25 10/11 Statt Befreiungsschlag eine unnötige Niederlage: SC Weiz besiegt den DSV Leoben mit 3:2 (1:0)!

110506weiz64Regionalliga Mitte, 25. Runde, FR. 06.05.11, 19:00, Siemens Energy Arena Weiz, 450. SC Weiz – DSV Leoben 3:2 (1:0). Torfolge: 1:0 Durlacher (17.), 1:1 Rottensteiner (50.), 1:2 Bytyci (56.,E.), 2:2 Durlacher (57.), 3:2 Novakovic (63.). Schiedsrichter: Duschek.

Diese Niederlage war völlig unnötig! In Abwesenheit von Cheftrainer Gregor Pötscher – eine Urlaubsreise war schon vor dem Engagement in Donawitz gebucht – begann der DSV Leoben nervös und zaghaft, dem frühen (18.) Weizer Führungstreffer gingen schon dicke Chancen voraus. Mit zunehmender Zweikampfstärke konnte der DSV den Schwung der Heimmannschaft bremsen und noch vor der Pause gefährlich vor dem Weizer Tor auftauchen. Trainer Muhr, der mit dem Auftreten seiner Mannschaft vor der Pause nicht zufrieden war, wechselte zur Halbzeit Derndorfer und Rottensteiner ein, wobei Letzterer per Kopf nach 50 Minuten für den Ausgleich sorgte. Als sechs Minuten später Rinnhofer im Strafraum gelegt wurde und Bytyci den fälligen Strafstoß verwandelte, war das Spiel gedreht! Allerdings nur für eine Minute lang. Eine Unachtsamkeit in der Defensive und Durlacher kommt viel zu einfach zum (billigen) Ausgleich. Es kam aber noch schlimmer: Novakovic erzielt mit dem Tor des Tages, per Fersler, das Siegestor für Weiz – alle Versuche, und da waren zwingende Torchancen dabei, noch einmal auszugleichen waren erfolglos, der DSV Leoben unterliegt dem SC Weiz mit 2:3!

Den besseren Start kann eindeutig der SC Weiz für sich verbuchen. Bereits nach zwei Minuten klopft Mauerhofer mit einem guten Schuss an, den Petrovcic zur Ecke klären kann – aus dem ersten Corner Richtung zweiter Stange entsteht ebenfalls Gefahr, die DSV- Abwehr klärt mit Verzögerung. Weiz bleibt weiter am Drücker, nach einer weitern Unsicherheit in der Abwehr kommt erstmals Durlacher knapp außerhalb des Strafraumes zum Schuss, er verzieht aber über das Tor. Der DSV Leoben agiert in dieser Phase, wie in den ersten Spielen des Frühjahres, kann sich kaum nach vorne orientieren, lädt den Gegner (leicht übertrieben) mit passivem Verhalten und Eigenfehlern förmlich zu einem Gegentreffer ein. Und der passiert dann auch: Die Abwehr bringt den Ball nicht weg, Durlacher steht goldrichtig am Sechzehner, diesmal trifft er besser – an Briza und Petrovcic vorbei – erzielt er das verdiente 1:0 für Weiz. Gleich darauf kommt der DSV Leoben erstmals gefährlich vor das gegnerische Tor. Rabko und Briza setzen sich auf der linken Seite durch, der Stanglpass in den Fünfer kann im letzten Moment vor Schöpf abgefangen werden (20.). Mit dem Gegentreffer und den ersten Offensivaktionen kann sich die Mannschaft von Bernhard Muhr von der Umklammerung lösen, die Zweikämpfe werden nun erfolgreicher geführt, über die Seite geht nun mehr nach vorne Richtung Weizer Strafraum (Eckbälle, Briza Freistoß auf Lechner). Es bleibt aber bei einer optischen Ausgeglichenheit, die bessere Chancen in dieser Phase hat der Gastgeber. Friedl steigt im Strafraum am höchsten, den Kopfball holt Petrovcic mit einer Glanzparade heraus (35.). Die Offensivaktionen des DSV Leoben bis zur Halbzeit sind bemüht (Flanke von Rabko auf Schöpf, Schuss Ritzmaier), zwingende, unberechenbare oder gar erfolgreiche Aktionen bleiben aber aus.

Trainer Muhr wechselt zur Pause, Schöpf und Rabko bleiben in der Kabine für die beiden kommen Derndorfer und Rottensteiner. Und das sollte sich gleich einmal lohnen. Briza flankt zur Mitte, Hopfer und Tormann Harrer sind zu unentschlossen, dahinter lauert Rottensteiner und der DSV- Stürmer erzielt mit dem sechsten Saisontreffer den schnellen, wichtigen Ausgleichtreffer (50.). Wie ausgewechselt spielen die Donawitzer weiter. Rinnhofer zieht in den Strafraum, er kommt vor dem Tormann zum Ball, der ebenfalls Richtung Spielgerät fliegt aber auch Rinnhofers Beine erwischt, Schiedsrichter Duschek überlegt einen Augenblick und entscheidet auf Strafstoß. Bytyci nimmt sich den Ball und versenkt den Elfer trocken und sicher zum 1:2 (56.) – Nach knapp zehn Minuten in der zweiten Hälfte das Spiel gedreht, was will man mehr.

Wie man sich die Butter wieder vom Brot nehmen lässt beweist die anschließende Aktion. Die Weizer Angreifer, die in Strafraumnähe den Ball mehrmals unbedrängt hin und herspielen können, bringen Durlacher in Schussposition, kein Donawitzer hindert ihn daran, und so steht es nur eine Minute später 2:2! Jetzt spielt wieder Weiz: Derndorfer kann seinen Gegenspieler im Strafraum nur mit einer harten Attacke gerade noch vom Ball drängen (62.), in der nächsten Aktion über die Seite setzt sich Durlacher durch, seinen Stanglpass nimmt Novakovic mit der Ferse, der Ball passt perfekt ins kurze Eck (64.) – Weiz dreht das gedrehte Spiel wieder um.

Nach einer Schreckphase, in der sich beide Teams neutralisieren, setzt der DSV zur Schlussoffensive an. Flanke von Briza zur Mitte, Hackinger steht goldrichtig und schießt das vermeintliche 3:3 – zur Verwunderung Aller hebt der Assistent die Fahne und entscheidet auf Abseits (77.). Einen weiteren hohen Pass von links in den Strafraum erreicht wieder Hackinger vor dem Tormann, der durch sein energisches Herauskommen, nur zwei Möglichkeiten für den Donawitzer offen lassen: Schussversuch oder auf den Schnittball gehen und auf einen Elfmeterpfiff warten. Hackinger entscheidet sich für den Schuss, der Ball geht neben das Tor (80.). Auf der anderen Seite kann Weiz, das ansonsten in der Schlussphase an der Donawitzer Defensive nicht mehr vorbeikommt, durch Steiner einen schönen Schuss neben das Tor anbringen, ehe es die Donawitzer selbst am Fuß haben noch einmal auszugleichen. Nachspielzeit, Rinnhofer geht rechts durch, spielt den Ball zur Mitte – dort befinden sich bei dem Spielstand kurz vor Schluss gefühlte dreißig bis vierzig Beine, die gleichzeitig den Ball weg oder rein schießen wollen – bei dem Tumult, bei dem auch Bytyci und Rottensteiner mittendrin sind kann sich letztendlich Harrer vor Hackinger durchsetzen. Bis die (nur) drei Minuten Nachspielzeit um sind, wird noch Hand reklamiert, versucht Pigneter im Strafraum einen Mitspieler in Schussposition zu bringen, es hilft aber alles nichts – der DSV Leoben verliert in Weiz mit 2:3.

Unnötig war es in jedem Fall. Wenn der DSV von Beginn an so gespielt hätte, wie nach dem Seitenwechsel oder in der Schlussphase – nie und nimmer wäre man mit Null Punkten über den Rechberg nach Hause gefahren. Warum der DSV erst einen Weckruf in Form eines Gegentreffers braucht ist schleierhaft! Dann dreht man ein Spiel und bekommt nur eine Minute später ein billiges Tor, auch das darf nicht passieren. Man hat in Weiz jedenfalls eine große Gelegenheit ungenutzt lassen, um sich im Abstiegskampf etwas Luft zu verschaffen! Nächsten Freitag empfängt der DSV Leoben mit Union St. Florian ein Team, das mit dem Abstiegskampf und dem Meistertitel nichts zu tun hat, vielleicht liegt uns der Gegner besser!

Der DSV Leoben spielte mit: 20 Petrovcic, 5 Lechner, 6 Bytyci (E), 7 Füzfa , 8 Rinnhofer, 11 Schöpf (46. Derndorfer), 16 Rabko (46. Rottensteiner , ), 18 Ritzmaier (81. 17 Pigneter), 19 Micelli, 21 Hackinger , 23 Briza . Ersatz: ET Juritsch, 12 Heinemann.

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