13 12/13*: 1:1 (0:1) im Derby: Gegen den GAK will einfach kein Sieg gelingen!

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* Aufgrund des Rückzuges des GAK wurde das Spiel mit 0:0 und 0 Punkten gewertet

13. Runde, Regionalliga Mitte, SO 21.10.12, 15:30, Stadion Donawitz, 690. DSV Leoben – GAK 1:1 (0:1). Torfolge: 0:1 Rauter (36.), 1:1 Giermair (50.). Schiedsrichterteam: Hübler, Rieberer, Steinacher.

Vor 690 Zusehern trennen sich der DSV Leoben und der GAK mit 1:1. Vor der Pause war der GAK das aktivere Team, zu kompliziert spielten die Donawitzer – das 0:1 durch Herbert Rauter war deshalb auch nicht unverdient. In der zweiten Hälfte versuchten beide Teams das Mittelfeld schneller zu überwinden und kamen so zu guten Torchancen. Nach einem Abwehrfehler gelingt Mario Giermair das wichtige 1:1, ab diesem Zeitpunkt war der DSV dem Sieg näher. Da aber Kreimer und Pigneter vergaben, blieb es trotz Überzahl (Kammerhofer sah nach Foul an Steiner Rot) beim Unentschieden.

Bestes Fußballwetter, ausführliches mediales Vorgeplänkel rund um den vierten Konkursantrag unseres Gegners – die besten Zutaten zu einem spannenden Derby waren gegeben. Da aber in beiden Fanlagern viele Leute den spätsommerlichen Tag anders nützten, fanden sich (nur) etwas mehr als 650 Zuseher im Donawitzer Stadion ein. Dem DSV Leoben (ohne Stockreiter und Rottensteiner) merkte man zu Beginn des Spieles die Verunsicherung, ausgelöst durch die bittere 2:4- Niederlage gegen Vöcklamarkt, doch an, flüssige Kombinationen oder schnelle Angriffe waren die Ausnahme. Der GAK spielt zu Beginn ebenfalls abwartend, auf Konterchancen lauernd, die vorerst aber von der Donawitzer Abwehr unterbunden werden können.

Der DSV versucht das Tempo zu bestimmen, sämtliche Leobener Offensivaktionen versanden allerdings. Knappe Abseitsentscheidungen (Steiner), nicht gegebene Fouls (?) an Stürmern (Steiner) und Flanken in den Strafraum, die dort nicht zum Adressaten (Briza, Giermair) gelangen, sorgen für keine Gefahr. Den ersten Torschuss gibt Petkov nach elf Minuten ab, der Ball landet rechts neben dem Tor. Nach etwa zwanzig Minuten legt der GAK einen Gang zu. Eckbälle der Grazer mehren sich, ein erster Volleyschuss aus guter Position von Durlacher landet aber noch weit über dem Tor (22.). Die durchaus beschäftigte Donawitzer Abwehr kann sich in dieser Phase gut positionieren, die Grazer probieren es daher mit Weitschüssen: Ein Versuch von Hofer (24.) fällt zu schwach aus, Stadler trifft besser, der Ball streift knapp am langen Eck vorbei (30.). Die Schüsse auf beiden Seiten werden nun präziser, die Chancen konkreter. Auf der einen Seite kann sich Petrovcic bei einem Rauter- Schuss auszeichnen (34.), auf der anderen Seite mutiert ein Giermair- Freistoß aus knapp 28-30 Metern zum regelrechten Kracher – der Ball streift nur um Zentimeter über die Querlatte (35.).

Dann die 38. Minute, jener Zeitpunkt zu dem man zum allerersten Mal die mitgereisten (stumm protestierenden) Grazer in Donawitz akustisch bemerkte. Durlacher sieht Rauter ins Loch laufen – er serviert ihm den Ball perfekt in den Lauf, und schon ist er Auf und Davon. Petrovcic eilt dem Stürmer entgegen, wird dabei ausgespielt, ein Rettungsversuch von Wurzinger scheitert, der GAK führt mit 1:0. Der Treffer war bitter, dennoch hatte er sich schon etwas abgezeichnet, der GAK präsentierte sich zunehmend variantenreicher und aktiver. Noch vor dem Pausenpfiff kommt Markus Briza (unverhofft) zur Riesenausgleichchance: Ein flacher Freistoß von Giermair (30 m) landet am Fünferraum beim Kapitän, der trifft dann aber aus kurzer Distanz (kein Abseits) den Ball nicht richtig (40.). Nach einem Schuss von Stadler (links am Tor vorbei) schickt Schiedsrichter Hübler beide Teams zur Pause in die Kabinen.

Den besseren Start zur zweiten Hälfte kann der GAK für sich verbuchen (zwei Chancen durch Hofer und Stadler), dennoch jubeln nach 50 Minuten die Donawitzer Fans. Beinahe Kabarettreif können sich Leitner und Kammerhofer nicht einigen, wer den Ball wegbefördert. Dabei überhebt der Verteidiger den Tormann, dahinter erfasst Heinemann die Situation blitzschnell. Er spritzt dazwischen und legt den Ball nach hinten ab. Dort scheint die Chance schon fast vergeben, da sowohl Petkov als auch Steiner den Ball nicht erreichen. Wie aus dem Nichts taucht aber Giermair auf und netzt den Ball trocken ein – der wichtige schnelle Ausgleich ist geglückt!

Nun wird die Partie rassiger und ruppiger (vor der Pause keine, nach der Pause sechs Karten), ein richtiges Derby mit schönen, schnellen Aktionen. Nach einem Pass von links kommt plötzlich Durlacher im Strafraum zum Schuss, mit einer schönen Parade kann Petrovcic einen weiteren Treffer verhindern (54.). Auf der anderen Seite hat Kreimer die Riesenchance: Er setzt sich durch, kommt von links fast bis zum Fünfmeterraum, seinen Schuss kann Tormann Leitner gerade noch in den Corner abwehren (58.). Kreimer hat dann noch eine Großchance, er bringt aber nach schöner Vorarbeit von Steiner den Ball wieder nicht im Tor unter (Außennetz, 61.). Ein weiterer Treffer liegt förmlich in der Luft, beide Teams wollen spürbar drei Punkte aus diesem Spiel mit nehmen. Nach einem Durlacher- Schuss, den Petrovcic hält und einem Freistoß von Stadler direkt von der Strafraumgrenze (war nie und nimmer ein Foul von Schranz), den Milosevic per Kopf entschärft (74.), kommt der DSV Leoben zur schönsten Führungsschance.

Der eingewechselte Pigneter, der für Schwung auf der linken Seite sorgt, bekommt den Ball, geht ein paar Schritte Richtung Grazer Strafraum und zieht aus etwa 23 Metern ab (75.). Der Ball fliegt genau auf das rechte Kreuzeck zu, es hätte ein Traumtor werden können. Da aber Tormann Leitner etwas dagegen hatte und mit einer Glanzparade das Leder irgendwie ins Torout befördern konnte, blieb es beim 1:1. In der Schlussphase bleibt das Tempo sehr hoch, für den Turban- Kammerhofer offensichtlich zu hoch. Mit einer rüden Attacke streckt er Steiner nieder, der Schiedsrichter, der unmittelbar daneben steht, zeigt sofort die Rote Karte (81.) – eine durchaus vertretbare Entscheidung. In Überzahl gelingt es den Donawitzern zwar oftmals zum gegnerischen Strafraum vor zu kommen, doch vor allem Bonifert, dem man die mangelnde Matchpraxis anmerkte, weiß mit den gefährlichen Bällen nichts anzufangen.

Nach 94 intensiven Spielminuten beendet der Schiedsrichter das Derby, das Spiel endet mit einem leistungsgerechten Unentschieden. Obwohl man in der Schlußphase mit einem Mann mehr spielen konnte, muss man letztendlich mit dem Punkt zufrieden sein, da auch der GAK im Konter stets gefährlich blieb. Schade, wieder wurde es nichts mit dem ersten Sieg gegen die Roten, in unserem vierten Jahr in der Regionalliga, war es das dritte Unentschieden bei vier Niederlagen. Dennoch bringt uns dieser Punkt den bisher größten Sprung in der Tabelle nach vorne: Der DSV Leoben klettert vom 15. auf den 13. Platz, Dank der besseren Tordifferenz können die Sturm Amateure und Feldkirchen überholt werden. Nächste Runde steigt das dritte Heimspiel in Folge: Zum Jahresabschluß in Donawitz ist die Austria aus Klagenfurt geladen. Am Nationalfeiertag, FR 26.10.12, ab 17:00 beginnt das letzte Heimspiel.

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Wurzinger, Füzfa (G), Kreimer (80. Fekete), Heinemann (57. Pigneter, G), Giermair (T, 66. Bonifert), Schranz (G), Milosevic, Petkov, Briza (G), Steiner. Ersatz: Reiter, Rabko.

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