04 12/13: Bravo Jungs! Nach tollem Einsatz bis zur letzten Minute holt der DSV Leoben mit dem 2:2 (0:2) gegen Gratkorn den ersten Punkt!

120821grat274. Runde, Regionalliga Mitte, DI 21.08.12, 19:00 Stadion Donawitz 421, DSV Leoben – FC Gratkorn 2:2 (0:2). Torfolge: 0:1 Rottensteiner (3.), 0:2 Rottensteiner (4.), 1:2 Steiner (56.), 2:2 Briza (91.). Schiedsrichterteam: Lamb, Baier, Grain.

Das war nichts für schwache Nerven. In einem hochemotionalen Spiel erkämpften sich die Donawitzer in der Nachspielzeit durch einen Elfmeter- Nachschuss den so ersehnten ersten Meisterschaftspunkt gegen Gratkorn! Das Spiel hätte schlimmer nicht beginnen können. Bereits nach drei Minuten trifft Rottensteiner zum 0:1, nach vier Minuten steht es ebenfalls durch den Ex-DSV Bomber 0:2. Natürlich waren diese Tiefschläge nur schwer verdaubar, die Nervosität und Unsicherheit waren praktisch in jeder Aktion spürbar. Nach dem Seitenwechsel muss Micelli verletzt ausscheiden (Schlag in die Nieren) – die Donawitzer, die erstmals in den schönen, neuen Dressen spielten, waren angezählt, gaben sich aber nicht geschlagen. Steiner verkürzt mit seinem viel umjubelten zweiten Saisontreffer auf 1:2, nach der Gelbroten Karte für Lechner kam die große Schlussoffensive. Zugegeben, selbst in dieser Phase der numerischen Überlegenheit hatte Gratkorn die besseren Möglichkeiten, verabsäumte es aber, den Sack zu zu machen. Und als sich schon einige der 421 Zuseher mit der nächsten Pleite abfanden, erlöste Briza auf Raten die leidgeprüften Fans und Betreuer. Ein erster, ganz wichtiger Schritt aus der Krise – der DSV hat in dieser Liga angeschrieben!

Ohne den verletzten Fekete und den gesperrten Petkov angetreten, läuft der DSV Leoben nach der ersten Gratkorner Torchance einem Rückstand nach. Ausgerechnet Rottensteiner kann im Strafraum nicht vom Ball getrennt werden (viel zu einfach sieht das aus), er tüpiert seine Bewacher und stellt aus kurzer Distanz auf 0:1. Der Ärger und Schreck ist noch nicht einmal verflogen, da steht es bereits 0:2. Wieder ist es Rottensteiner, der sich, diesmal bei einer hohen Flanke, durchsetzt und per Kopf zum zweiten Mal zuschlägt.

Zu diesem Zeitpunkt sind gerade einmal vier Minuten gespielt, all das, was sich Trainer Unger für dieses so wichtige Spiel vorgenommen hat, ist nach so kurzer Zeit nicht mehr gültig. Das Selbstvertrauen, nach den letzten Pleiten und der Kritik ohnehin nicht im Übermaß vorhanden, schrumpft Richtung Null. Die einfachsetn Spielzüge misslingen, Gratkorn kann beliebig Schalten und Walten, stets ist ein Gelber anspielbar. Gratkorn vergibt durch Jury zwei gute Möglichkeiten, auch bei einer Aktion über mehrere Stationen (schließlich scheitert Maritschnegg) wird zu kompliziert vor dem Leobener Tor gespielt. Nach 18 Minuten, bisher hat der DSV noch keine Offensivaktion zeigen können, verabschiedet sich Doppeltorschütze Rottensteiner, er hatte sich offensichtlich beim zweiten Treffer, nach dem er verarztet werden musste, verletzt.

Erst jetzt gelingt es dem Donawitzer Mittelfeld etwas Druck aus dem Gratkorner Spiel zu nehmen, über Pigneter und Stockreiter wird versucht Steiner einzusetzen. Doch der bisher einzige Leobener Torschütze wird vorerst gut bewacht, bei knappen Abseitsentscheidungen hat er Pech, nicht jedes Foul an ihn wird auch gepfiffen. Leobener Eckbälle und Freistöße sorgen kaum für Gefahr, den ersten wirklich guten Schuss gibt Steiner nach einer halben Stunde ab, Tormann Memic kann den Ball rechts neben die Stange lenken. Vier Minuten später herrscht Aufregung im Donawitzer Lager: Steiner kann sich lösen und wird im Strafraum klar regelwidrig zu Fall gebracht, der Schiedsrichter pfeift sofort. Zur Verwunderung Aller, hat die Assistentin vor dem Foul eine Abseitsstellung (eher unwahrscheinlich) erkannt – statt Elfer gibt es Freistoß für Gratkorn.

Leoben kommt über Füzfa nach vorne, er passt auf seinen ungarischen Mitspieler Bonifert, der ins Außennetz schiesst (37.). Nach je einer gelben Karte für Lechner und Briza pfeift Lamb zur Pause. Nach dem Pausenpfiff verletzt sich Micelli bei einem Zweikampf (Nierenschmerzen) so stark, dass er kurz darauf gegen Rabko ausgetauscht werden muß (52.) Eine Schrecksekunde für Pigneter kurze Zeit später: Der Schiri will ihn nach einem Foul die Gelbrote Karte zeigen, ehe er rechtzeitig bemerkt, dass der Spieler dafür schon vorher einmal Gelb gesehen haben muß, was nicht der Fall war.

Spielerisch bleibt Gratkorn hochwärtiger, der DSV wird aber bißiger und zweikampfwilliger, dadurch auch präsenter und stärker. Während Gratkorn durch Muratovic (nach Lochpass Hackinger) und Zmugg scheitern, erzwingt sich der DSV durch Nachsetzen und frühes Attackieren immer wieder Bälle – Pigneter kommt nach Rabko Zuspiel zu einem Schuss ins Außennetz (52.). In der 57 Minute darf erstmals wieder realistisch an den ersten Punkt geglaubt werden. Nach einem von Pigneter geschossenen Freistoß Richtung Tor, kann Stockreiter den Ball im Spiel halten. Bonifert schiesst zum Ersten (Tormann hält) und Steiner zum Zweiten – diesmal landet die Kugel aber im Tor (57.).

Gratkorn antwortet auf den Gegentreffer mit einer guten Chance von Hassler (Kopfball, den Petrovcic abwehrt) und Muratovic (schiesst knapp vorbei), aber auch der DSV vergibt durch Bonifert eine reelle Kopfballchance. In der 69. Minute steigt die Chance auf den ersten Punktegewinn weiter an: Lechner legt Steiner, da er vor der Pause bereits Gelb gesehen hatte, muß er nun vom Platz.

Mit einem Mann mehr, sollte zu Hause mehr möglich sein, als es der DSV Leoben nun zeigte. Außer einem Kämpferherz und den Mut der Verzweiflung war wenig Klasse spürbar. Herausgespieltes und Durchdachtes war selten zu sehen, da Gratkorn aber in dieser Phase aber aufs Tore Schiessen vergisst – sowohl Kavcic, als auch Zmugg vergeben Topchancen, lebt die Donawitzer Chance.

Auf der anderen Seite ist es wieder Steiner der mit einem gut angetragenen Kopfball nur knapp scheitert. Mit hohen Flanken in den Strafraum, wird in der Schlußphase wenig erfolgreich agiert, ehe Briza links in den Strfraum eindringt. Er will den Ball zur Mitte bringen, doch diesmal greift der Gratkorner etwas ungeschickt Richtung Ball, was Elfmeter in der 91. Minute bedeutet. Briza übernimmt die Verantwortung und tritt zum Elferpunkt. Er schiebt den Ball nach rechts, doch auch Memic ist dorthin unterwegs und kann den Ball abwehren. Zum Glück landet der Ball aber wieder bei Briza, beim zweiten Versuch schiebt er ihn zum 2:2 über die Linie!

Das Spiel, bei dem starke Nerven gefragt waren, endet nach der Aufholjagd mit einem zwar glücklichen (Elfer 91. Min), aber letztendlich nicht unverdienten Unentschieden. Der DSV Leoben hat, obwohl sicherlich nicht alles klappte, bis zum Schlusspfiff an die Chance geglaubt, hat gekämpft und wurde dafür belohnt. Am Freitag geht es nach Graz, am 24.08.12, ab 19:00 sind die Sturm Amateure unser Gegner!

Der Dsv Leoben spielte mit: Petrovcic, Milosevic, Micelli ((50. Rabko), Wurzinger (G), Briza (T, G), Pigneter (G, 73. Heinemann), Stockreiter, Füzfa, Steiner (T), Bonifert, Kreimer (69. Giermair). Ersatz: Reiter, Schranz.

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