setzen, daher ist das 3:1 nur logisch. Nach einem Eckball, der von der Verteidigung kurz raus befördert werden kann, zieht Rohrstorfer mit vollem Risiko ab. Er hat das Glück, dass der Ball den Weg durch alle Beine aufs Tor findet, der scharfe Schuss ist zu platziert im langen Eck, da gibt es nichts zu Halten. Nun schaltet Vöcklamarkt etwas zurück, dadurch kommen auch die Donawitzer zu mehr Ballbesitz. Abgesehen von schönen Einzelleistungen (Heinemann sprintet zurück und entreißt dem verdutzten Gegner elegant den Ball), einer Topchance von Milosevic – er kommt vom Elferpunkt zum Schuss, der Ball wird aber in den Corner abgewehrt und einem groben Schnitzer in Vöcklamarkts Abwehr, passiert nichts mehr. Dieser grobe Schnitzer wird von Tokic ausgenützt, der Kroate zieht alleine aufs Tor und bezwingt Harrant zum 2:3 (89.).

Danach ist Schluss, der DSV Leoben verliert dieses wichtige Auswärtsspiel zwar nur knapp, gemessen an den vielen vergebenen Vöcklamarkter Chancen aber verdient. Nächste Woche ist GAK- spielfrei (abgesehen von einem Testspiel gegen Sturms U 18), damit steigt das nächste Auswärtsspiel am Mittwoch (vor dem Feiertag), 29.05.13 ab 18.30 in der Klagenfurter Wörthersee- Arena.

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic (G), Wurzinger (20. Jankovic, G), Kreimer (46. Tokic, T), Giermair (G), Bonifert (58. Heinemann), Schranz, Kammerhofer (G), Noggler, Milosevic (T, G), Petkov, Moritz. Ersatz: Nömayer, Pigneter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Auracher
steinkellner logo
Skamander
Skamander
ASKÖ
Beyer_logo
Brandls Bauernladen
Buchis GmbH
Buchis GmbH
pachner
erlebnisleoben
climacraft
eisen_neumueller
hornbach
kelag
OOEVLogo
opel_fior
auto-pichler-Logo
sefra
sekotil_logo_oben
steiermaerkische-sparkasse
stiwog
svsschuster
Swietelsky_logo
trachten kalander
WILKE

Facebook