08 12/13: Der DSV Leoben erkämpft sich gegen spielerisch starken SAK doch noch einen Punkt! Pigneter erzielt kurz nach Einwechslung den wichtigen Treffer zum 1:1 (0:1)!

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8. Runde, Regionalliga Mitte, FR 14.09.12, 19:00 Stadion Donawitz, 300. DSV Leoben – SAK Klagenfurt 1:1 (0:1). Torfolge: 0:1 Jolic (27.), 1:1 Pigneter (69.). Schiedsrichterteam: Ing. Heyss, Schrögenauer, Huskic.

Dezimiert aber motiviert: So lief der DSV Leoben gegen den technisch versierten Slowenischen Athletik Klub auf. Wurzinger (gesperrt), Petkov (krank) sowie Bonifert, Micelli und Fekete (verletzt) fehlten, dafür kam Josef Rottensteiner (und in der Schlussphase auch Martin Lerchbacher) zu einem gelungenen Regionalligadebüt. Der DSV Leoben kommt in der ersten Hälfte zu guten Möglichkeiten, doch Giermair und Steiner scheitern – auf der anderen Seite kann sich Petrovcic mehrmals auszeichnen. Durch einen schönen Freistoß von Jolic geht der SAK in Führung, diesmal kann auch Petrovcic den Gegentreffer nicht verhindern. Nach dem Seitenwechsel versucht der DSV ein ums andere Mal den Ausgleichtreffer zu erzielen, das Tor von Reichmann schien aber vorerst wie vernagelt zu sein. Schließlich gelingt dem eingewechselten Pigneter nach schöner Vorabeit durch Steiner und Kreimer der für die Moral so wichtige Ausgleichtreffer. Der DSV Leoben machte zwar keinen Platz in der Tabelle gut und grundelt noch immer in der Nachzüglergruppe herum, dennoch ist auch der eine Punkt gegen starke Kärntner für das Selbstvertrauen wichtig.

Zwei Mannschaften, zwei Spielweisen: Der SAK gilt als unangenehmer Gegner, spielerisch sehr stark mit individuell großer Qualität – wenn man sie lässt, kombinieren sie bis zur Torlinie (und noch darüber hinaus!). Der DSV Leoben hingegen muss sich auf andere Tugenden verlassen: Über den Kampf und Einsatz sowie enormer Laufbereitschaft, den Gegner früh attackieren und zu Fehlern zwingen und dann schnell zum Abschluss zu gelangen. So weit, so verschieden, in den ersten Minuten des Spieles schienen sich beide Teams zu neutralisieren. Einem Kärntner Freistoß, der zu einem Eckball führte (Verteidigung war aufmerksam), folgte eine kurze Unsicherheit des SAK- Goalies (im Nachfassen erreicht er den Ball) und ein erster Briza- Schussversuch, der aber klar über dem Tor landet (8.).

Mit Fortdauer des Spieles werden die Angriffe jedoch konkreter, wobei der DSV Leoben die klareren Chancen hat: Nach Foul an Stockreiter schießt Briza den Freistoß, der Ball landet aber über Mauer und etwa einen Meter über Reichmanns Tor im Torout (16.). Ein weiter Pass von Rottensteiner, der ein beherztes und mutiges Debüt als Innenverteidiger gibt, auf Steiner, wird mit der Brust zu Giermair befördert, der richtet sich kurz den Ball her und zieht aus 22 Metern ab. Der Ball dreht sich nach rechts außen, Reichmann muss sich gehörig strecken um diesen Kracher aus der Ecke zu holen (19.). Zwei Minuten später muss Petrovcic erstmals eingreifen: Zuordnungsfehler in der Abwehr, plötzlich taucht Kropiunik alleine vor unserem Tormann auf, Petrovcic kommt im richtigen Moment raus, verkürzt den Winkel und siegt in der 1:1- Situation! Der DSV antwortet mit der nächsten guten Chance, die eigentlich zu einem Tor führen sollte: Ein schneller Konter über Kreimer und Giermair, wird mit einer scharfen Flanke zur Mitte abgeschlossen. Auf Höhe der ersten Stange tankt sich der bedrängte Steiner durch, mit dem rechten Fuß schießt er am Fünfer neben der linken Stange vorbei ins Torout – schade dieses mögliche Führungstor wäre zur idealen Zeit gekommen (23.).

Ideal deshalb, weil der SAK nur vier Minuten später jubelt. Ein Foul bzw. Handspiel von Schranz in einem Zweikampf mit Dlopst unmittelbar an der Strafraumgrenze bringt die gefährliche Freistoßdistanz für Jolic. Er tritt an, zirkelt den Ball über die Mauer ins rechte Eck, keine Chance für Petrovcic – zum siebten Mal in diesem Herbst läuft der DSV einem Rückstand nach! Das 0:1 hinterlässt Spuren. Bis zum Pausenpfiff kann nun der SAK sein präzises, schnelles Kurzpassspiel aufziehen, der DSV Leoben kann dem Treiben oftmals nur zusehen. Nach einem weiteren Freistoß von Jolic, diesmal flankte er, kann Dlopst den Kopfball nicht im Tor unterbringen, der Ball landet knapp über dem Tor (32.). Petrovcic muss noch zweimal eingreifen (einmal per Faustabwehr), es bleibt beim enttäuschenden 0:1 zur Pause.

Mit Wiederanpfiff versucht der DSV dort anzuschließen, wo vor dem Gegentor aufgehört wurde: Mit Forechecking und viel Laufarbeit den Gegner zu Fehlern zwingen, und diese in Torchancen umzusetzen. Vor allem Steiner, aber auch Giermair, könne durch ihr frühes Eingreifen einige Male den schnellen SAK-Spielaufbau verhindern. Die erste Chance haben aber die Gäste: Nach einem Eckball faustet Petrovcic den Ball aus dem Gefahrenbereich, ein Konter im Anschluss kann nur mit einem Gelbfoul an Heinemann gestoppt werden. Eine Kreimer- Flanke in den Strafraum wird ebenso knapp zu keiner Chance (Verteidiger vor Steiner), wie ein langer Pass auf Giermair, den der Tormann verhindern kann. Nach einem Schuss von Biscan ins lange Eck, den Petro rausholt, versucht es Heinemann auf der anderen Seite: Sein gut angetragener Freistoß kann aber ebenfalls abgewährt werden (60.).

Der DSV wird aktiver: Ein Kreimer- Schuss landet im Außennetz, kurz darauf „verirrt“ sich ein Ball im Fünferraum, Steiner steht plötzlich vor Tormann Reichmann, er kann den Ball aber nicht mehr berühren, Reichmann klärt. Dann die 67. Minute: Milosevic putzt hinten aus und plötzlich geht es sehr schnell: Den weiten Pass verlängert Steiner per Hinterkopf auf Kreimer. Instinktiv macht Kreimer alles richtig, er zieht nach außen und bringt den idealen weiten Stanglpass zur Mitte. Dort kommt der eben erst eingewechselte Pigneter aus vollem Lauf und drückt das Leder über die Linie! Das 1:1 war endlich gelungen, sicherlich nicht unverdient! Der SAK Pigneters Lieblingsgegner? Sein zweites Regionalligator überhaupt, wie schon im Vorjahr erzielte der 19jährige gegen den SAK einen wichtigen Treffer.

Nun will es Trainer Karner wissen. Er versucht immer wieder seine Mannschaft anzutreiben und bringt mit Rabko und Lerchbacher (der neue Mittelstürmer?) zwei frische Kräfte. Chancen sind dann auf beiden Seiten noch zu sehen, treffen kann aber niemand mehr. Das liegt zum Einen an Petrovcic (77.), der mehrmals klärt – einmal artistisch den Ball mit einer Hand fängt (!) und andererseits an der Kärntner Defensive, der es gelingt den offensiven Stockreiter am Torschuss zu hindern (80.). Der letzte Freistoß von Pigneter landet inklusive Nachschuss zweimal in der Mauer, es bleibt beim 1:1.

Was dieses Unentschieden wert ist, kann man zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich beurteilen. Natürlich sollten die Heimspiele nach Möglichkeit gewonnen werden, vor allem, wenn man auswärts noch gar nicht punkten konnte. Wichtig ist aber, dass gepunktet wurde, ein weiterer kleiner Schritt nach vorne. Wer dieses Spiel gesehen hat, weiß, dass an diesem Abend alles passieren hätte können. Von einer Niederlage angefangen, bis zu einem Sieg war jedes Resultat möglich, daher ist das Remis leistungsgerecht. Nächsten Freitag trifft der DSV Leoben auswärts auf den Kärntner Aufsteiger Feldkirchen. Spielbeginn FR 21.09.12, 19:00.

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Rottensteiner, Füzfa, Kreimer (87. Lerchbacher), Heinemann (G) (75. Rabko), Giermair (63. Pigneter (T)), Schranz (G), Milosevic, Briza, Steiner, Stockreiter. Ersatz: Reiter, Rinner.

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