17 12/13: Die bessere Mannschaft setzt sich durch: Pasching schlägt den DSV Leoben mit 2:0 (1:0)!

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17. Runde Regionalliga Mitte, FR 15.03.13, 19:00 Waldstadion, 200. FC Pasching – DSV Leoben 2:0 (1:0). Torfolge: 1:0 Diaz-Casanova (38.), 2:0 Diaz-Casanova (83.). Schiedsrichter: Hambaumer, Neumaier, Traußnig.

Gleich vorweg: Der Sieg des Tabellenführers war verdient. Pasching erarbeitete sich ein deutliches Übergewicht an Offensivaktionen, Eckbällen und Torchancen, dennoch konnte eine solide Donawitzer Abwehrleistung lange Zeit einen Gegentreffer verhindern. Vorne findet Petkov sogar die Gelegenheit vor, aus einem Paschinger Schnitzer Kapital zu Schlagen, scheitert aber knapp. Das 1:0 kurz vor der Pause fiel dann doch zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, Petrovcic war aber bei dem Casanova- Tor nach Kovacevic- Vorarbeit chancenlos. Nach dem Seitenwechsel vergeben die Oberösterreicher eine Fülle an Tormöglichkeiten – eigentlich eine Aufforderung, diese Fahrlässigkeit mit einem gezielt abgeschlossenen Konter zu Bestrafen. Da aber Tokic als Solospitze weitgehend isoliert bleibt, auch sonst wenig nach vorne geht, hat die gut stehende Paschinger Hintermannschaft mit unseren Angriffen keine Probleme. Den Schlusspunkt, knapp vor Spielende, setzt neuerlich Casanova: Er lenkt den Ball über die Linie, nachdem der eingewechselte Otubanjo ungehindert im Strafraum durchmarschieren darf. Pasching siegt verdient, der DSV muss das zwar neidlos anerkennen, kann daber dennoch auch positive Aspekte aus Pasching mitnehmen!

Erstmals mit Kammerhofer neben Füzfa in der Innenverteidigung, dafür rückt Wurzinger mit Briza vor die Viererkette – damit versucht der DSV Leoben die zu erwartenden Paschinger Angriffversuche zu unterbinden. Das gelingt zu Beginn auch recht gut, den ersten Torschuss nach einem Eckball gibt Kapitän Markus Briza (1.) für den DSV ab, bei seinem Versuch aus guter Position trifft er den Ball aber nicht richtig. Schön langsam kommt aber der Favorit auf Touren, Pasching versteht es, mit dem druckvollen Spiel nach vorne die Leobener Defensive ständig zu Beschäftigen. Eckbälle, Flanken und Wechselpässe werden zur steten Gefahr, die Abwehrspieler Füzfa, Briza und Schranz beweisen aber Zweikampf- und Kopfballstärke.

Das erste Mal muss Petrovcic in der 9. Minute eingreifen, einen Sobkova- Schuss kann er nur kurz zur Seite abwehren, zum Glück kann kein Paschinger die Nachschussmöglichkeit nützen. Pasching setzt nach, vor allem Sobkova und Kovacec nützen jede Möglichkeit zum Torschuss, doch durch konsequentes, erfolgreiches Attackieren entstehen vorerst keine zwingende Torchancen. In der 18. Minute hätte der DSV Leoben entgegen dem Spielverlauf sogar in Führung gehen können. Jankovic attackiert den ballführenden Spieler, erkämpft sich den Ball, schiebt ihn ideal zu Petkov – der versucht aus großer Distanz den weit aus dem Tor stehenden Hans Peter Berger zu überraschen, was leider nur fast gelingt. Der Ball streift knapp am leeren Tor vorbei. Aufgrund der guten Defensivarbeit gelingt es den Donawitzern immer wieder den Ball heraus zu führen, der entscheidende Pass kommt aber leider nicht (an). Jankovic, Bonifert aber auch Tokic können regelmäßig vorzeitig gestört werden, ehe es zu gefährlichen Situationen kommen könnte – ein Weitschuss von Petkov landet links neben dem Tor.

Pasching spult weiter einen Angriff nach dem anderen herunter, die Schüsse werden gefährlicher. Kovacec zieht nach einem geblockten Freistoß ab, doch Füzfa wirft sich entschlossen in den gut angetragenen Schuss und kann dadurch Schlimmeres verhindern. Auch Schobesberger versucht es, sein Schuss landet knapp rechts neben der Stange (32.). Auf der anderen Seite erzwingt der DSV drei Eckbälle hintereinander, die aber nichts einbringen (Berger kann vor Wurzinger wegfausten). In der 38. Minute passiert es. Der hohe Ball landet über der Abwehr auf der linken Seite bei Kovacec, der Kammerhofer versetzt und Richtung Tor schießt (passt?). Der bis dahin kaum präsente Stürmer mit dem klingenden Namen Casanova steht dort, wo ein Stürmer stehen muss, kann den Ball entscheidend abfälschen und stellt auf 1:0 für die Hausherren. Die „Schockphase“, die die Donawitzer bis zur Pause erstarren lässt, kann trotz zweier hochgradiger Möglichkeiten durch den aufgewachten Torschützen Casanova (Drehschuss knapp neben die Stange und eine Flanke an die Latte) ohne weiteren Gegentreffer überstanden werden.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Pasching bleibt weiter aktiv, der DSV Leoben steht aber gut und solange es nur 0:1 steht, kann man immer auf einen Lucky Punch hoffen. Während Sobkova aber zwei gute Schüsse abgibt (Petrovcic ganz sicher) gelingt es den Donawitzern auch in der zweiten Hälfte nicht, die Konter fertig zu spielen. Zwei Vorstöße von Petkov bleiben, bevor es zum Schuss kommt, in der Abwehr hängen, im Zurück laufen nimmt Petkov nach einem Foul die einzige Donawitzer Gelbe Karte in Kauf. Trainer Heinz Karner versucht mit drei Spielerwechseln frische Kräfte für die Schlussphase aufzubieten, die Dominanz der Hausherren kann aber auch dadurch nicht gebrochen werden.

Phasenweise steht das Donawitzer Tor unter „Dauerfeuer“, richtig gefährlich wird es aber nur selten. Zum Beispiel dann, wenn die Mauer bei einem Freistoß auseinander geht und der Ball genau dort durch geht (Petrovcic sehr aufmerksam, 65.). Ein weiteres Mall kann Petrovcic bei einem Sobkova- Schuss den Ball beim ersten Versuch nicht fangen, um ihn dann aber im Liegen elegant vor dem heraneilenden Stürmer weg zu schupfen (72.). Offensiv geht beim DSV weiterhin nicht viel, die neuen Pigneter und Heinemann versuchen zu selten das einfache, aber erfolgversprechende Kurzpassspiel, Tokic kann sich auch in der zweiten Hälfte nicht durchsetzen.

Die Schlussphase wird geprägt vom eingewechselten Paschinger Otubanjo, der mit seiner großartigen Technik und Ballbehandlung, immer wieder für Verunsicherung sorgt. In der 83. Minute setzt er sich auf der linken Seite – an der Toroutlinie – durch, weder Schranz noch Kammerhofer können ihn vom Ball trennen. Aus kurzer Distanz aber extrem spitzem Winkel zieht er ab und plötzlich ist der Ball im Netz. Er lässt sich zwar für dieses Tor feiern, doch der Schiedsrichter hat noch einen Fuß bemerkt, der den Ball an Petrovcic vorbei über die Linie gedrückt hat. Erraten, wieder hat Casanova aus kurzer Distanz abgestaubt. Das 2:0 ist natürlich die Entscheidung. Bis zum Schlusspfiff muss sich zwar Petrovcic noch zwei Mal in Szene setzen und der Ball landet noch einmal im Netz (Abseitsstellung), es bleibt aber beim durchaus verdienten 2:0- Sieg der Heimmannschaft.

Es war allen klar, dass man in diesem schwierigen Spiel nur überraschen kann. Zu klar ist Pasching aufgrund der bekannten Möglichkeiten neben dem LASK der klare Meisterfavorit. Dennoch konnte über einen Großteil des Spieles mit aufopferndem Kampf und Einsatz Paroli geboten werden, defensiv und taktisch diszipliniert, war die Leistung durchaus ansprechend. Das nächste Heimspiel bestreitet der DSV Leoben am kommenden Freitag – wegen des Länderspieles Österreich – Färöer – bereits um 18:30 Uhr im Donaitzer Stadion. Der Gegner ist im Steirerderby Allerheiligen.

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Schranz, Kammerhofer, Füzfa, Noggler, Wurzinger (72. Steiner), Briza, Bonifert, Jankovic (56. Heinemann), Petkov (G, 60. Pigneter), Tokic. Ersatz: Nebel, Giermair.

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