15 11/12 Unnötig hohe Niederlage im letzten Spiel des Jahres: Der DSV Leoben verliert bei Austria Klagenfurt mit 1:4 (0:1)!

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15. Runde, Regionalliga Mitte, FR 11.11.11, 19:00 Uhr, Wörtherseestadion Klagenfurt 400, Austria Klagenfurt – DSV Leoben 4:1 (1:0). Torfolge: 1:0 Bürgler (35.), 2:0 Reich (65.), 3:0 Korepp (75.), 4:0 Reich (81.), 4:1 Rottensteiner (90.). Schiedsrichter: Mag. Rothmann, Schnetzer, Ing. Heyss.

Im letzten Spiel setzte es für die zuletzt erfolgreiche Donawitzer Mannschaft eine doch herbe Niederlage. Im fast leeren, riesigen Wörtherseestadion hatte es der DSV Leoben in der Hand, nach gutem Beginn in Führung zu gehen, doch etliche Chancen nach Pigneter- Flanken blieben ebenso ungenützt wie ein Briza- Elfmeter. Noch vor der Pause gelingt Bürgler aus einem Konter der Kärntner Führungstreffer, auch in der zweiten Spielhälfte agieren die Hausherren einfach abgebrühter und routinierter. Während die Leobener Chancen vergeben werden, zieht Austria Klagenfurt mit einfachen, aber effektiven Spielzügen, zwischen der 65. und 81. Minute auf insgesamt 4:0 davon. Den Schlusspunkt zum Leobener Ehrentreffer (Ergebniskorrektur) setzt Diego Rottensteiner in der Schlussminute. Das 1:4 in Klagenfurt bedeutet eine völlig unnötige Niederlage in einem Spiel, das man nicht zwingend verlieren musste!

Ohne Petkov, Derndorfer und Lechner, dafür wieder mit Kapitän Rinnhofer starteten die Donawitzer ins letzte Meisterschaftsspiel des Jahres 2011. Die beeindruckende Wörtherseearena (auch wenn sich nur 400 Besucher darin verirrten) bot die perfekte Kulisse um eine durchaus erfolgreiche Herbstsaison mit einem guten Spiel abzuschließen. Soweit der Plan, auch in der Realität sah es vorerst danach aus, als ob man Punkte mit nehmen könnte. Vor allem Flanken von Pigneter sorgten stets für Gefahr: Ob aus Freistößen bzw. Eckbällen oder aus der Bewegung, ob von links oder rechts – die Flanken kamen immer gefährlich in den Strafraum, doch irgendein Abwehrspieler oder der erst siebzehn jährige Tormann Heindl konnten den Ball immer vor einem Donawitzer aus dem Gefahrenbereich befördern.

Die ersten Schüsse geben Grasser (7.) und Pigneter (12.) ab, beide Male streift der Ball knapp am Tor vorbei. Auf der anderen Seite kommen auch die Hausherren zu Torszenen – nach Flanke von Rasswalder findet Sablatnig bei einem gut angetragenen Kopfball in Petrovcic seinen Meister (13.), wenig später muss Rinnhofer nach einer Unaufmerksamkeit in der Abwehr in höchster Not retten (beinahe Eigentor, 17.). Trotz der zwei Torchancen bleibt der DSV Leoben bissiger. Bei Ballgewinn wird schnell nach vorne gespielt – Hackinger legt den Ball Pigneter vor, der flankt zur Mitte auf Kerek, der knapp aus Abseitsposition zum Kopfball gelangt (20.).

Es folgen drei weitere gute Szenen, zuerst scheitert Kreimer mit einem Schuss aus kurzer Distanz, einen Pigneter- Eckball erreicht Wurzinger (der Ball geht um Zentimeter am Tor vorbei) und dann versucht es Pigneter mit einem Freistoss, den der Goalie in die Ecke abwehrt. In dieser Phase scheint es nur eine Frage der Zeit, bis der Ball endlich im Netz zappelt, Klagenfurt hat alle Hände voll zu tun, um die Donawitzer Spielzüge in Tornähe zu unterbinden. Die größte Chance dazu bietet sich in der 30. Minute. Hackinger geht auf der linken Seite durch und wird von Schierhuber innerhalb des Strafraumes zu Fall gebracht. Schiedsrichter Rothmann zögert nicht lange und zeigt auf den Elfmeterpunkt – ein Fall für Markus Briza (31.). Anstatt verdient in Führung zu gehen, scheitert der Routinier am Nachwuchstalent, statt mit einem Tor den Gegner noch mehr unter Druck zu setzen, macht der gehaltene Elfmeter (auch der Nachschuss von Kerek kann entschärft werden) die Hausherren selbstbewusst.

Nach einer weiteren Chance (Vorstoss durch Rinnhofer) passiert es dann: Der DSV Leoben läuft in einen Klagenfurter Konter, bei dem sich Dollinger auf der rechten Seite durchsetzt. Den Stanglpass kann Wurzinger ebenso wenig verhindern, wie Petrovcic das 0:1 durch den in der Mitte wartenden Bürgler (35.). Innerhalb von fünf Minuten ist alles schief gelaufen, statt in Führung zu liegen, nun 0:1 in Rückstand! Vor der Pause hat Petrovcic Glück bei einer Faustabwehr – er trifft den vor ihm stehenden Reich, von dem der Ball über das Tor springt, danach geht es in die Kabine. Trotz des Rückstandes war man felsenfest davon überzeugt, dass man in der zweiten Hälfte das Ergebnis korrigieren würde.

Doch der nötige Nachdruck, die letzte Entschlossenheit fehlte plötzlich. Austria Klagenfurt konnte sich gut auf die Leobener Offensivbemühungen einstellen, musste eigentlich gar nicht viel tun, außer auf Abspielfehler oder Ballgewinne warten. Reich scheitert im Strafraum (50.) ebenso wie Dollinger (51.) mit einem Freistoß. Weniger zwingend waren auf der anderen Seite ein Kopfball von Micelli (52.) und ein Freistoß von Wurzinger (55.) – Pötscher reagiert und bringt nach einer Stunde Rottensteiner, der in den letzten drei Spielen immer traf.

Erstmals richtig gefährlich in Hälfte zwei wird es in der 62. Minute: Dollinger zirkelt einen Freistoßball zur Mitte, der bedrängte Petrovcic kann den Ball nicht aus dem Gefahrenbereich befördern. Plötzlich fällt das Spielgerät Bürgler vor die Beine, er kann aber aus kurzer Distanz den Ball im Tor nicht unterbringen.

Nur drei Minuten später zappelt der Ball dann doch im Netz. Dollinger bringt Reich auf der linken Seite ins Spiel, die Abseitsfalle klappt nicht, plötzlich steht der Klagenfurter Stürmer vor Petrovcic. Reich macht es elegant, mit einem schönen Heber bezwingt er unseren Tormann zum zweiten Mal an diesem Abend (65.). Das 2:0 war die Vorentscheidung, während Klagenfurt von Minute zu Minute an Selbstvertrauen gewann, ging bei den Donawitzern nicht mehr viel.

Mit der Brechstange versuchten unsere Spieler nun erfolglos „durch“ den Gegner zu gehen, die dadurch entstehenden Ballverluste brachten prompt Gefahr durch die schnellen Konterstürmer. Das 3:0 wird neuerlich von Dollinger vorbereitet, er schlägt eine Flanke zur Mitte, der eben eingewechselte Korepp trifft per Kopf mit seiner ersten Ballberührung zum 3:0 (75.). Während Hackinger und Rinnhofer eine Chance zum Anschlusstreffer vergeben, setzt Klagenfurt noch einen drauf. Marco Reich wird ideal angespielt, kann nicht (auf)gehalten werden und macht gegen den vor dem Gehäuse stehenden Petrovcic sein zweites Tor zum 4:0 (81.). Auch dieser Heber war neidlos schön, Geschmackssache welcher von den beiden Gezeigten dem Publikum besser gefiel.

Den Schlusspunkt in diesem Spiel durfte dann doch der DSV setzen, Rottensteiner steigt nach einem Briza- Eckball am Höchsten, der Ball landet neben der Stange zum 1:4 im Netz.

Schade, diesmal waren die Donawitzer an der Niederlage selbst schuld. Einen Gegner im eigenen Stadion auf Konter spielen zu lassen und dagegen kein geeignetes Mittel zu finden verwundert, vor allem die Abwehr, sonst meistens sehr sicher, ließ diesmal viele gefährliche Szenen zu. Wenn man dann vorne die vielen Chancen (vor allem beim Stand von 0:0 in der ersten Hälfte) nicht nützt, darf man sich über diese Klatsche nicht wundern…

Schwamm drüber, die Herbstrunde ist vorbei, nun geht es für die Mannschaft zur Erholung in den zweiwöchigen Urlaub. Danach wird das Training wieder aufgenommen und die Weichen für ein erfolgreiches Frühjahr gestellt!

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Wurzinger, Füzfa, Rinnhofer, Kreimer, Grasser (73. Schranz (G)), Kerek (58. Rottensteiner (T)), Pigneter (70. Heinemann), Micelli, Hackinger (G), Briza. Ersatz: Kropfhofer, Rinner.

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