09 12/13: Das gibt´s ja nicht! Der DSV Leoben führt zur Pause souverän mit 2:0 und verliert dennoch gegen Feldkirchen mit 2:3!

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9. Runde Regionalliga Mitte, FR 21.09.12, 19:00 Sportplatz Feldkirchen, 300. SV Feldkirchen – DSV Leoben 3:2 (0:2). Torfolge: 0:1 Stockreiter (6.), 0:2 Pigneter (33.), 1:2 Fischer (69.), 2:2 Vaschauner (75.), 3:2 Fischer (77.). Schiedsrichterteam: Biebl, Smolinski, Waldl.

Einen ganz gewaltigen Selbstfaller leisteten sich die Kicker des DSV Leoben beim Kärntner Aufsteiger SV Feldkirchen. Und das nach einer sehr guten ersten Spielhälfte, in der der DSV von den Chancen her, alles klar machen hätte müssen. Nach dem schnellen 1:0 durch Stockreiter, vergeben Steiner (Latte) und Füzfa (Stanglpass), ehe Pigneter zum 2:0 trifft. Kurz vor und nach der Pause vergibt Stockreiter zwei Mal den Matchball, danach stellt der DSV völlig unverständlicherweise das Kämpfen und Spielen weitgehend ein. Die jungen Feldkirchener nützen diese Trägheit aus und drehen dieses Spiel innerhalb von nur acht (!) Minuten komplett um. Zweimal Fischer, einmal Vaschauner – aus 0:2 wird 3:2, die Donawitzer bleiben fassungslos als großer Verlierer zurück! Meine Herren, so, wie in der zweiten Spielhälfte, darf man einfach nicht auftreten! Was wurde erwartet? Dass ein schwer angeschlagener direkter Konkurrent im Abstiegskampf (ja, genau da befinden wir uns jetzt!) nach einem 0:2 zur Pause sich seinem Schicksal ergibt? Nicht einmal die Niederlage an sich, aber das, wie sie zu stande gekommen ist, tut verdammt weh…

Der DSV Leoben trat wieder einmal krankheits- (Rabko, Petkov) und verletzungsbedingt (Fekete – Bonifert und Micelli waren zumindest auf der Ersatzbank) nicht in voller Stärke an, dennoch waren die elf am Platz stehenden Spieler von Beginn an sehr bissig und aggressiv. Bereits in der ersten Minute sehen die 300 Zuseher in welche Richtung es geht. Kreimer kann einen schönen Wechselpass nur knapp nicht erlaufen, drei Minuten später legt sich Stockreiter den Ball etwas zu weit vor und kann vom Tormann gestoppt werden. In der sechsten Minute macht Stockreiter aber alles richtig: Er nimmt sich auf der rechten Seite den Ball an, verlädt mit einem Haken den Gegenspieler und zieht wuchtig – und unhaltbar – in die kurze Ecke ab: Der DSV Leoben führt schon früh mit 1:0!

In dieser Tonart geht es weiter. Mario Kreimer wird schön angespielt – wieder über rechts – seine Flanke zur Mitte übernimmt Steiner aus kurzer Distanz per Kopf – von der Querlatte springt der Ball übers Tor (8.). Der DSV Leoben macht ganz klar das Spiel, von Feldkirchen kommt so gut wie gar nichts. Vor allem mit Wechselpässen wird die Kärntner Hintermannschaft regelmäßig ausgehebelt, mit viel Laufarbeit werden Angriffe vorgetragen und andererseits bei Ballverlusten schnell wieder Ordnung und System hergestellt. 23. Minute: Heinemann auf Stockreiter, der bringt wieder von rechts den Stanglpass zur Mitte, diesmal schrammt Füzfa nur knapp am Ball vorbei, die nächste hochkarätige Chance vertan. Danach werden auch die Hausherren langsam munter und etwas aktiver, von Halbchancen durch Hinteregger (von Wurzinger gut abgedrängt), Winkler (Kopfball) und Sick (Schuss, bei dem Hintergeger nur knapp daneben fährt) abgesehen, passiert aber vor der Pause nichts zwingendes.

Anders die Donawitzer, die die Räume für Konter viel besser nützen: Einen weiten Ball verlängert Steiner per Hinterkopf auf Pigneter. Der schüttelt seinen Gegenspieler ab und zieht von links am Sechzehner ab – dieser Ball passt genau, nach 33. Minuten führt der DSV völlig verdient mit 2:0! Zwei Chancen hat der DSV noch vor der Pause, die das Spiel wohl vorentscheiden hätten lassen: Pigneter setzt Kreimer ein, der zieht auf das Tor, doch der Feldkirchen- Goalie Thamer schmeißt sich dem Angreifer mit vollem Körper entgegen. Wäre Kreimer mit dem Kopf, anstatt dem Fuß zum hohen Ball gegangen, wäre dem Schiri wohl nur der Elferpfiff übrig geblieben (41.). Nach einer Flanke von der linken Seite bringt Fest den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich, Stockreiter kommt zum Ball und zieht aus sieben, acht Metern ab. Links am Tormann vorbei scheint sich der Ball ins Tor zu drehen, doch im letzten Moment kann Wernig den Ball vor der Linie raus befördern (44.).

So weit, so gut. Eine dominierende Donawitzer Mannschaft führt zur Pause gegen einen überforderten Gegner (viel zu wenig hoch!) verdient mit 2:0. Was dann aber in der zweiten Hälfte passiert, ist nicht nachvollziehbar. Mit dem Seitenwechsel, wechseln auch die Mannschaften die Spielweise. Die passive Mannschaft wird aktiv, die dominierende wirkt gehemmt und übervorsichtig – vor allem Laufbereitschaft und Leidenschaft gehen sukzessive verloren. Gegen eine junge, hungrige Truppe wie Feldkirchen – die bisher in jedem Heimspiel zur Pause zurückgelegen ist und in der zweiten Hälfte jedemal zulegen konnte (SAK von 0:2 auf 2:2, Sturm A. von 1:2 auf 2:2 – nur gegen Vöcklamarkt und Kalsdorf konnte der Rückstand nicht wett gemacht werden), ein schwerer Fehler. Ein erster Kopfball von Sick geht noch deutlich daneben, beim zweiten Kopfball vom eingewechselten Groinig fehlt nicht mehr viel – gerade einmal die Querlatte (Petrovcic ausgerutscht) verhindert den Anschlusstreffer (50.).

Feldkirchen versucht nun Alles, um wieder ins Spiel zurück zu kommen, gerade in dieser Phase vermisst man beim DSV die nötige Entschlossenheit und Ruhe, dies zu verhindern. Zu weit weg vom Mann, zu ungenau und hektisch im Spielaufbau – den Donawitzer Fans schwant Böses. Und dennoch, mit einer dicken Chance und dem möglichen 3:0 wäre alles anders verlaufen und jeder wäre mit dem Spiel zufrieden gewesen. 57. Minute: Pass von Kreimer auf Stockreiter, der schießt zum ersten Mal (Tormann wehrt nach vorne ab) und schießt zum zweiten Mal (wieder ist der Tormann dran), die Riesenchance – auch ein Abspiel zum freien Kreimer wäre möglich gewesen – vertan.

Dann kommen die bitteren acht Minuten, in denen sich der DSV selbst alles zunichte macht: Schlechter Ausschuss von Petrovcic, der Ball kommt postwendend zurück, der eingewechselte Fischer findet das Fenster zwischen attackierender Innenverteidigung und heraus laufenden Tormann – zum 1:2 überhebt er Petrovcic (69.). Der Startschuss zur Aufholjagd – 75. Minute: An der Toroutlinie ist der Ball bereits gesichert, wird aber nicht entschlossen nach vorne befördert. Die bissigen Feldkirchner funken dazwischen, der Ball gelangt in den Strafraum. Milosevic rettet zwar knapp vor Fischer per Kopf – serviert aber den Ball unabsichtlich perfekt Vaschauner vor die Beine. Aus kurzer Distanz schießt er den Ball über Petrovcic in die linke Ecke – 2:2. Dem nicht genug, von der linken Seite bringt Groinig den Ball zur Mitte – sowohl Passgeber als auch Passempfänger können sich dabei unbedrängt fühlen – dort steht Fischer und macht mit seinem zweiten Treffer das 3:2.

Bis zum Schlusspfiff kann sich Feldkirchen schadlos halten, die Donawitzer Bemühungen, doch noch einen Punkt mit zu nehmen bleiben erfolglos. Die letzte Möglichkeit findet Giermair vor, sein Schuss wird aber geblockt. Unfassbar, wie unterschiedlich zwei Spielhälften verlaufen können, fahrlässig, wenn man, wie beim DSV auf jeden Punkt angewiesen ist und mit dieser Niederlage den direkten Konkurrenten auch noch stärkt. Man kann nur hoffen, dass aus diesem Anti- Lehrspiel die richtigen Schlüsse gezogen werden und dass Heinz Karner am kommenden Freitag (28.9.12, 19:00 in Donawitz gg. St. Florian) die Mannschaft wieder aufrichten kann.

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Wurzinger, Füzfa, Kreimer (80. Bonifert), Hinemann, Schranz, Pigneter (T, 55. Giermair), Milosevic (G), Briza, Steiner, Stockreiter (T,G, 71. Rottensteiner). Ersatz: Reiter, Micelli.

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