11 11/12 Nichts für schwache Nerven: Der DSV Leoben zittert sich zu mühevollem 1:0 (0:0)- Sieg gegen die Sturm Amateure!

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11. Runde, Regionalliga Mitte, FR 14.10.11, 19:00 Stadion Donawitz, 360. DSV Leoben – Sturm Amateure 1:0 (0:0). Tor: Kerek (88.). Schiedsrichter: Rieberer, Hübler, Steinacher.

Der Sieg war sicherlich nicht unverdient. Knapp war er aber allemal und nachdem die stotternde Donawitzer Torfabrik auch diesmal erst nach 88 Minuten (nach insgesamt 321 torlosen Minuten!) ansprang, war er natürlich glücklich. Chancen auf eine Vorentscheidung verpassten beide Teams zur Genüge, die besten Möglichkeiten blieben auf beiden Seiten ungenutzt. Als nach einer Stunde Marco Pigneter eingewechselt wird und gleich für viel Schwung sorgt, geht ein Ruck durch die Mannschaft. Und als viele, trotz erfolglosem Donawitzer Dauerdruck, mit einem torlosen Remis rechnen, schlägt Norbert Kerek zu: Der Ungar verwertet einen kurz abgewehrten Schuss von Hackinger zum erlösenden 1:0, der DSV Leoben beendet die Negativserie und ist wieder auf der Siegerstraße!

Es war das erwartet schwere und knappe Spiel. Da die letzten Resultate nicht stimmten und die Grazer nach schlechtem Auftakt zuletzt beachtliche Ergebnisse erzielten, war der Druck auf Pötschers Mannschaft groß. Die Donawitzer versuchten ohne Kreimer (Prüfung an der Uni) aber wieder mit Derndorfer (zuletzt vier Spiele wegen einer Verletzung ausgefallen) von Beginn an Druck zu erzeugen, die gut stehende Sturm- Abwehr verhinderte aber gefährliche Chancen. Flanken von Briza und Derndorfer in den Strafraum (von der linken Seite kamen die besseren Flanken) fanden keine Abnehmer, auf der anderen Seite kann sich Petrovcic bei einem ersten Schuss von Stangl auszeichnen. Den ersten guten Schuss für den DSV gibt Markus Briza ab (12.), er verfehlt das lange Eck nur knapp. Die Donawitzer bleiben aktiver, bemühter das Spiel an sich zu reißen, bei vielen Offensivaktionen fehlt aber der Nachdruck oder der genaue letzte Pass. Und das bietet den Gästen immer wieder Raum für Konter, der aber auch nicht effizient genutzt werden kann. Vor der Pause schießen noch Briza (25.) auf das Tor, Sturm- Goalie Schögl kann sich bei einem schönen Derndorfer- Kopfball (35.) auszeichnen – auf der anderen Seite scheitern Schloffer (41.) bei einem zu zentralen Schuss an Petrovcic und Pürchers Versuch in der 44. Minute streift knapp am Tor vorbei. Kein schlechtes Spiel vor der Halbzeit, aber beim Stand von 0:0 wird keinem der 360 Zusehern in Donawitz wirklich warm.

Die zweite Hälfte wird besser. Der DSV Leoben will das Spiel unbedingt gewinnen und legt einen Gang zu, aber  die Sturm Amateure, mit vielen starken, technisch versierten Einzelspielern, können in Kontern immer wieder ihre Gefährlichkeit beweisen. Gleich nach Wiederbeginn schreckt Schloffer, der nur halbherzig attackiert wird, die Donawitzer Hintermannschaft, Petrovcic kann seinen Schuss zum Glück halten. Nach einer Reihe von Eckbällen durch Briza, denen die richtige Höhe fehlt, um für Gefahr zu sorgen, sind wieder die Grazer im Vormarsch. In der 56. Minute zeigen Schloffer, Schmölzer und Pürcher wie man aus einer 100%-igen Torchance genau nichts macht. Schloffer überlistet die Abseitsfalle, zieht aufs Tor, macht vor Petrovcic den Querpass zu Pürcher – der braucht aber zu lange, um sich den Ball zum Torschuss vor zu bereiten. Er entscheidet sich schließlich zum Abspielen, doch auch Schmölzer will das Tor nicht machen – mit vereinten Kräften (Petkov, Rinnhofer, Lechner und schließlich Derndorfer) kann der Ball aus der Gefahrenzone befördert werden.

Nach einer Stunde bringen Pötscher/Muhr mit Pigneter den richtigen Mann, um in einer zerfahrenen Partie wieder für Schwung zu sorgen. Schon seine ersten Dribblings und die darauffolgenden Flanken, ließen die Hoffnung der Fans dieses Spiel doch noch zu gewinnen, wieder wachsen. 69. Minute: Freistoß Pigneter von links – der Ball kommt zu Kerek, der aus kurzer Distanz den Ball auf die Stange setzt, auch aus dem anschließenden Getümmel vor Schögls Tor kann niemand den Ball über die Linie drücken. Der DSV setzt jetzt nach; durch einen guten Einsatz des eingewechselten Rottensteiner, der den Ball Richtung Hackinger schupft, entsteht die nächste gute Chance, der Ball wird aber zu lange und deshalb zur Beute für Schögl. Gleich darauf probiert es Pigneter alleine – er startet ein Solo und zieht ab, der Ball dreht sich in (zu) hohem Bogen über Tormann und Tor (77.). Die Donawitzer können sich in dieser Phase gut in Sturms Hälfte festsetzen, geblockte Schüsse, knappe Abseits- und manch dubiose Schiedsrichterentscheidungen verhindern vorerst noch mehr Torchancen.

Dann die letzten Minuten. Thomas Lechner wird an der Mittellinie gefoult (87.), fällt dabei unglücklich und muss mit schmerzendem Knie erstmals in dieser Saison vorzeitig das Spielfeld verlassen. Nach Spielende ließ er sich das Knie im Spital ansehen, hoffentlich ist es nichts Schlimmes!

Eine Minute später, ein kurzer Augenblick der Unkonzentriertheit in der Sturm- Abwehr: Hackinger wird ideal angespielt, zieht auf das Tor und schießt. Tormann Schögl kann kurz nach vorne abwehren, und der Einzige, der in dieser Szene mitgedacht hat und mitgelaufen ist, ist Norbert Kerek – er schiebt den Abpraller rechts am Tormann vorbei zum vielumjubelten 1:0 ins Netz! Das macht eben einen Stürmer aus. Nach durchwachsener Leistung steht er im richtigen Moment da, wo es dem Gegner weh tut! Nach dem Führungstreffer haben die Donawitzer noch bange Nachspielminuten, die den DSV- Fans wie eine Ewigkeit erschienen, zu überstehen, aber schlussendlich retten die Donawitzer das knappe Ergebnis über die Zeit. Nach dem Schlusspfiff wurde kräftig durchgeblasen, jeder wusste, dass der Sieg aufgrund des späten Tores glücklich war. Die Sturm Amateure spielten einen gefälligen Fußball, niemand hätte sich bei einem Unentschieden beschweren dürfen. Aber der Wille zu gewinnen und es immer wieder zu versuchen, wurde belohnt, Matchwinner waren zweifellos der eingewechselte Pigneter und der Vollstrecker Kerek, der endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, wieder für den DSV getroffen hat!

Nächste Woche kommt es zum nächsten Heimspiel gegen einen Tabellennachzügler. Der DSV Leoben empfängt dabei Adi Pinters FC Pasching am FR 21.10.11, ab 19:00 Uhr im Donawitzer Stadion!

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Derndorfer (58. Pigneter), Lechner (87. Micelli), Wurzinger, Füzfa, Rinnhofer, Grasser (65. Rottensteiner), Kerek (T), Hackinger, Petkov, Briza. Ersatz: Kropfhofer, Schranz.

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