14 11/12 Rottensteiner erlöst Donawitzer Fans in der Nachspielzeit: DSV Leoben – GAK 1:1 (0:1)!

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14. Runde, Regionalliga Mitte, FR 04.11.11, 19:00 Stadion Donawitz 1.635. DSV Leoben – GAK 1:1 (0:1). Torfolge: 0:1 Micelli (ET, 17), 1:1 Rottensteiner (91.). Schiedsrichter: Lamb, Schuiki, Koch.

Beim Donawitzer Zuschauerrekord in der Regionalliga, vor 1.635 Zusehern, war der Respekt in der ersten Spielhälfte vor dem Tabellenführer aus Graz noch zu groß. Der GAK, der bis zu diesem Spiel auswärts immer mit drei Punkten nach Hause fuhr, kontrollierte das Geschehen und gelangte auch nicht unverdient in Führung. Nach einer hohen Flanke in den Strafraum verlängert Micelli den Ball unglücklich per Kopf über Petrovcic hinweg zum 0:1 für den GAK in die Maschen. Außer einem guten Grasser- Schuß hatte der DSV vor dem Seitenwechsel offensiv nur sehr wenig zu bieten. Nach der Pause wurden die Donawitzer aggressiver und bissiger und konnten den GAK mehrfach gehörig unter Druck setzen, Pösendorfer musste einige Male eingreifen. Der GAK, nur mehr über seltene Konter gefährlich, wähnte sich schon als neuerlicher Sieger in der Fremde, ehe Diego Rottensteiner unbedrängt einen wuchtigen Kopfball zur Freude der vielen Zuseher einnetzte. Dass dies erst in der 91. Minute passierte war sicherlich glücklich, nach dem Engagement und dem Willen der Donawitzer in der zweiten Spielhälfte war dieser Punkt aber auf alle Fälle verdient!

Derndorfer, Lechner und auch Rinnhofer – drei Stammspieler in der Defensive – konnten sich aufgrund ihrer Verletzungen das Derby, das vor beeindruckender Kulisse zu Beginn von gegenseitigem Abtasten geprägt war, nur von der Tribüne aus ansehen. Die Donawitzer versteckten sich keineswegs, versuchten das Spiel in die Hand zu nehmen, die Defensivabteilung der Grazer machte aber ihre Hausaufgaben gut und konnte gefährliche Situationen meist schon im Ansatz ersticken. So bleiben „Beinahe-Pässe“ im und in den Strafraum sowie letztendlich erfolglose Dribblings die Offensivhighlights, während GAK- Konter mit ihren zwei schnellen Stürmern Rauter und Brauneis flexibler und erfolgversprechender schienen. Erst klärt Wurzinger vor Rauter, danach kann ein Stanglpass im Strafraum von Rauter auf Radakovics abgefangen werden.

Nachdem beide Tormänner einmal eingreifen müssen, Pösendorfer hat mit einem Kerek- Schuss (10.) ebenso keine Probleme wie Petrovcic mit einem Weitschuss von Fink (14.), jubeln die vielen mitgereisten roten Fans. Einen Freistoßball zirkelt Hofer in den Strafraum, mehrere Köpfe versuchen den Ball zu erreichen – Micelli setzt sich durch und trifft den Ball mit dem Hinterkopf so unglücklich, dass Petrovcic keine Chance hat. Über seine Hände hinweg landet der Ball zum 0:1 für den GAK in den Maschen…

Von der Führung motiviert greift der GAK vermehrt an, eine gute Chance nach Vorarbeit von Rauter und Murg ergibt sich für Brauneis (26.), der einen Querpass vor dem Leobener Gehäuse knapp nicht erreichen kann. Die nächste Gelegenheit zu erhöhen verhindert Wurzinger, der sich beherzt in einen Brauneis- Schuss, der im 16er abzieht, wirft und Schlimmeres verhindern kann (34.). Petrovcic muss sich mächtig bei einem Hofer- Freistoß strecken, er kann den Ball aus dem rechten Kreuzeck fischen (38.). In der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte kommt der DSV Leoben erstmals einem Treffer (ins richtige Tor) nahe, Grasser nimmt sich ein Herz und zieht aus großer Distanz ab, der Ball streift nur um Zentimeter am Kreuzeck vorbei. Die Pausenführung der Gäste geht in Ordnung, dem schnelleren, genaueren und direkteren Spiel der Grazer hatten die Donawitzer sehr wenig entgegen zu setzen.

In der zweiten Hälfte hat zwar der GAK die erste gute Möglichkeit, Hofer scheitert nach Brauneis- Stanglpass aus kurzer Distanz (50.), dennoch ist spürbar, wie sich die Donawitzer gegen eine drohende Niederlage stemmen. Die wichtigen Zweikämpfe werden nun gewonnen, gegnerische Konter damit zumeist unterbunden, das Spielgeschehen verlagert sich in die Gästehälfte. Trotz der Drangperiode entstehen vorerst keine echten Torchancen, hohe Bälle in den Strafraum können stets entschärft werden. Die eingewechselten Pigneter und Schranz sorgen für neuen Schwung, bei seiner ersten Aktion kommt Schranz im Strafraum nur knapp nicht vor Pösendorfer an den Ball. Grasser macht den langen Wechselpass auf Pigneter, der zögert nicht lange und flankt vor das Tor, wieder kann ein Grazer den Ball vor Rottensteiner in den Corner befördern. Auch der anschließende gefährliche Eckball von Pigneter zur zweiten Stange, der erst im dritten Versuch vom GAK aus dem Strafraum befördert werden kann zeigt, dass in diesem Spiel noch was drinnen ist.

Körpersprache und Einstellung sind topp, angespornt vom Donawitzer Publikum im Rücken, treten die DSV- Kicker zur Schlussoffensive an. Rottensteiner steht nach Heinemann (für Kreimer gekommen) Pass knapp im Abseits, dann probiert es Heinemann selbst: Eine Flanke gerät zum Schuss, Pösendorfer hat Mühe kann den Ball jedoch aus dem Tor fischen (85.). 89. Minute – hohe Flanke von Briza in den Strafraum, Rottensteiner setzt den Kopfball nahezu perfekt, über Pösendorfers Finger und die Querlatte landet der Ball wieder nur im Torout. Die Nachspielzeit ist längst angebrochen, wieder gibt es einen Eckball für den DSV. Pigneter tritt an und diesmal geht alles ganz einfach. Der Ball landet perfekt beim freistehenden Rottensteiner, auf den in dieser Situation vergessen wurde (?), und von seinem Kopf im Grazer Tor zum 1:1! Mucksmäuschenstill auf der einen Hälfte des Stadions und grenzenloser Jubel auf der anderen Seite. Der DSV Leoben hat es doch noch geschafft, den GAK- Lauf in der Fremde (bisher 7 Siege aus sieben Spielen) zu bremsen.

Der Punkt ist sicherlich aus einigen Gesichtspunkten (später Zeitpunkt, viele vergebene GAK- Chancen) glücklich, aber keinesfalls unverdient. In Donawitz wird eben einmal bis zum Schluss gekämpft und dem Dauerdruck in der zweiten Hälfte hielt nicht einmal der Tabellenführer stand. Und überhaupt, wer zwei Tore in einem Spiel schießt, hat sich einen Punkt verdient!

Nächste Woche, und das ist kein Faschingsscherz, endet die Herbstrunde für den DSV Leoben in Kärnten. Spielbeginn am FR. 11.11.11 gegen Austria Klagenfurt ist um 19:00 Uhr.

Der DSV Leoben spielte mit Petrovcic, Wurzinger, Füzfa, Rottensteiner (G, T), Kreimer (80. Heinemann), Grasser (G), Kerek, Micelli (ET, 63. Pigneter), Hackinger, Petkov (G, 67. Schranz), Briza (G). Ersatz: Kropfhofer, Rinner.

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