24 12/13: Riesenenttäuschung: Die Donawitzer werden mit dem Druck nicht fertig und verlieren gegen Feldkirchen mit 0:1 (0:0)!

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24. Runde Regionalliga Mitte, FR 03.05.13, 19:00 Stadion Donawitz 254. DSV Leoben – SV Feldkirchen 0:1 (0:0). Tor: Vaschauner (91.). Schiedsrichterteam: Smolinski, Kriener, Heiduck.

Anstatt des erhofften Befreiungsschlages befindet sich der DSV Leoben nach dem Spiel gegen Feldkirchen mit einem Bein in der Landesliga. Und nach der gezeigten Leistung auch nicht unverdient. Das war eindeutig zu wenig, was von Donawitzer Seite kam, anscheinend war einigen Spielern die Wichtigkeit dieses Spieles nicht bewusst. Die im Abstiegskampf notwendigen Tugenden – Kratzen, Beißen, Rutschen, Laufen, bis zum Schluss Kämpfen und vor allem: an den Sieg glauben – wurden großteils (mit ganz wenigen Ausnahmen) nicht beachtet, mit so einer schwachen und nervösen Leistung gewinnt man keinen Blumentopf. Viel mehr als zwei gute Donawitzer Chancen waren nicht zu sehen, Feldkirchen, wahrlich kein übermächtiger Gegner, kommt durch einen Treffer in der Nachspielzeit von Vaschauner zum verdienten 1:0 in Donawitz und stürzt den DSV Leoben in die Krise.

Feldkirchen- Trainer Robert Micheu verpasst seiner Mannschaft das richtige Konzept. Kompromisslos die Abwehr, die nötige Härte gegenüber den kreativen Spielern und das ständige Lauern auf die Konterchance. Damit tun sich die Donawitzer von Anfang an schwer. Dass der Schiedsrichter „unterstützt“ durch seine Linienrichter selbst dem niedrigen Niveau des Spieles nicht folgen kann (Jankovic wird mehrmals ohne Folgen niedergemäht), ist zwar traurig, ändert aber nichts daran, dass Leobener Angriffe viel zu kompliziert verlaufen. Die erste halbwegs gelungene Aktion über die in der ersten Halbzeit auffälligsten Heimischen, Miroslav Milosevic, Martin Petkov und Milan Jankovic endet mit dem ersten Torschuss (flach aus etwa 25 Metern), den Thamer sicher fangen kann (9.).

Auf der anderen Seite können die Verteidiger (Schranz wie gewohnt sehr zweikampfstark) Feldkirchner Angriffe ebenfalls weitgehend unterbinden, damit entsteht bei regnerisch nassen Verhältnissen nicht gerade ein fußballerischer Leckerbissen. Sicherheitsfussball dominiert, nur ja keinen Gegentreffer kassieren, lautet die Devise. Den ersten Feldkirchner Torschuss gibt Wisotzky ab, aus großer Distanz hat Petrovcic ebenso keine Probleme, wie der Kärntner Tormann bei einem Kopfball (Flanke Jankovic) vom weitgehend isolierten Tokic. Wann immer auch der Ball Richtung Kärntner Strafraum geschlagen wird, hat Jankovic seine Beine im Spiel, doch kommen leider die Bälle nicht exakt genug (Kammerhofer kommt an der zweiten Stange knapp nicht zum Ball) oder Tokic befindet sich im Abseits. Tokic wird gesucht, aber nicht gefunden – wenn er (nach Briza- Zuspiel) dann doch mit dem Ball im Strafraum auftaucht versucht er den Elfer rauszuholen anstatt zu Schiessen.

Das Bemühen will man den Donawitzern zwar nicht absprechen, doch die geeigneten Mittel, um den Kärntner Abwehrriegel zu knacken, fehlen. Feldkirchen kommt durch Antunovic zu einem Weitschuss (Petrovcic lässt sich nicht überraschen) und in der letzten Minute der ersten Halbzeit (nach zwei Eckbällen) muss sich Petrovcic ordentlich Strecken, um einen Ball über die Querlatte zu lenken. Eine enttäuschende erste Spielhälfte endet, eine noch schlimmere zweite beginnt mit einem Wechsel in der Pause: Pigneter wird durch Giermair ersetzt.

Nach einer schönen Flanke von Giermair (leider steht niemand bei der zweiten Stange) verfällt das Donawitzer Angriffspiel neuerlich in Zufall und Lethargie. Gut eingeleitete Angriffe versanden wegen ungenauen Zuspiels, Alleingänge scheitern, die Hektik und Nervosität steigern sich. Nach einem Briza- Versuch (verzieht links am Tor vorbei) kommt es zur bis dahin besten Chance des Spieles. Einmal kann sich Tokic etwas Platz verschaffen, kommt im Strafraum zum Schuss, doch Hausdorfer kann den Stürmer entscheidend behindern, der Ball streift letztendlich knapp links am Tor vorbei (55.). Nach einigen weiteren vergebenen Halbchancen beginnt in Donawitz die entscheidende Schlussphase.

Die erfolglosen Leobener Angriffsversuche ermöglichen Feldkirchen ihr Lieblinsspiel – den schnellen Konter. Erstmals haarig wird es in der 77. Minute, als Vaschauner erstmals enteilt – ein Reinrutschen von Briza verhindert den Schuss nicht – der Ball zieht knapp links am Tor vorbei. Eine Minute später, wieder ist Vaschauner entkommen, neuerlich setzt er den Ball neben das Tor. Da auch der DSV, trotz aller Fehler im Aufbau, vor das Tor kommt, steht das Spiel nun auf des Messers Schneide. Giermair und Bonifert geben (unplatzierte) Schüsse ab, im anderen Strafraum kann Hinteregger am Torschuss gehindert werden.

In der 85. Minute die für den Donawitzer Zustand typische Situation: Doppelpass von Giermair und Schranz, Giermair zieht ab – mit einer tollen Parade kann Thamer den Ball gerade noch kurz weg schlagen – Schranz ist zum Nachschuss bereit, wieder kann der Tormann abwehren. Das wäre er gewesen, der Lucky Punch kurz vor Schluss. Vielleicht durch die Chance motiviert, dieses Spiel durch offensivere Spielweise doch noch zu gewinnen, öffnen die Donawitzer nun noch mehr.

Es kommt, wie es kommen musste, der auffälligste Feldkirchner Angreifer Kevin Vaschnauer knipst in der 92. Minute dem DSV Leoben das Licht aus. Er ist im Strafraum ungedeckt – zwischen Schranz und Wurzinger kommt er zum Schuss – und trifft zum 0:1. Nach einem allerletzten Freistoß – Tokic vergibt – ist Schluss in Donawitz, das nicht für möglich gehaltene ist eingetroffen: Der DSV Leoben verliert gegen Feldkirchen mit 0:1 und ist Tabellenletzter.

Wie geht es weiter? Schwer zu sagen, viel Zeit um darüber nach zu denken bleibt nicht, bereits am Dienstag steht das nächste Meisterschaftsspiel in St. Florian am Programm. Ob es noch einmal gelingt den verfahrenen Karren aus dem Dreck zu ziehen, wird sich weisen, die Hoffnung stirbt zuletzt! Der DSV Leoben hat nun noch fünf Spiele Zeit, in denen 15 Punkte vergeben werden, um den Abstieg in die Landesliga zu verhindern. Nun ist jeder Einzelne gefordert: Jeder muss sich, seine Einstellung, seine Einsatzbereitschaft hinterfragen. Nur wenn bis Dienstag die passende Antwort gefunden wird, kann es sich immer noch ausgehen…

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Wurzinger, Jankovic, Tokic, Heinemann, Schranz, Pigneter (46. Giermair), Kammerhofer, Milosevic (G, 70. Füzfa), Petkov (62. Bonifert), Briza. Ersatz: Winter, Steiner.

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