26 11/12 Misslungenes Trainerdebüt von Manfred Unger: Der DSV Leoben verliert bei den Sturm Amateuren klar mit 0:3 (0:2)!

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26. Runde, Regionalliga Mitte, FR 11.05.12, 19:40, Messendorf 300. Sturm Amateure – DSV Leoben 3:0 (2:0). Torfolge: 1:0 Sousa (4.), 2:0 Ranftl (39.), 3:0 Rother (49.). Schiedsrichterteam: Schuiki, Baier, Dr. Paier.

Das ging leider gründlich daneben. Schon schlimm genug, dass die Spielerpässe der Donawitzer Kicker nicht den Weg nach Graz fanden und erst verspätet nachgebracht werden mussten. Eine Verzögerung des Spielbeginnes von 40 Minuten war die Folge, Sturm deponierte daraufhin bereits vor dem Anstoss einen Protest beim Schiedsrichterteam. Das Spiel selbst begann dann unglücklich, mit der ersten Chance gingen die Hausherren in Führung – Sousa setzt sich per Kopf nach einem Freistoß bereits nach vier Minuten durch. Die Donawitzer sind danach bemüht, laufen sich aber immer wieder in der gut stehenden Grazer Abwehr fest, aus einem Konter erhöhen die Amateure durch einen schönen Schuss von Ranftl auf 2:0 (39.). Gleich nach Wiederbeginn sorgt Rother für die Vorentscheidung, er kann einen Stanglpass zum 3:0 verwerten. Mit einem Tripletausch versucht Unger noch einmal das Ruder herum zu reissen, doch an diesem Abend läuft es einfach nicht – Markus Briza kommt mit einem Stangenschuss und einem verschossener Elfmeter einem Tor zwar nahe, es bleibt bei der klaren Auswärtsniederlage. Abhaken, bereits am Mittwoch geht es in Pasching weiter…

Die Zwangspause vor Spielbeginn dürften Sturms Amateure besser genützt haben, denn die Jungblackies beginnen frischer und gehen mit der ersten gefährlichen Szene gleich in Führung. Nach einem Foul von Petkov zirkelt Hütter einen Freistoß von der linken Seite zur Mitte, am Höchsten steigt Sousa, von seinem Kopf landet der Ball genau in der linken Ecke. Tormann Petrovcic ist chancenlos und muss das 0:1 bereits nach vier Minuten hinnehmen.

Den ersten Donawitzer Schuss auf das von Schögl gehütete Sturm- Tor gibt Hackinger ab, der Schuss fällt zu zentral aus und bereitet dem Goalie daher keine Probleme (7.). Danach sorgen eine Fülle von Abseitsentscheidungen gegen die Donawitzer – manche berechtigt, manche knapp, aber auch einige, die eindeutig falsch waren – für Aufregung und einen gebremsten Spielfluss. Vor allem Pigneter, Hackinger und Heinemann versorgen Kreimer und Fekete mit Bällen, aber wenn nicht die Fahne der Schiedsrichterassistentin oben ist, können Schüsse oder Flanken geblockt werden, Gefahr entsteht dabei ebenso wenig, wie bei einigen Freistößen aus guten Positionen. Auf der anderen Seite kombiniert Sturm besser (wird auch nicht ständig zurück gepfiffen), Schloffer rutscht bei einem Stanglpass nur knapp daneben, Micelli und Wurzinger müssen sich bei Schussversuchen den Angreifern entgegen werfen, was auch Schlimmeres verhindert.

Beim zweiten Sturmtreffer, der sehenswert ausfiel, konnten die Grazer über mehrere Stationen den Ball laufen lassen (39.). Die Donawitzer standen dabei zu weit weg vom Mann – Begleitung statt aggressivem Zweikampfverhalten – schließlich entschloss sich Ranftl zu einem Torschuss. Und dieser passte perfekt: Zwischen Petrovcic´ Handschuhen und der Stange landete der Ball zum zweiten Mal im Netz, die Führung in dieser Höhe war keinesfalls zufällig oder unverdient! Nach einem Kraftantritt von Petkov kann der Mittelfeldspieler abziehen, doch Schögl ist aufmerksam und kann den Ball zur Ecke abwehren (41.). In der ersten Hälfte zeigten Sturms Amateure unserer Mannschaft schonungslos die Grenzen auf: Spritziger und variantenreicher im Angriff, aber auch hellwach bei unseren Vorstößen – die Seiten waren zumeist dicht, da kam ganz wenig nach vorne, in der Mitte fanden unsere Angreifer auch keine Lücke.

In der zweiten Hälfte versuchen Kreimer und Hackinger bei einem schönen Vorstoß gleich einmal den Ball ins Tor zu tragen, ein Grazer Fuss kann das verhindern, ehe es auf der anderen Seite zum dritten Mal einschlägt. Ranftl setzt sich auf der rechten Seite durch, sieht in der Mitte den völlig frei stehenden Rother, der aus zehn Metern keine Mühe hat, den Ball im Tor unter zu bringen (49.). Dieses Tor fiel viel zu einfach, sowohl die Flanke wurde ohne Gegenwehr zugelassen, als auch der ungedeckte Mann vor dem Tor darf nicht passieren. Das Spiel war spätestens zu diesem Zeitpunkt entschieden, obwohl die Donawitzer danach mehr Spielanteile hatten und zu Halbchancen kamen. Ein Pigneter- Freistoß, ein Fekete- Flugkopfball (Flanke Petkov) und ein weiterer Pigneter- Schuss waren zu wenig – am besten war da noch ein satter Schuss von Markus Briza, von dem sich Schögl überraschen ließ. Über die Außenstange landet der Ball aber zu seinem Glück im Torout (59.).

Danach greift Trainer Manfred Unger radikal ein, er bringt mit Derndorfer, Grasser und Steiner gleich drei neue Spieler, die sich offensiv einbringen sollen, was teilweise auch für frischen Schwung sorgt. Ballbesitz und Zweikampfverhalten verbessern sich, gefährliche Aktionen entstehen aber nicht – zu gut steht Sturms Abwehr. Im Gegenteil, im Konter vergeben Schloffer (Fußabwehr Petrovcic, 71.) und Bilobrk (Außennetz, 87.) weitere Amateur-Chancen. Wenn es schon nicht lauft, dann geht auf Donawitzer Seite nicht einmal ein Elfmeter hinein. Steiner wird im Strafraum zu Fall gebracht, Schiedsrichter Schuiki ermöglicht dem DSV Leoben in der Schlussminute noch die große Chance auf den Ehrentreffer. Doch daraus wird nichts, Brizas Schuss fällt zu zentral aus, Schögl kann den Ball halten, es bleibt beim 3:0 für die jungen, schwarzen Grazer.

Für die mitgereisten Zuseher war das Spiel zum Vergessen, intern hat Trainer Unger jede Menge Arbeit vor sich bis zum kommenden Spiel. Dieses findet nächste Woche bereits am Dienstag in Pasching (DI 15.5., 19:00) statt, am Freitag kommt Vorwärts Steyr nach Donawitz (FR 18.5., 19:00).

Manfred Unger hätte sich sein Debüt sicherlich anders vorgestellt, besonders das Missgeschick mit den Spielerpässen und der damit verbundenen Belastung tue ihm leid, “ … es war im Vorfeld viel zu Organisieren, da sind die Pässe in der Kabine liegen geblieben, das nehme ich auf meine Kappe. Ich möchte mich ausdrücklich beim Masseur Brandner, der mir für dieses Spiel ausgeholfen hat bedanken, aber auch bei den mitgereisten Fans, die bei diesem Neustart dabei waren. Zum Spiel: Wir hätten heute noch zwei Stunden spielen können und hätten kein Tor gemacht, am Sechzehner waren wir stets am Ende…“

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Wurzinger, Füzfa (G – die Fünfte, daher in Pasching gesperrt), Kreimer (59. Steiner), Heinemann (59. Grasser), Fekete, Pigneter (59. Derndorfer, G), Micelli, Hackinger (G), Petkov, Briza (G). Ersatz: Kropfhofer, Schranz.

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