26 12/13: Sechs Tore, zwei Rote Karten – dennoch kann der DSV Leoben gegen Villach nach 2:0- Pausenführung nicht gewinnen!

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26. Runde, Regionalliga Mitte, FR 10.05.13, 19:00 Stadion Donawitz 269. DSV Leoben – Villacher SV 3:3 (2:0). Torfolge: 1:0 Milosevic (5.), 2:0 Noggler (19.), 2:1 Reich (48.), 2:2 Reich (53.), 2:3 Füzfa (64., ET), 3:3 Tokic (92., Elfer). Schiedsrichterteam: Klammer, Ullmann, Hofinger.

Die Angst vorm Siegen war zu groß. Nach toller ersten Spielhälfte, in der attackiert wurde, in der der Tabellendritte unter Druck gesetzt wurde und in der durch Milosevic und Noggler ein verdienter 2:0- Vorsprung herausgeholt werden konnte, kippte das Spiel in der zweiten Spielhälfte. Innerhalb von 19 Minuten drehte Villach das Spiel, ging durch zwei Treffer von Reich und einem Füzfa- Eigentor mit 3:2 in Führung. In diesen Minuten nach dem Seitenwechsel merkte man, warum der DSV Leoben in der Tabelle steht, wo er eben steht. Danach schwächten sich die Kärntner durch zwei Gelbrote Karten selbst und ermöglichten in der Nachspielzeit (nach Foul an kreimer) den Ausgleich durch Tokic aus einem Elfmeter. Unter anderen Vorzeichen war das keinesfalls ein schlechtes Spiel, doch letztendlich bedeutet das 3:3 nur zwei verlorene Punkte im Abstiegskampf.

Einige Ausfälle (Briza, Wurzinger, Steiner, Jankovic, Heinemann) verhalfen Florian Moritz, einem 15jährigen DSV Junior, zu seinem ersten Regionalliga- Einsatz: Und er machte seine Sache im Mittelfeld erstaunlich abgebrüht, effizient und gut. Aber auch seine übrigen Mannschaftskollegen gingen motiviert an das verregnete Spiel gegen den Tabellendritten aus Villach heran: Nach fünf Minuten zirkelt Giermair (dessen Freistösse von der linken Seite stets für Gefahr sorgten) einen Ball zur Mitte, scheinbar zu weit und ein gefundenes Fressen für den Villach- Keeper. Doch Koller patzt, er lässt den Ball aus, Milosevic ist zur Stelle und drückt das Leder zum schnellen 1:0 über die Linie. Riesenjubel in Grünweiß, so einen Auftakt kann man sich nur wünschen.

Villach reagiert mit der ersten guten Möglichkeit. Ramusch spielt nach einem Einwurf zur Mitte, in der Leobener Abwehr wird „gefischt“, doch Okatan ist von der sich ergebenden Chance überrascht, seinen Roller kann Petrovcic halten. Auf der anderen Seite wird vom sehr kleinlichen (allerdings das auf beiden Seiten) Schiedsrichter Klammer auf Freistoß entschieden. Von der gleichen Position, aus der dann auch das 1:0 fiel, gelingt Giermair die nächste gute Hereingabe: Milosevic steigt am Höchsten und setzt den Kopfball (aus Abseitsposition) knapp über die Querlatte. Die Donawitzer bleiben spielbestimmend. Füzfa sucht den schnellen Bonifert, der den Ball auf der rechten Seite erst knapp nach der Toroutlinie erläuft – in der Mitte hätte Tokic einschussbereit auf den Stanglpass gewartet. Eine Minute später, nächste gute Leobener Torchance. Tokic setzt sich gegen Lassnig links im Strafraum durch, doch der herauslaufende Koller verkürzt entscheidend den Winkel, sodass er den Schuss von Tokic abwehren kann, eine Nachschussmöglichkeit wird von der Villacher Abwehr vereitelt.

19. Minute, Eckball Giermair von der linken Seite. Der Ball geht schön zur Mitte, zwischen Dlopst und Lassnig steigt Michael Noggler perfekt zum Kopfball. Der 17-jährige versenkt den Ball staubtrocken über Kollers linke Hand zum verdienten 2:0 in die Maschen. Wer hätte das gedacht, diese Mannschaft, die bis dahin Villach vorführt ist am Tabellenende? Nun ja, nur eine Minute später hat der DSV Glück, dass der VSV nicht zum schnellen Anschlusstreffer kommt. Nach Pass von Ebner auf Sandic knallt dieser den Ball vom Sechzehner ans Lattenkreuz.

Den Rest der ersten Spielhälfte kontrollieren die Donawitzer in ganz souveräner Art: Hinten steht die Abwehr gut, Petrovcic holt sich, was dennoch durchgeht. Und vorne kommen die Donawitzer durch schöne Spielzüge über die Seite (Bonifert), Standards (Kopfball Tokic nach Giermair- Freistoss) sowie Fernschüssen zu Strafraumszenen. Es bleibt beim starken 2:0 zur Halbzeit.

Und dann kommt die zweite Spielhälfte. Wie erwartet versucht der VSV gleich von Beginn die Donawitzer unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen. Diese wichtige Phase unbeschadet zu überstehen, wäre wohl die halbe Miete gewesen – gelingt aber nicht. Ein weiter Pass öffnet die Leobener Abwehr, Reich schüttelt Füzfa ab, und zieht aus etwa neun Metern ab. Der Schuss ins lange Eck passt, Villach holt in der 49. Minute den ersten Treffer auf. Nach einem weiteren Giermair- Freistoß zur Mitte, den der Tormann zuerst wegfausten und dann schließlich fangen kann, klingelt es zum zweiten Mal im Donawitzer Gehäuse. Eckball von der linken Seite, der Ball kann abermals von Reich erreicht werden, mit dem Kopf dreht er den Ball unhaltbar in die lange Ecke, nach 53 Minuten steht es 2:2. Die ganze gute Arbeit der ersten Hälfte in acht Minuten der zweiten schien vergebens.

Nun setzt Villach weiter nach. Petrovcic verhindert nach einem Katastrophenrückpass durch sein rechtzeitiges Herauslaufen Schlimmeres, Freistöße durch Lassnig und Prawda, die zwar nichts einbringen, lassen für den weitern Spielverlauf nichts gutes erahnen. Und in der 64. Minute ist es dann tatsächlich passiert: Der VSV verwandelt ein 0:2 in ein 3:2. Steiner zieht auf der rechten Seite Richtung Strafraum, bringt den Ball zur Mitte – dort fälscht ihn Füzfa unglücklich ins eigene Tor ab. Verzweiflung macht sich breit im Donawitzer Lager – doch dann schwächt sich Villach durch ein unnötiges Foul im Mittelfeld selbst. Lassnig, der zuvor schon Gelb gesehen hat, hält Tokic zu lange am Trikot und muss vorzeitig unter die Dusche. Nun versucht es der DSV mit dem Mut der Verzweiflung. Die Bälle werden schnell zu den Angreifern befördert, diese versuchen entweder zum Abschluss zu gelangen oder zumindest einen Standard zu erzwingen. Doch ein ums andere Mal erweist sich die Villacher Abwehr als standfest, dem Ausgleich am Nächsten kommt wohl ein Kopfball von Noggler, der knapp links an der Stange vorbei streift (81.).

Nach einem weitern geblockten Schuss von Kreimer, möchte auch Ramusch (der es sich im Laufe des Spieles wirklich redlich verdiente) vorzeitig unter die Dusche. In der 89. Minute sieht auch er zum zweiten Mal den Karton – der Schiedsrichter lässt mickrige drei Minuten nach spielen. Nach einem guten, aber zu zentralen Giermair- Freistoß, die wohl letzte Aktion. Kreimer, bereits im Strafraum, wird von den Beinen geholt und Klammer zeigt zum Elfmeterpunkt. Ein harter, aber doch konsequenter Elfer – diese kleinen Fouls hat der Schiri eben die 90 Minuten davor auch gepfiffen. Tokic tritt an und versenkt den Ball ins linke Eck, der DSV holt in letzter Sekunde ein 3:3.

Über dieses Unentschieden freuen sich nur die größten Optimisten im Donawitzer Lager. Neutral betrachtet haben wir ein interessantes, offensives und abwechslungsreiches Spiel mit vielen schönen Torchancen, umstrittenen Entscheidungen und sechs Toren gesehen. Nur: Neutral kann man sein, wenn sich die Mannschaft im gesicherten Bereich befindet. Deshalb kann das Fazit nur lauten: Das war wieder zu wenig – die Angst vorm Siegen war in der zweiten Hälfte wieder einmal größer…

Nächste Woche trifft der DSV auswärts auf Vöcklamarkt, FR 17.05.13, 19.00.

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Füzfa (ET), Tokic (T), Giermair, Bonifert (74. Kreimer), Schranz (G), Kammerhofer, Noggler (T, 86. Stockreiter), Milosevic (T), Petkov, Moritz (61. Kreimer). Ersatz: Winter, Fischer.

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