12 12/13: Gnadenlos ausgekontert! Der DSV Leoben verliert zu Hause gegen Vöcklamarkt durch vier (!) Gegentore von Manuel Gerner mit 2:4 (1:2)!

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12. Runde, Regionalliga Mitte, SA 13.10.12, 14:30, Stadion Donawitz, 300. DSV Leoben – Union Vöcklamarkt 2:4 (1:2). Torfolge: 0:1 Gerner (11.), 1:1 Steiner (27.), 1:2 Gerner (42.), 1:3 Gerner (47.), 1:4 Gerner (55.), 2:4 Kreimer (90.). Schiedsrichterteam: DI Witschnigg, Schlacher, DI Glantschnig.

Eine ganz bittere Heimniederlage. Dem DSV Leoben gelingt es nicht gegen Vöcklamarkt den Aufwärtstrend der letzten beiden Spiele fort zu setzen. So fehleranfällig bei Kontern hat man die Donawitzer Hintermannschaft schon lange nicht mehr erlebt, Manuel Gerner schiesst den DSV mit vier Toren – allesamt aus schnellen Kontern – im Alleingang k.o. Dem frühen 0:1 kann Marcel Steiner mit dem Ausgleich per Kopf (27.) noch die richtige Antwort entgegen setzen, doch zwei Tore, unmittelbar vor und nach der Pause, brachten die Donawitzer auf die Verliererstraße. Nach dem 1:4 nach nicht einmal einer Stunde, bemühten sich die Grünweißen zwar, aber die eiskalten Oberösterreicher ließen bis auf eine Ergebniskosmetik (Kreimer in der Nachspielzeit mit dem schönen 2:4) nichts anbrennen.

Scheinbar waren die Ausfälle von Milosevic, Stockreiter, Heinemann und Bonifert doch schwerwiegender als befürchtet. Vor allem defensiv waren die Donawitzer stets fehleranfällig, über die gesamte Spieldauer fanden die Gäste mit oft einfachen Spielzügen – exakte, weite Pässe – immer wieder Lücken und gefährliche Torsituationen vor.

Zu Beginn waren aber die Donawitzer in einem von beiden Seiten geradlinigen Spiel (das Mittelfeld wird auf beiden Seiten schnell überbrückt), bestimmend: Kreimer flankt schön zur Mitte, dort wartet Steiner, sein Kopfball gelingt ihm aber nicht perfekt, der Ball landet über dem Tor (1.). Bereits nach vier Minuten jubeln die Gäste (vergeblich), der Ball zappelt im Netz. Szilagyi trifft aus kurzer Distanz zum vermeintlichen Führungstreffer, doch Schiedsrichter Witschnigg hat einen Regelverstoß (Foul? Abseits?) erkannt, das Spiel läuft weiter. Auf der anderen Seite die nächste Chance für Marcel Steiner. Der Donawitzer schnappt sich den Ball, lässt Aichinger stehen und setzt den Schuss Richtung linker Stange. Der Tormann kommt nicht mehr ran, der Ball dreht sich um wenige Zentimeter an der Stange vorbei ins Torout (6.). Der DSV bleibt im Vorwärtsgang, doch Eckbälle und Flankenbälle kommen zu unpräzise, Vöcklamarkt kann sich immer wieder befreien.

Nach einem Fehler im Spielaufbau (Einwurf) geht es plötzlich ganz schnell. Ein weiter Pass, eine Körpertäuschung (Rottensteiner wird stehen gelassen) und schon steht Gerner erstmals vor dem heraus geeilten Petrovcic. Der Stürmer entscheidet sich für die rechte Ecke, aus seiner Sicht die richtige Wahl, zum ersten Mal darf er jubelnd abdrehen (11.). Der DSV Leoben bleibt nach dem Gegentreffer gelassen und versucht weiter das Spiel zu machen. Eine flüssige Kombination über Pigneter, Rabko und Giermair findet aber letztendlich keinen Abnehmer (15.), auch ein schöner Seitfallzieher von Briza aus zehn Metern kann von der Verteidigung abgefangen werden (20.). Nach 24 Minuten gelingt Vöcklamarkt abermals einer dieser tödlichen Konter – diesmal rutscht Gerner beim scharfen Stanglpass zur zweiten Stange aber knapp vorbei.

Pigneters erster Eckballversuch führt gleich zum zweiten, den diesmal Giermair ausführt. Giermair hebt den Ball auf den bedrängten Steiner, der sich wuchtig durchsetzt und die Lücke findet. Im kurzen Eck landet der Ball zum durchaus verdienten 1:1- Ausgleich (27.). Nun setzt der DSV nach. Vor allem Pigneter schafft es immer wieder auf der linken Seite den Ball an sich zu ziehen, jedoch kommen seine Flanken an diesem Nachmittag einfach nicht exakt genug zum Empfänger. Zusätzlich hat er Pech, als er nach einer schönen Kombination, bei der schon die meisten Vöcklamarkter ausgetanzt wurden, ausrutscht (33.). Kurz darauf findet seine Flanke mit Füzfa einen Abnehmer, der Ungar schubst aber beim Kopfballversuch zuviel, der Schiri entscheidet auf Foul für den Gegner.

In diese gute Donawitzer Phase hinein, geht Vöcklamarkt neuerlich in Führung. Wieder ein schneller Konter, diesmal wird Gerner auf der rechten Seite angespielt. Petrovcic eilt erneut aus dem Gehäuse – diesmal entscheidet sich der Angreifer für den Heber, den er perfekt ausführt – auch Schranz´ Abwehrversuch mit der Hand scheitert (dafür sieht er Gelb), es steht 1:2 (42.). Zur Pause im Rückstand, vor allem gegen einen durchaus nicht überlegenen Gegner, ist bitter – die Donawitzer wollen in der zweiten Spielhälfte voll angreifen, um das realistisch scheinende Ziel, nämlich das Spiel zu Drehen, möglich zu machen.

Dieses Vorhaben geht aber gründlich in die Hose. Erster Angriff der Gäste, wieder zieht (diesmal Szilagyi) auf der rechten Seite davon, seine Flanke zur Mitte erreicht den völlig frei stehenden Gerner, der zum 1:3 einköpft (47.). Der DSV agierte gerade in dieser Situation fahrlässig und unkoordiniert, dieser Konter hätte zu keinem Tor führen dürfen! Mit dem Mute der Verzweiflung wird wieder auf die durchaus vorhandene Offensive gesetzt. Pigneter flankt zur Mitte – in Vöcklamarkts Abwehr wird besser aufgepasst – Harrant kann einen Kopfball von Fekete (der erstmals seit der zweiten Runde wieder spielen kann) verhindern. Abermals kommt Pigneter, der aber kein Schussglück hat, in aussichtsreiche Position, zieht auch zweimal ab (53., 54.) scheitert aber jedes Mal.

Wiederum anders die Gäste: Neuerlich wird Gerner gesucht und gefunden – zur Abwechslung einmal auf der linken Seite. Wieder zieht er auf Petrovcic´ Tor, wieder bringt er den erfolgreichen Heber an. Mit diesem 1:4 nach 55 Minuten ist „der Käs´ gegessen“, das Spiel zugunsten der Gäste entschieden. Alleine schon an der Körpersprache ist erkennbar, dass keine Wende mehr zu erwarten ist, in der letzte halben Stunde verwaltet Vöcklamarkt den Vorsprung, muss zwar einige Chancen zu lassen, ist aber im Konter immer wieder gefährlich. Zu den Donawitzer Chancen zählen ein Fallrückzieher von Füzfa (62.), ein Stanglpass von Kreimer auf Steiner (der aber knapp nicht ankommt, 74.) sowie ein Versuch von Fekete aus kurzer Distanz, aber spitzem Winkel (85.). Petrovcic darf sich auf der anderen Seite gegen Szilagyi zwei Mal auszeichnen, in 1:1 Situationen setzt sich der Goalie jeweils durch.

Den Schlusspunkt in diesem Spiel setzt Mario Kreimer. Aus etwa zwanzig Meter zieht er mit vollem Risiko ab, der Ball landet über Harrant im rechten Kreuzeck, ein sehr schönes, aber leider unbedeutendes Tor zum 2:4 Endstand (91.). Schade, dieses Spiel, in dem man sich mit einem Sieg vom Tabellenende weg bewegen hätte können, war nicht zwingend zu verlieren. Sicherlich, der Vierfach- Torschütze Gerner hatte einen außergewöhnlichen Tag, dennoch wurde es ihm zu leicht gemacht. Vor allem spätestens nach dem zweiten Treffer hätten die Abwehrspieler energischer gegen den Stürmer vorgehen müssen.

Nächste Woche fährt der DSV Leoben nach Graz, am Sonntag, 15:30 heißt unser Gegner GAK.

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Rottensteiner (52. Micelli), Wurzinger, Füzfa, Rabko (46. Fekete), Kreimer (T), Giermair (57. Petkov), Schranz (G), Pigneter, Briza, Steiner (T,G). Ersatz: Nömayer, Stropnik.

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