19 11/12 Dritter Zu-Null-Sieg in Folge: Der DSV Leoben zittert sich zu einem knappen 1:0 (1:0)- Sieg gegen starke Welser!

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19. Runde, Regionalliga Mitte, FR 30.03.12, 19:00 Stadion Donawitz 290. DSV Leoben – FC Wels 1:0 (1:0). Tor: Kerek Norbert (6.). Schiedsrichter: Meschnark, Dietz, Fischer.

Wenn man Spiele für sich entscheidet, in denen man nicht die bessere Mannschaft ist, zeugt das auch von einer gewissen Qualität. Die Nerven der spärlichen 290 Zuseher in Donawitz wurden nach einem frühen Kerek-Führungstreffer (6.) eigentlich bis zum Schlusspfiff gehörig strapaziert! In keiner Phase des Spieles gelang es dem DSV Leoben Ruhe ins Spiel zu bringen, zu weit voneinander aber auch vom Gegner standen die Donawitzer Akteure. Wels war optisch überlegen, machte zeitweise enormen Druck und konnte auch einige Chancen herausspielen. Dass es trotz der minimalistischen Donawitzer Leistung dennoch zu drei Punkten reichte verdanken die Leobener nicht zuletzt einem in Hochform spielenden Tormann Christian Petrovcic, der mit unglaublichen Reflexen seinen Kasten sauber hielt. Dennoch kein Grund unzufrieden zu sein: Dritter Sieg in Folge, fünfter Tabellenplatz – wie er zustande gekommen ist interessiert in ein paar Tagen niemand mehr…

Der DSV Leoben musste im Heimspiel gegen Wels auf Markus Briza (Verletzung) und Adam Fekete (liegt mit einer Grippe danieder) verzichten, dafür kehrte Mario Kreimer nach seiner Sperre und (erstmals seit dem Spiel gegen den GAK) Norbert Kerek in die Startformation zurück. Nach je einer Halbchance in den ersten Minuten (Hackinger springt der Ball zu weit vom Fuß) rechtfertigt Kerek seinen frühen Einsatz. Er macht das, wofür ein Stürmer geholt wird. Er steht zur richtigen Zeit am richtigen Fleck und tut mit dem Ball das Richtige – er netzt ein: Der Ungar wird durch einen idealen Eckball von Kreimer (zur zweiten Stange) ins Spiel gebracht, relativ unbedrängt kommt Kerek per Kopf aus kurzer Distanz zum schnellen 1:0 für den DSV Leoben!

Der FC Wels wirkt durch den Gegentreffer keineswegs irritiert, kann vor allem im Mittelfeld durch erfolgreiches Pressing ein Übergewicht erzeugen und Angriffe in Richtung Leobener Tor fahren. Schneider und Zatl ziehen dann auch ab, doch Petrovcic spielt sehr aufmerksam und kann klären. Auf der anderen Seite setzt sich der durch das Tor beflügelte Kerek auf der linken Seite durch, lässt sich aber etwas zu weit abdrängen – aus spitzem Winkel ist sein Schuss dann keine Gefahr mehr für Froschauer im Tor der Oberösterreicher (24.). Danach kommen die Donawitzer nur noch selten in Strafraumnähe, ein zentraler Hackinger- Schuss aus ca. 22 Metern, bei dem Froschauer im Nachfassen klären kann (34.), ist noch die beste Chance. Anders der FC Wels: Scheinbar mühelos tauchen die Gäste immer wieder in Strafraumnähe auf, erzwingen dadurch einige Standards – gefährliche Eckbälle (die DSV-Abwehr erweist sich dabei als sehr kopfballstark) und Freistöße (33., Winkler findet die Lücke in der Mauer, Petrovcic klärt zur Ecke) bringen aber nicht den erhofften Ausgleich.

Auch nach dem Seitenwechsel (Muhr bringt Heinemann für Pigneter) ein ähnliches Bild. Der DSV Leoben lässt sich immer wieder hinten hineindrängen, verteidigt mit Mann und Maus, kann kaum für Entlastung in Form eines organisierten Angriffes sorgen. Schneider und Schneeberger wirbeln gehörig im Welser Angriff, mit vereinten Kräften und Glück steht weiterhin die Leobener Null. Die Großtat des Tages vollbringt Petrovcic in der 53. Minute: Nach einer Flanke von rechts kann Schneeberger aus kurzer Distanz nicht mehr am Kopfball gehindert werden. Wie Petrovcic den Ball dann aus der Ecke geholt hat, hatte ganz große Klasse! Eine Minute später die nächste hochkarätige Chance, ein Welser Angreifer dringt von der linken Seite in den Strafraum, Petrovcic geht ihm entgegen, den Stanglpass am Tormann vorbei zur Mitte, kann Wurzinger ins Torout befördern.

Waren es die tiefen Temperaturen (Regen, Wind) oder der Donawitzer Unkick, der die wenigen Zuschauer zittern ließ, warm wurde im Stadion niemand, lag doch der Ausgleichtreffer förmlich in der Luft. Ab Mitte der zweiten Hälfte schien es, als ob Wels etwas das Pulver verschossen hätte, obwohl optisch nach wie vor überlegen, machte sich das ständige (erfolglose) Anrennen doch bemerkbar. Ein schöner Freistoß von Koprivarov, der knapp am Tor vorbeistreifte war dann die letzte Großchance (70.). Der DSV hatte sich im eigenen Stadion zur Kontertaktik entschieden – einige begannen auch vielversprechend (Kerek, Heinemann), endeten dann aber immer vor einem möglichen Abschluss.

Ein Spiel auf des Messers Schneide: Gelingt den Donawitzern über einen Konter gar der zweite Treffer oder erzielt Wels den überfälligen 1:1-Treffer. Passiert ist die dritte Variante, nämlich gar nichts mehr – Schiri Meschnark pfiff nach drei Nachspielminuten beim Stand von 1:0 ab. Der DSV Leoben kann zum dritten Mal in Folge einen Zu-Null-Sieg feiern, wenn gleich dieser Sieg ein hartes Stück Arbeit war! Wels präsentierte sich stark, die Leobener Abwehr großteils aber auch, hielt ordentlich dagegen. Dennoch, ohne Petrovcic, hätte Wels den Abwehrriegel geknackt, ein guter Teil des Sieges ging auf die Kappe des Tormannes. Im Mittelfeld konnte in keiner Phase des Spieles ein Übergewicht hergestellt werden, die Stürmer wirkten dadurch zumeist isoliert. Sei es drum, der DSV siegt 1:0, klettert weiter in der Tabelle nach oben und ist nun schon Fünfter.

Nächste Woche trifft der DSV Leoben auswärts im Trauner Stadion auf die LASK Juniors, Spielbeginn gegen den Tabellenletzten ist am Ostermontag, 9.4. ist um 16:15.

DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Derndorfer, Lechner, Wurzinger, Füzfa, Rinnhofer, Rottensteiner (G, 74. Steiner), Kreimer (62. Petkov), Kerek (T), Pigneter (G, 46. Heinemann), Hackinger. Ersatz: Kropfhofer, Grasser.

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