24 11/12 80 Minuten überlegen und dennoch keine Punkte: Der DSV Leoben verliert in St. Florian 1:2 (0:0)!

120427flo050

24. Runde Regionalliga Mitte, FR 27.04.12, 19:00 Sportpark St. Florian, 250. Union St. Florian – DSV Leoben 2.1 (0:0). Torfolge: 0:1 Briza (61.), 1:1 Zauner (80.), 2:1 Zemann (82.). Schiedsrichterteam: Weichsler, Dietz, Maier.

Ein verrücktes Spiel, letztendlich ein Spiel zum Vergessen. Natürlich war die Mannschaft durch die neue Situation irritiert, die Kommunikation zur Betreuerbank noch zaghaft – am Spielfeld merkte man davon aber vorerst nur wenig. Souverän und ungefährdet bestimmten die Donawitzer die erste Hälfte, in der einige schöne Konter auf Höbarths Tor vorgetragen werden konnten (Hackinger, Kreimer, Kerek). Auch St. Florian vergab die (wenigen) Möglichkeiten und so viel die Entscheidung in der zweiten Spielhälfte. Der DSV machte von Beginn weg ordentlich Tempo, hatte mit einem Lattenpendler von Fekete richtig Pech, ehe Briza einen (abgefälschten) Freistoßball zum hochverdienten 1:0 für den DSV versenkte (61.). Danach wurde St. Florian aktiver, konnte sich in den Zweikämpfen durchsetzen und kam (zu leicht) zu einigen Eckbällen. Aus zwei dieser Ecken entstanden innerhalb von zwei Minuten zwei Tore! Zauner und Zemann drehten in der 80. und 82. Minute das Spiel, das eigentlich nicht zu verlieren war. Bis zum Ausgleich kontrollierten die Donawitzer das Geschehen, eines der besten Auswärtsspiele ging durch diesen Doppelschlag unnötig verloren.

Ohne Petkov und Derndorfer, auch Rottensteiner bleibt auf der Ersatzbank, startet Adi Pinter in sein erstes Spiel als DSV-Trainer gegen St. Florian. Die Donawitzer übernehmen gleich das Kommando und kommen durch Briza (7., Schuss wird geblockt) und Hackinger (8.), der abzieht, doch der Ball von einem Verteidiger gestoppt wird, zu den ersten Chancen. Nach einem Eckball der Hausherren leitet Lechner einen schnellen Konter ein – Kreimer zieht links auf und davon, sein Schussversuch landet dann aber als Roller beim St. Florianer Tormann Höbarth (11.). Die nächste Tormöglichkeit resultiert aus einem Briza- Freistoß, der Ball wird kurz abgewehrt, Kerek zieht vom Sechzehner ab, wieder kann Höbarth zur Ecke klären (13.).

In dieser Tonart geht es weiter, der DSV Leoben ist in den meisten Szenen einen Tick schneller, kommt leichter vor das Tor, doch Kerek, nach einem Grasser- Corner, per Kopf (14.) und nach Fekete- Vorlage mit einem Schuss am langen Eck vorbei (15.), scheitert. Auch Hackinger kommt in Bedrängnis im Strafraum zum Schuss, der Ball geht aber durch die erfolgreiche Störaktion deutlich drüber (23.). St. Florian wird erstmals nach 26 Minuten torgefährlich: Zemann wird in Strafraumnähe angespielt, dabei verstolpert er etwas den Ball und lässt sich von Lechner bis zur Toroutlinie abdrängen. Die Flanke zur Mitte kommt aber brandgefährlich, über den bis dahin arbeitslosen Petrovcic, senkt sich der Ball in den Fünfer, dort kann Kreimer vor Antonitsch zur Ecke klären. Nach einem verunglückten Kopfball, der einen Florianer Konter einleitet, muss Hackinger die Notbremse ziehen, er sieht dafür Gelb mit Folgen – beim nächsten Spiel gegen Allerheiligen ist er gesperrt (Neunte Gelbe). St. Florian kommt vor der Pause noch einmal gefährlich vor das Tor, Mitterndorfers Abspiel im Strafraum (nach einem geblockten Freistoß), auf Zemann wird zu recht auf Abseits entschieden, der erzielte Treffer zählt daher folgerichtig nicht (33.). Der Schwung des Spieles lässt bei frühsommerlichen Temperaturen bis zum Pausenpfiff etwas nach, mit 0:0 geht es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel ist der DSV wieder eindeutig aktiver und kommt durch Adam Fekete gleich zur ersten sehenswerten Aktion. Der Ungar sieht, dass Höbarth etwas zu weit vor dem Tor steht und zieht ab, der Ball hebt sich über den Goalie auf die Unterkante der Latte, von dort springt er am Boden auf – der Superschuss wird leider mit keinem Tor belohnt (46.). Die Donawitzer setzen sich in der Hälfte der Oberösterreich fest und erzwingen immer wieder Freistösse aus gefährlichen Distanzen, die dann aber (vorerst) nicht exakt genug geschossen werden (Briza, 50., Wurzinger , 52.).

St. Florian gibt durch Gahleitner den ersten Schuss nach dem Wechsel aufs Leobener Tor, Petrovcic kann aber im Nachfassen klären. Adi Pinter vollzieht in diese druckvolle Leobener Phase hinein einen Doppeltausch, er bringt die zwei 19- jährigen Heinemann und Pigneter für Grasser und Hackinger, Leoben weiter im Vorwärtsgang. Wieder Freistoß, Distanz etwa 25 Meter, diesmal schießt wieder Markus Briza. Er zieht ab, der Ball wird noch leicht, aber entscheidend, abgefälscht – neben dem am Boden liegenden Höbarth streicht der Ball zum 0:1 über die Linie (61.). Die Führung ist absolut verdient, bei Anzahl und Qualität der Chancen bisher, hatte der DSV ein klares Übergewicht, Briza freut sich über seinen vierten Saisontreffer!

Danach stellt Pinter auch die Abwehr um, Micelli kommt (für Kreimer) ins Spiel, Wurzinger verlässt die Innenverteidigung Richtung rechter Seite – Rinnhofer rückt nach vorne. St. Florian, bis zu diesem Zeitpunkt doch sehr bieder und ideenlos, übernimmt nun das Ruder. Obwohl die Donawitzer weitgehend gefährliche Situationen verhindern können, tun sie sich nun ihrerseits schwer damit, den Ball geordnet nach vorne zu befördern. Die beste Szene hat Tim Heinemann, der auf der rechten Seite in den Strafraum zieht, dann lässt er eindrucksvoll seinen Gegenspieler stehen, die Flanke auf Fekete ist dann leider etwas zu hoch, der Kopfball fällt daher nicht optimal aus (75.).

In der Schlussphase kippt dann plötzlich das Spiel. Die Hausherren erzwingen immer wieder Standards vor dem Tor, in der 80. Minute ist es plötzlich so weit. Nach einem Eckball kann der Ball nicht aus dem Gefahrenbereich befördert werden, über mehrere Stationen landet der Ball beim eingewechselten Zauner, der den Ball an Petrovcic vorbei zum 1:1 einschießt. Eine Minute später, wieder Eckball, Ortner hebt den Ball zur ersten Stange, dort steht Zemann richtig und köpfelt zum 2:1 ins kurze Eck. Ein Doppelschlag, der das gute Donawitzer Auswärtsspiel auf den Kopf stellt.

Von diesen Treffern erholt sich der DSV nicht mehr, ein letzter Freistoßversuch von Briza landet knapp über dem Tor (89.), der DSV Leoben verliert zum dritten mal (nach Vöcklamarkt und LASK Juniors) in Folge in Oberösterreich. Ein verrücktes Spiel, in dem der DSV Leoben mehr Spielanteile und Möglichkeiten hatte, durch zwei Unachtsamkeiten zwei Tore kassierte und dadurch verlor.Das Debut von Trainer Adi Pinter ging damit genau so daneben, wie jenes seiner Vorgänger (Bernhard Muhr: 1:2 in Vöcklamarkt; Gregor Pötscher: 0:2 beim SAK).

Nächsten Freitag trifft der DSV Leoben ab 19:00 Uhr im Donawitzer Stadion auf Allerheiligen, eine gute Gelegenheit um verlorene Punkte zurück zu holen.

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Lechner, Wurzinger, Füzfa, Rinnhofer, Kreimer (65. Micelli), Grasser (57. Heinemann), Fekete, Kerek, Hackinger (57. Pigneter), Briza. Ersatz: Kropfhofer, Rottensteiner.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Auracher
steinkellner logo
Skamander
Skamander
ASKÖ
Beyer_logo
Brandls Bauernladen
Buchis GmbH
Buchis GmbH
pachner
erlebnisleoben
climacraft
eisen_neumueller
hornbach
kelag
OOEVLogo
opel_fior
auto-pichler-Logo
sefra
sekotil_logo_oben
steiermaerkische-sparkasse
stiwog
svsschuster
Swietelsky_logo
trachten kalander
WILKE

Facebook